Bundespolizei – Wo das G36 eine Zukunft hat

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In der Bundeswehr, das hat Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen im Frühjahr recht deutlich gemacht, hat das Sturmgewehr G36 in seiner derzeitigen Konstruktion keine Zukunft. Und die Truppe sucht nach einer neuen Standardwaffe für ihre Soldaten.

Aber es gibt im deutschen Behördenapparat ganz andere Ansichten. Am (heutigen) Mittwoch stellte Bundesinnenminister Thomas de Maizière die neuen, hochgerüsteten Bereitschaftspolizei-Einheiten vor: Sie sollen schnell auf Terroristen reagieren können, die mit militärischen Waffen wie Sturmgewehren oder Maschinenpistolen ausgerüstet und möglicherweise auch militärisch ausgebildet sind.

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Die neuen Polizeiverbände, genannt BFE+ (für: aufgerüstete Beweissicherungs- und Festnahmeeinheiten), führen als Waffe unter anderem – das G36 des Oberndorfer Herstellers Heckler&Koch. In der modernen Version G36C als Kurz-Variante, wie ein genauerer Blick auf die Bilder im Werbevideo des Innenministeriums zeigt. Das G36 hat also doch eine Zukunft in Deutschland.

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(Fotos: Screenshots aus dem BMI-Video)

72 Gedanken zu „Bundespolizei – Wo das G36 eine Zukunft hat

  1. „Ich habe die Zeit eigentlich für ein Qualitätsmedium gehalten, aber dieser Artikel wirft da echt Zweifel auf.“

    Im Bereich Militär befinden sie sich doch schon auf der website einer der wenigen Qualitätsmedien in Deutschland :)

    Die Unkenntnis im Bereich Militär scheint auch Studien und Einstellungsvorraussetzung für Journalisten zu sein. Bei Spiegel Online können sie seit Jahrzehnten keine Mörser und Panzerhaubitzen auseinanderhalten, dafür wird aus einem Schweren MG in der Bildunterschrift auch mal gerne „Schwere Artillerie“ (dort ist dann ein M2 Browning zu sehen) :)

  2. @ f28 | 17. Dezember 2015 – 9:58

    Das allgemeine Geschwafel Ihres Abgeordneten zeigt eigentlich eine Verdraengungsstruktur in Richtung: Der Terrorakt ist unwahrscheinlich und wer Ihnen im Angriffsfall ‚innen‘ zur Seite steht ist nicht bekannt – aber auch nicht bedenkenswert..

  3. @QuiGon | 17. Dezember 2015 – 10:21

    Sie haben Recht. Die Autoren des ZEIT-Artikels liegen schief (nicht nur in dieser Hinsicht). Die meisten Polizeigesetze lassen auch bisher schon Gewehre zu, z.B. hier das meines Bundeslandes Hessen:

    㤠55 Begriffsbestimmung, zugelassene Waffen

    (4) Als Waffen sind Reiz- oder Betäubungsstoffe, Schlagstock, Pistole, Revolver, Gewehr und Maschinenpistole zugelassen. Andere Waffen können durch Verwaltungsvorschriften zugelassen werden, wenn sie keine größeren Wirkungen als Schusswaffen nach Satz 1 haben.“

    Quelle: Hessisches Gesetz über die öffentliche Sicherheit und Ordnung (HSOG) gültig ab 23.12.2009

  4. @ J.R.

    mit verlaub aber der verweis auf die akutelle debatte zum thema paramilitarisierung des „freund und Helfers“ in den USA ist m.E. ein klassischer fall von pseudopolyglotter, tatsächlich jedoch ungerechtfertigter, analogie.

    die voraussetzungen in den USA sind was die polizeiliche praxis angeht deutlich andere.

    In deutschland herrscht ein objektiver bedarf an föderalismusquerelenfreien einheiten zur bewältigung dynamischer anschlagsszenarien mit militärisch bewaffneten und taktisch operierenden gegnern.

    genau dieser bedarf wird jetzt gedeckt, was uneingeschränkt zu begrüßen ist.

    die ausrüstung der polizei korrreliert dabei mit dem ausmaß der bedrohung, was nicht bedeutet das sie proportional zu sein hat sondern schnellstmöglich feuerüberlegenheit zur abwehr der gefahr ermöglichen muss.

    auch das ist hier der fall.

    hoglophobie, exekutivressentiments und erkenntnisbefreiter betroffenheitssophismus wie im Zeit artikel sagen daher viel über den Autor jedoch wenig über die reale Situation aus

  5. @Hans Dampf | 17. Dezember 2015 – 13:34

    … und das alte G8 gibt´s auch noch in den Bereitschaftspolizeien von Bund und Ländern.

