Von der Leyen darf Doktortitel behalten (mehr Details, vdL-Statement)

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Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat in ihrer medizinischen Doktorarbeit vor 26 Jahren zwar Fehler gemacht, aber keine Täuschungsabsicht gehabt und darf deshalb ihren Doktortitel behalten. Zu diesem Ergebnis kam der Senat der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) am (heutigen) Mittwoch. Das Muster der Plagiate, vor allem in der Einleitung, spreche nicht für eine Täuschungsabsicht, sagte MHH-Präsident Professor Dr. Christopher Baum. Es handele sich um Fehler, nicht um Fehlverhalten.

Der CDU-Politikerin war vorgeworfen worden, in ihrer Dissertation C-reaktives Protein als diagnostischer Parameter zur Erfassung eines Amnioninfektionssysndroms bei vorzeitigem Blasensprung und therapeutischem Entspannungsbad in der Geburtsvorbereitung zahlreiche Textpassagen übernommen zu haben, ohne die Quelle zu kennzeichnen. weiterlesen

Nachträgliche Überprüfung von Rüstungsexporten (nicht für die Peshmerga)

Ausbildung von Peschmerga

Das Bundeskabinett hat am (heutigen) Mittwoch, wie vom zuständigen Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel bereits angekündigt, einige Regelungen für den Export von Rüstungsgütern verschärft. Künftig sollen mit den Empfängerländern bereits bei Lieferung nachträgliche Überprüfungen vereinbart werden, so genannte Post-Shipment-Kontrollen.

Aus der Mitteilung des Wirtschaftsministeriums:

Auf Vorschlag von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel hat das Bundeskabinett heute die rechtlichen Voraussetzungen für die Einführung von sogenannten Post-Shipment-Kontrollen bei deutschen Rüstungsexporten geschaffen.
Bundesminister Gabriel: „Post-Shipment-Kontrollen verbessern die Kontrolle von Rüstungsexporten, denn endlich können die Angaben, die Empfänger zum Verbleib der Waffen machen, vor Ort überprüft werden. Als erster EU-Staat führen wir damit ein System ein, bei dem die Rüstungsexportkontrolle nicht mit dem Erteilen einer Genehmigung endet. weiterlesen

Medizinische Hochschule Hannover entscheidet über von der Leyens Doktortitel

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Die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) will am (heutigen) Mittwoch darüber entscheiden, ob Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen ihren Doktortitel behalten darf. Der Senat der Hochschule werde darüber beraten; für den Abend ist eine Pressekonferenz geplant, teilte die MHH in einer Pressemitteilung mit:

Pressemitteilung der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) vom 9.3.2016:
MHH informiert über die Überprüfung der Doktorarbeit von Ursula von der Leyen
Heute Pressegespräch um 18 Uhr im Anschluss an Senatssitzung
Der Senat der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) wird in seiner heutigen Sitzung auf Grundlage der Empfehlung der Kommission „Gute Wissenschaftliche Praxis“ darüber beraten und entscheiden, ob Ursula von der Leyen ihren Doktortitel weiterhin führen darf oder ob er entzogen wird. Bei einer Pressekonferenz werden
– Professor Dr. Christopher Baum, Präsident der MHH und Vorsitzender des Senats, sowie
– Professor Dr. Thomas Werfel, Ombudsperson der MHH
über das Ergebnis informieren.

Der CDU-Politikerin wird vorgeworfen, bei der Abfassung ihrer Doktorarbeit nicht wissenschaftlich sauber gearbeitet zu haben. Von der Leyen hatte die Vorwürfe zurückgewiesen, aber eine Überprüfung ihrer Dissertation befürwortet. weiterlesen