Erster Blackout nach Hacker-Angriff? (In der Ukraine)

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Das gehört auf die sicherheitspolitische Beobachtungsliste: Erstmals sollen, so weit bekannt, Hacker die Energieversorgung einer ganzen Region lahmgelegt haben – konkret Ende Dezember vergangenen Jahres in der Ukraine.

Aus dem Bericht der Washington Post:

Hackers caused a blackout for the first time, researchers say
Hackers caused a power outage in Ukraine during holiday season, researchers say, signalling a potentially troubling new escalation in digital attacks.
„This is the first incident we know of where an attack caused a blackout,“ said John Hultquist, head of iSIGHT Partner’s cyberespionage intelligence practice. (…) weiterlesen

Alle reden vom Wetter: Alarmrotte der Luftwaffe wegen Eisregen verlegt (Update)

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Update: Möglicherweise bin ich einem Missverständnis aufgesessen – und lediglich die Aufgabe, die Alarmrotte zu stellen, wurde vorübergehend von Wittmund nach Nörvenich übertragen. Von einer Verlegung im Sinne der Bewegung von Personal und Material kann wahrscheinlich nicht die Rede sein. Ich bitte um Verständnis; aus dem (unten zitierten) Text war das für mich so nicht erkennbar.

Ursprünglicher Text:

Das Winterwetter mit gefrierendem Regen wirkt sich auch auf die Luftwaffe aus. Die Alarmrotte mit Eurofighter-Kampfjets, im NATO-Jargon Quick Reaction Alert (QRA), die zum Schutz des deutschen Luftraums auf dem Fliegerhorst in Wittmund in Ostfriesland in Bereitschaft steht, wurde am (heutigen) Dienstag kurzfristig nach Nörvenich ins Rheinland verlegt – weil der Eisregen den Norwesten Deutschlands fest im Griff hat.

Aus der Mitteilung des Taktischen Luftwaffengeschwaders 31 Boelcke in Nörvenicht:

Wetterlage veranlasst die Verlegung der Luftraumsicherung nach Nörvenich
Gemäß den Meldungen des Deutschen Wetterdienstes ist in den nächsten Tagen an der deutschen Nordseeküste keine Besserung der Wetterlage zu erwarten. Es ist insbesondere mit Eisregen zu rechnen. Die Wetterlage für das Rheinland ist ruhiger gemeldet.
Diesem Umstand geschuldet wurde durch den Kommandierenden General des Luftwaffentruppenkommandos in Rücksprache mit dem Nationalen Lage- und Führungszentrum für Sicherheit im Luftraum die kurzfristige Verlegung der Alarmrotte vom Standort Wittmund nach Nörvenich entschieden. Diese Verlegung gewährleistet die verzugslose Sicherung des norddeutschen Luftraums. Das Taktische Luftwaffengeschwader 31 „Boelcke“ hat alle erforderlichen Vorbereitungen zur sofortigen Übernahme der QRA getroffen und wird bis voraussichtlich Freitagmorgen, 8.Januar 2016, diese Bereitschaft sicherstellen.

(Archivbild 2013: Eurofighter bei der Landung in Wittmund – Helwin Scharn unter CC-BY-SA-Lizenz)

Zum Einlesen fürs Bundeswehr-Mandat: der aktuelle Mali-Bericht der UN

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Bevor am (morgigen) Mittwoch das Bundeskabinett über die Ausweitung der deutschen Beteiligung am UN-Einsatz in Mali beschließt (faktisch über einen neuen Einsatz, der in den gefährlichen Norden führt), hier schon mal was zum Einlesen zur Situation in dem westafrikanischen Land: Der aktuelle Bericht der Generalsekretärs der Vereinten Nationen zur Lage, vorgelegt am 24. Dezember vergangenen Jahres und jetzt im Internet nachlesbar.

Aus dem United Nations Report of the Secretary-General on the situation in Mali, Kapitel Sicherheit:

While positive steps were taken towards the implementation of the peace agreement by the signatory parties, there was an increase in the number and geographical spread of activities by extremist and terrorist groups and organized crime networks, notably in Mopti, Ségou and Timbuktu regions, as well as in Bamako. The prevalence of improvised explosive devices in northern Mali continued to put the Malian defence and security forces, French forces and United Nations personnel at risk and to seriously constrain the operations of MINUSMA. The Mission therefore continued to require convoy escorts and force protection, despite the absence of fighting between CMA and the Platform following the Anéfis talks and the ongoing efforts by the Government and the signatory armed groups to organize the cantonment process and to put mixed patrols into operation. (…) weiterlesen

Tornados auf dem Weg nach Inçirlik

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Von den Fliegerhorsten Jagel und Büchel sind am (heutigen) Dienstag planmäßig die ersten vier Tornado-Kampfjets gestartet, die demnächst im Kampf gegen die ISIS-Terrormilizen über Syrien und dem Irak zu Aufklärungsflügen eingesetzt werden sollen. Die zwei Maschinen des Taktischen Luftwaffengeschwaders 51 Immelmann und zwei des Taktischen Luftwaffengeschwaders 33 werden auf der türkischen Airbase Inçirlik stationiert; am 12. Januar werden weitere zwei Flugzeuge erwartet. (Zwei bereits am 10. Dezember in die Türkei verlegte Tornados, die  nicht für den Einsatz mit der Aufklärungstechnik RecceLite-Pod geeignet sind, kehren nach Deutschland zurück.)

Die ersten Einsatzflüge sind nach Angaben des Kontingentführers, des Luftwaffen-Brigadegenerals Andreas Schick, bereits für den kommenden Freitag geplant. weiterlesen