  6. Und natürlich wissen alle, was mit Hoplophobie gemeint ist?

    Wikipedia dazu: https://de.wikipedia.org/wiki/Hoplophobie

    Scheint mir eher ein Kampfbegriff der Gun Lobby in den USA. Nicht wirklich seriös jedenfalls. (Und nein, wir führen jetzt hier bitte nicht die Debatte, inwieweit die Bewaffnung anständiger Bürger das schlimmste verhindert, Guns don’t kill people, people do und ähnliches. Danke.)

  7. @ Hans Dampf
    Dreierteams französischer Soldaten patrouillieren derzeit in den französischen Innenstädten und auch über die Weihnachtsmärkte. Und keiner stört sich in Frankreich daran.
    @ all
    Und hier bei uns bekommt der ideologisch gefärbte Journalist bei Zeit-Online seine Feder nicht mehr in den Griff, wenn eine auf die aktuelle Bedrohungslage angepasst ausgebildete und ausgestattete Polizeieinheit aufgestellt wird und räsoniert dabei von einer Militarisierung der Polizei. Nun, die Straftäter/ Terroristen haben eben auch aufgerüstet und Aufgabe der Inneren Sicherheit ist es nun mal auf die Bedrohung angepasst zu reagieren. Wenn die Bundespolizei fünf dieser Einheiten disloziert im Bundesgebiet aufstellt, ist man damit sicherlich deutlich reaktionsfähiger als wenn man sich nur auf die bereits vorhandenen Spezial-/ Sondereinsatzkräfte der Bundes- und Landespolizei verlässt.
    Und nebenbei nimmt man damit den Befürwortern eine Bundeswehreinsatzes im Inneren (Gott sei Dank) den Wind aus den Segeln.
    Der Autor dieses Zeit-Artikels hat entweder ein ideologisch stark eingefärbtes Weltbild und/ oder keine fundierten Kenntnisse über die Polizei in Deutschland. Ich hätte die Zeit für qualitativ besser gehalten.

  8. Also ein Sprecher des Verteidigungsministeriums hat das G36 als MG bezeichnet das Bild dazu zeigte ine Person in grauer Dienstanzugsjacke.

  9. Das mit dem G8 bei der Bundespolizei war mir neu – interessant finde ich die Bestimmung „Zur Munitionszufuhr werden dabei meist 20 Schuss Stangen- oder 50-Schuss-Trommelmagazine verwendet. Munitionsgurte dürfen nur auf Weisung des Bundesministeriums des Inneren verwendet werden.“
    Das ist also eine klare Abgrenzung von einer schleichenden Militarisierung.

  10. Dann hoffen wir mal, das auch in den Landespolizeien Polizisten an großkalibrigen Waffen ausgebildet werden. Die Bilder, wo entlaufende Rinder, Schafe oder auch wahlweise Pferde mit 9mm Kaliber aus MP5 ‚ bejagdt‘ werden, treiben mir Schauer über den Rücken. Quintessenz: Es kommt auf das Kaliber an. Wer beschusshemmende Westen trägt und in terroristischer Absicht mit Schusswaffen bewaffnet durch Innenstädte rennt hat einen Vorteil im Straßenkampf gegen Polizisten mit 9mm Bewaffnung. Da ist doch die Ladung-verbringende Waffe vollkommen egal.

  11. Aus dem Spiegel 42 / 1970

    „Arsenalen der nordrheinwestfälischen Bereitschaftspolizei liegen 132 … Niedersachsens Polizei hat 78 MG 42 und rund 5400 Handgranaten.“

    Die MG 42 habe ich damals bei der Bereitschaftspolizei BaWü mit eigenen Augen gesehen.

    Da scheint mir die gerade geführte Diskussion über eine schleichenden Militarisierung doch bischen lächerlich.

  12. @ TomCat
    Ja das ist mehr als man erwarten würde. Nebenbei: Kriegt man denn für die 42iger überhaupt noch gegurtete Munition? Oder müsste sich die Hundertschaft da erstmal selbst was knoten? Als lose Patrone ja kein Problem…

    Weitere Frage: Wenn man mal davon absieht, dass MG für die Polizei schon ganz reichlich erscheinen, was wollten die mit Handgranaten? Da kann ja von gezieltem Schuss u.ä. dann wirklich keine Rede mehr sein bei solchen sagen wir ‚Flächenwaffen‘.

  13. @Andreas @TomCat
    Demnächst Weihnachten oder Karneval?
    Ich glaub’s nicht.
    Seit dem 08. Mai 1945 ist das MG 42 aus der Nutzung. Der BGS/Länderpolizeien übernahmen anfangs noch einige, nicht aber die Streitkräfte. Was nicht bedeutet, dass die ersten Wehrpflichtigen noch am ’42 ausgebildet wurden, da Ausbilder und Ausrüstung nicht nur U.S. Ursprungs waren.
    Die Bw führte die Variante MG 3 ein, dessen wesentlicher technischer Unterschied zum ’42 und auch ’34 die Verschlussbremse mit reduzierter Feuergeschwindigkeit von 1600 Schuss/min am ’42 war.
    Und zum hoffentlich guten Schluss, 1975 liegt ca zwei Generationen zurück, oder nicht?

