Lesestoff am Feiertag: SALIS und andere Probleme

Auf dem militärischen Teil des Flughafens Tegel wird ein für den Afghanistan-Einsatz bestimmter Transporthubschrauber CH 53 in ein russisches Frachtflugzeug Antonov AH-124-100 verladen.©Bundeswehr/S. Wilke Aufnahmedatum:19.01.2011

Am heutigen Karfreitag ein paar Sachen zum Nachlesen, weil man hat ja bisschen Zeit:

• Für den Lufttransport sind die europäischen NATO-Staaten, und da in erster Linie Deutschland, auf die Großraum-Flugzeuge Antonov An-124 angewiesen (Foto oben). Unter anderem, den bisherigen Planungen nach, auch für die schnelle Verlegung der NATO-Speerspitze (Very High Readiness Joint Task Force, VJTF). Dafür gibt es eine langfristige Charter mit dem so genannten SALIS-Vertrag (Strategic Airlift Interim Solution). Der steht jetzt zur Neuausschreibung an, und da gibt es Probleme, ausgelöst durch den Konflikt zwischen der Ukraine und Russland, weiß der Kollege Björn Müller auf seinem Blog Pivot Area:

Kampf um SALIS

• Trotz finanzieller Probleme scheint Russland auf eine Ausweitung – oder: Aufrüstung? – seiner militärischen Macht zu setzen. Vom Westen bis zum Pazifik, berichtet AP:

Russian military plans buildup from West to Pacific
(da diese AP-Links nicht dauerhaft sind, hier die Story auf einer Zeitungs-Webseite)

Dazu gehört auch die angekündigte Verstärkung der militärischen Präsenz in der Arktis und auf den umstrittenen Kurilen-Inseln vor Japan.

• Eine Geschichte, die eher die Medien betrifft, aber auch jeden Medien-Konsumenten in diesen Zeiten der Berichte über Terror und Gewalt: Wie gehen wir eigentlich mit den Fotos von Opfern um?

Huffington Post India: We need to talk about this picture

(Und da schon Fragen kommen, warum ich das so genannte Karfreitagsgefecht in Isa Khel in Afghanistan 2010 heute nicht thematisiere: Das war am 2. April 2010 – jener Tag war damals zufällig in Deutschland Karfreitag. Mit dem Karfreitag selbst hat das Ereignis nicht das Geringste zu tun.)

(Archivbild 2011: Auf dem militärischen Teil des Flughafens Berlin-Tegel wird ein für den Afghanistan-Einsatz bestimmter Transporthubschrauber CH 53 in ein russisches Frachtflugzeug Antonov AH-124-100 verladen – Bundeswehr/Sebastian Wilke)

EU-Antipirateriemission wieder unter deutschem Kommando

Fregatte_Bayern_Archivbild

Fürs Archiv: Die seit Ende 2008 laufende Antipirateriemission der Europäischen Union am Horn von Afrika steht erneut unter deutschem Kommando. Flottillenadmiral Jan Kaack übernahm am vergangenen Freitag den Befehl über die Operation Atalanta von den Italienern und wird die EU-Einheiten vor der Ostküste Afrikas für die nächsten fünf Monate von der Fregatte Bayern (Foto oben) als Flaggschiff führen, wie die EU Naval Forces mitteilten:

On Wednesday 23 March Rear Admiral Stefano Barbieri (Italian Navy) handed over Force Command of the EU’s counter-piracy ‘Operation Atalanta’ to Rear Admiral Jan Kaack (German Navy).
Rear Admiral Kaack will command the EU Naval Force Somalia from his flaghsip, FGS Bayern for five months. weiterlesen

Bundeswehr-Personalstärke Februar 2016: So wenig Berufs/Zeitsoldaten wie noch nie

Nein, das ist kein Tippfehler in der Überschrift: Mit einiger Verspätung hat die Bundeswehr ihre Übersicht über die militärische Stärke für den Monat Februar 2016 veröffentlicht – mit Datum 23. März, und wie üblich unter dem gleichen, stets aktualisierten Link (damit man die früheren Angaben nicht nachlesen kann?). Aber dafür werden sie ja auf Augen geradeaus! gesammelt; bislang hier und hier.

Auffällig an der neuen Statistik: Die Bundeswehr hat mit 167.670 die bislang niedrigste Zahl an Berufs- und Zeitsoldaten.

Die militärische Stärke im Februar:

178.171 aktive Soldaten und Soldatinnen umfasst die Bundeswehr insgesamt. Sie verteilen sich wie folgt: weiterlesen