Bundeswehr und Social Media: Wer ist drinnen, wer ist draußen?

Radio_andernach_FB_Abmeldung

Die Redaktion hat eine Fangemeinde, von der andere Radiomacher in Deutschland nur träumen können. Verläßlich schalten sich Zuhörer in aller Welt ins Programm ein, die Reaktionen auf die Sendungen sind zahlreich, und über die Zielgruppe hinaus melden sich auch viele Menschen aus Deutschland bei den Redakteuren, die das Radioprogramm gar nicht hören können. Radio Andernach, der Truppenbetreuungssender der Bundeswehr, ist quasi die amtliche Brücke aus der Heimat in die Auslandseinsätze der deutschen Streitkräfte.

Um die erfolgreiche Außenwirkung dieses Senders ist allerdings seit dem Jahresende ein interner Streit in der Truppe entbrannt. Denn pünktlich zum 31. Dezember musste die Redaktion, angesiedelt beim Zentrum Operative Kommunikation in Mayen in der Eifel, einen für die Radiomacher in Uniform wichtigen Kanal einstellen: Auf dem weltweiten Netzwerk Facebook darf Radio Andernach nicht mehr für sein Programm Werbung machen und nicht mehr mit Hörern, aber vor allem nicht mehr mit der Öffentlichkeit in Kontakt treten. Im Dezember verabschiedete sich die Mannschaft von ihren Facebook-Fans (siehe Screenshot oben).

Die Weisung dazu kam aus dem Bundesministerium der Verteidigung in Berlin, und sie hat sehr prinzipielle Gründe. weiterlesen

Jetzt wird abgerechnet: Danke!

Wie jedes Jahr in den ersten Januartagen werfe ich einen Blick auf meine Einnahmen des Vorjahres (dazu veranlasst mich schon das Finanzamt), und deshalb habe ich heute auch bilanziert, was die Leserinnen und Leser von Augen geradeaus! in den vergangenen zwölf Monaten völlig freiwillig, ohne Abonnement oder Bezahlschranke, für die Arbeit hier überwiesen haben. Meine erste Reaktion: Wow. Und: Danke!

Denn offensichtlich gibt es in Deutschland eine Bereitschaft, auch ohne Verpflichtung ein journalistisches Projekt zu finanzieren. Von Januar bis Dezember 2015 schickten die Leserinnen und Leser insgesamt 17.346,46 Euro. Das ist erneut eine Steigerung im Vergleich zum Jahr 2014, und da war es schon im Vergleich zu 2013 mehr gewesen.

Natürlich gab’s übers Jahr große Schwankungen – im Juni waren die Zuwendungen (Spenden sind es, steuerlich gesehen, leider nicht) mit 1.080,78 Euro am geringsten; im Dezember mit 1.989,20 Euro die höchsten. weiterlesen