  14. @Andreas @TomCat
    Demnächst Weihnachten oder Karneval?
    Ich glaub’s nicht.
    Seit dem 08. Mai 1945 ist das MG 42 aus der Nutzung. Der BGS/Länderpolizeien übernahmen anfangs noch einige, nicht aber die Streitkräfte. Was nicht bedeutet, dass die ersten Wehrpflichtigen noch am ’42 ausgebildet wurden, da Ausbilder und Ausrüstung nicht nur U.S. Ursprungs waren.
    Die Bw führte die Variante MG 3 ein, dessen wesentlicher technischer Unterschied zum ’42 und auch ’34 die Verschlussbremse mit reduzierter Feuergeschwindigkeit von 1200 Schuss/min zu 1600 Schuss/min (am ’42) war.
    Und zum hoffentlich guten Schluss, 1975 liegt ca zwei Generationen zurück, oder nicht?

  15. @KPK
    Sie finden der wesentliche technische Unterschied ist die Feuergeschwindigkeit? Ich denke, das unterschiedliche Kaliber dürfte von deutlich einschneidenderer Bedeutung sein – weshalb ich ja Eingangs zunächst gefragt habe ob es dafür noch Munition auf Gurten gibt. Auch ich kann mir nicht vorstellen, dass die Pol da 42iger hat. Vermutlich sind es 3er. Aber unterstellen will ich das nicht – da ich sie im Gegensatz zu Tomcat nicht gesehen habe…

  16. @Andreas
    Zunächst kann ich mir in Deutschland kein Szenar vorstellen, in dem deutsche Polizeien gezwungen sein könnten, MG einsetzen zu müssen, auch nicht in Terrorlagen á la Paris.
    Ein MG ist eine Unterdrückungswaffe zum Niederhalten auf mittlere Kampfentfernung (<600m) mit Zweibein, bzw weite Kampfentfernung (<1200m) mittels Feldlafette oder Turm-Waffe etc.
    Das Kaliber erachte ich unter Betrachtung MG 42 – MG 1/2/3 tatsächlich als vernachlässigbar. Als Munition nutzte das '42 Gewehrpatrone 7,92 × 57 mm, die auch für den Wehrmachtskarabiner Mauser 98k benutzt wurde.
    Ab 1951 im BGS, in der Bundeswehr als MG1 (im 7,62 × 51-mm-NATO-Kal, ab 1956) bzw. MG2 ( ab 1965) eingeführt. Im Jahre 1969 wurde das MG 42 erneut grundlegend überarbeitet und als MG3 bei der Bundeswehr eingeführt. Bis Mitte der 1970er-Jahre waren auch Einheiten der Bereitschaftspolizei damit ausgerüstet.
    Seitdem hat deutsche Polizei keine MG mehr!
    Wesentlichste Unterschiede sind der Verschluss mit Verschlusssperre sowie die Mündungsfeuerbremse mit integriertem Rückstoßverstärker und eben das Kaliber der Waffe.
    Da das MG 42 im Kal 7,92 × 57 mm nicht mehr in Nutzung ist, kann es auch keine Munition mehr geben, weder auf Flex- noch auf Zerfallgurt, in Trommel oder im Kasten.
    (Was in irgendwelchen NICHT-NATO-Staaten noch als Ex-Beutewaffen lagert, ist mir nicht bekannt. Aber selbst wenn, wer sollte in welchen Margen 7,92 unter ökonomischen Gesichtspunkten produzieren- wollen-?)
    Abschließend – für mich an dieser Stelle – MG ist kein Thema bei Polizeien, die MG 42 schon gar nicht, sie existieren nur noch in Museen.

  17. @Andreas | 18. Dezember 2015 – 0:44

    Das MG 42 und dessen Weiterentwicklungen sind in den deutschen Polizeien nicht mehr vorhanden. Die Einstellungsjahrgänge Anfang der 1970er Jahre sind teilweise noch daran ausgebildet worden, danach gab es (zumindest in Hessen) keine Ausbildung am MG mehr.

    Danach wurde dann das G 8 eingeführt. Es ist bis heute in Verwendung, z.B. als Bewaffnung für den Sonderwagen 4. Es wird dort mit einem Umrüstsatz in den Mehrzweckaufsatz eingebaut und aus dem Fahrzeuginneren bedient. Meines Wissens gibt es die Ausführung mit Gurtzuführung aber nur beim Bund. Die Länder haben die Variante mit Stangen- und/oder Trommelmagazin.

  18. @ KPK:
    Ein Polizei-Szenario für MG- und Handgranateneinsatz kann ich mir auch nur sehr schwer vorstellen – war deshalb auch überrascht sowas zu lesen. Aber Haben ist ja besser als Brauchen…
    Die Munition 7,92×57 kriegt man in jedem Jagdwaffenzubehör problemlos. Das ist also so gesehen kein Problem. Gegurtet sicherlich nicht – deshalb ja meine kritische Nachfrage. Selbst gurten kann man dann natürlich…

    @Peter Hinz:
    Klingt plausibel. 42iger konnte ich mir wirklich kaum vorstellen…

    Nebenbei @ all:
    Es geht ja hier um das G36, dass sicherlich die meisten auf der Welt immer noch als eines der derzeit besten Sturmgewehre des Planeten (vor allem in relation zum Preis) halten. Hält so eine Waffe im kleinen Nato Kaliber irgend jemand für den Polizeieinsatz für sinnvoll? Ohne gleich eine Kaliberdiskussion aufmachen zu wollen, aber wenn ich mit dem 9mm nicht mehr hin komme, weil geschütze Gegner mit Militärgerät aufkreuzen, benötige ich dann nicht ohnehin etwas mehr Punch (gerade auch für Schützen in Deckungen)? Deshalb frage ich mich ob es nicht das schon vorhandene G3 sogar besser tut…

  19. Erweitern könnte man die Dikussion noch um das Eotech (Rotpunktvisier):
    Bei diesem wurden essentielle Mängel festgestellt, weswegen der Hersteller L-3 Schadensersatz gezahlt hat und eine Rückgabeaktion für Privatkäufer gestartet hat.

    http://soldiersystems.net/2015/12/08/l3-communications-eotech-issuing-refunds-for-holographic-weapon-sights/

    Das Visier wird auch von der Bundeswehr verwendet. Da stellt sich mir doch die Frage, ob die jeweiligen Stellen da überhaupt schon reagiert haben.

    (PS: Ich weiß nicht, ob diese Diskussion hier noch Platz findet oder ins Bällebad gehört. Interessant wäre, ob Herr Wiegold da mal der BW auf den Zahn fühlen würde).

  20. „Woraus leiten Sie Ihre Einschätzung die Polizei würde mit Verbrechern nicht fertig ab?“

    Meine Erfahrung stammt nicht (nur) aus Büchern wie „Deutschland im Blaulicht“-sondern auch aus direktem Kontakt mit Beamten der verschiedenen Polizei-Bezirke sowie einem Bekannten bei der Kripo.

    Ich sagte nicht, das die Polizisten nicht „mit Verbrechern fertig“ werden würden-sondern nur, das in Deutschland schon der Ansatz verkehrt ist-viele Polizisten im Bereich Düsseldorf/Köln, die man patrouillieren sieht, schleppen gut 10-20 Kg Übergewicht mit sich, und haben von körperlicher Fitness so viel Ahnung wie ich von Quantenmechanik.

    Durch Gespräche stellt sich heraus, das viele davon auch ihre Waffe nur mitschleppen, weil es eben gefordert ist-wer im „Training“ 10 Schuß/Jahr verbraucht, darf sich nicht wundern, wenn Ali Baba nach 6 monatiger Training in Syrien (wo er tausende Schuß Munition auch auf „lebende Ziele“ verfeuert hat, deutlich aggressiver und auch treffsicherer ist.

    Wer glaubt, das ein Polizist nach 8 Wochen nun gegen Terroristen gewappnet ist, der glaubt auch, das ein Soldat nach 6 Wochen Vollmitglied des KSK sein kann…

    Es geht nicht nur um Ausrüstung-sondern auch um Einstellung (des Personals, aber auch der Gesellschaft/Politik)..

    Heimlich, still und leise wurden in diesem Land u.a. die Vorratsdatenspeicherung, die weltweite Meldung von Bankdaten inkl. Kontobewegungen an die Deutschen Behörden und auch (in Kürze) eine generelle PKW-Maut (nur) für Deutsche beschlossen.

    Beim Kampf gegen den Terror wäscht man sich aber weiter die Hände rein, und will davon nichts wissen-während u.a. in Frankreich Moscheen durchsucht wurden (von bewaffneten Polizisten) und dabei allerhand belastendes Material zutage kam……

  21. Zum 2. Bild ganz oben:
    Der Polizist ist offensichtlich schlecht ausgebildet. Von sog. „Muzzle awarness“ keine Spur. Es wurde direkt in die Barikade und zu eng an ihr geschossen. Da muss noch geübt werden.
    Aber das werden die ganzen Fachleute hier schon bemerkt haben.

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