U-Boot soll Piraten und illegale Fischer jagen

20130422_U35_Erprobung

Die Deutsche Marine will im kommenden Jahr erstmals ein U-Boot in die EU-Antipirateriemission Atalanta vor der Küste Somalias schicken. Das U-Boot solle zusätzlich zu einer deutschen Fregatte eingesetzt werden und die Aufklärungsmöglichkeiten verbessern, bestätigte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums am (heutigen) Freitag eine entsprechende Vorabmeldung des Spiegels. Um das Boot nicht bereits im Transit in den Indischen Ozean übermäßig zu belasten, soll es mit einem Dockschiff in den Einsatzraum gebracht werden.

Nun ist der Einsatz eines U-Boots in der Pirateriebekämpfung keine grundsätzlich neue Idee – die Niederlande hatten bereits vor fünf Jahren ein Boot der Walrus-Klasse dort im Einsatz. Allerdings war 2010 auch die Hochzeit der Piraterieangriffe auf Handelsschiffe vor der ostafrikanischen Küste; deshalb war die Überlegung, vor allem so genannte Pirate Action Groups mit ihren Mutterschiffen weit draußen auf See aufzuspüren, durchaus nachvollziehbar. Inzwischen sind die Piratenangriffe allerdings praktisch auf Null gesunken – wo liegt dann der Sinn der Aufklärung mit einem teuren Asset wie einem U-Boot?

Dafür hat das Verteidigungsministerium eine interessante Erklärung: Außer um die Pirateriebekämpfung soll es beim Einsatz des Bootes auch um die Bekämpfung der illegalen Fischerei vor Somalia gehen. Denn ein U-Boot werde im Gegensatz zu einer Fregatte von der Meeresoberfläche kaum entdeckt. Das klingt zwar irgendwie logisch, ist aber nicht direkt der Sinn der Atalanta-Mission. Auch wenn es offensichtlich eine notwendige Aufgabe ist.

(Nachtrag: Ein Leser weist in den Kommentaren zurecht darauf hin, dass das Mandat diese Fischereiüberwachung durchaus erlaubt. Aus dem Auftrag im Mandatstext:

Beitrag zur Überwachung der Fischereitätigkeiten vor der Küste Somalias im Rahmen der verfügbaren Mittel und Kapazitäten sowie Unterstützung des von der Ernährungs-und Landwirtschaftsorganisation (im Folgenden FAO) entwickelten Lizenz- und Registrierungssystems für die handwerkliche und industrielle Fischerei in den der somalischen Gerichtsbarkeit unterstehenden Gewässern – sobald dieses einsatzbereit ist – mit Ausnahme jeglicher Strafverfolgungstätigkeiten; (…)

Bereitstellung der von den EU-NAVFOR-Einheiten über Fischereitätigkeiten vor der Küste Somalias gesammelten Daten durch die zuständigen Dienststellen der Kommission für die Thunfischkommission für den Indischen Ozean, deren Mitgliedstaaten und die FAO sowie Unterstützung der somalischen Behörden bei der Bereitstellung von Daten über Fischereitätigkeiten, die im Laufe der Operation gesammelt wurden, sobald ausreichende Fortschritte an Land im Bereich des Aufbaus maritimer Kapazitäten, einschließlich Sicherheitsmaßnahmen für den Informationsaustausch, erzielt worden sind;)

Spannend werden die Auswirkungen der tropischen Wassertemperaturen auf das deutsche Boot, das ja vor allem für den Einsatz in der Ostsee und teilweise im Atlantik konzipiert wurde. Der Spiegel verweist darauf, dass bislang nur das Boot U35 tropikalisiert sei, also mit einer zusätzlichen Kühlung für warme Gewässer ausgerüstet wurde. Andererseits hatte gerade dieses Boot bei den Erprobungsfahrten ziemliche Probleme.

Die Schwierigkeiten mit den hohen Temperaturen hatte die Deutsche Marine schon mal leidvoll erfahren müssen: Vor mehr als einem Jahrzehnt hatten die Schnellboote der Bundeswehr bereits im Mittelmeer massive Kühlungsprobleme. Und als die Schnellboote dann im Rahmen der Operation Enduring Freedom nach Djibouti verlegt wurden, wurde das noch mal schlimmer: Nach allen Berechnungen dürften die Boote hier schon jetzt nicht funktionieren. So gesehen ist der U-Boot-Einsatz auch ein Test, was die Einheiten der Klasse 212A aushalten.

Der erwähnte Einsatz des niederländischen Bootes Zeeleeuw (Seelöwe):


(Direktlink: https://youtu.be/xhs_-u_-JJ8)

(Archivbild April 2013: U35 bei der Erprobung – Foto mit freundlicher Genehmigung von Helwin Scharn)

75 Gedanken zu „U-Boot soll Piraten und illegale Fischer jagen

  1. Ausbildung der Besatzung und Erprobung des U-Boots kann dann nur der einzige wirkliche Zweck sein. Denn die BW ist doch nicht für Fischereikontrolle zuständig und da hat Herr Wiegold völlig Recht, es dürfte sehr unwirtschaftlich sein, eine Fischereikontrolle mit einem neuen, teuren U-Boot zu betreiben.

    Schade, daß die BW dem eigenen U-Boot den langen Weg ins Einsatzgebiet nicht zutraut, denn diese wäre doch für die Ausbildung viel besser als eine Überführung des U-Bootes.

  2. Endlich wieder eine Marineerfolgsgeschichte, denn die wird es doch sicher.
    Wenn ich mich recht erinnere, wurde auch mal mit einem Boot der Klasse 432 versucht, am Horn Sicherheit zu produzieren. Ging wohl wegen mangelnder Klimatisierung nicht lange gut, soll aber ein “Erfolg“ gewesen sein. Insider sprachen von der _1 Einsatz_2Medaillenfahrt.
    Alle paar Jahre versuchte es das KSA immer wieder mal,zum Glück ohne Ausführung.

  3. Ob die Verlegung per Dockschiff wohl etwas mit der Arbeitszeitrichtlinie zu tun hat ? Transitzeit ist nicht Einsatzzeit.
    Aber letztendlich wird hier für mich der Gipfel der Zweckentfremdung erreicht…..obwohl, schlimmer geht immer muß man wohl langsam vermuten.

  4. Findet heute eigentlich niemand mehr, daß weder Art. 35 noch 87(a) GG sowas abdecken? Erstaunlich, wie weit Beschränkungen gedehnt werden können …

  5. Um das Boot nicht bereits im Transit in den Indischen Ozean übermäßig zu belasten, soll es mit einem Dockschiff in den Einsatzraum gebracht werden.

    Bitte nicht fasch verstehen, ich will nicht gegen die Marine möppern – aber ich dachte immer, dass Schiffe dafür ausgelegt sind, notfalls auch (sehr) weite Strecken zu fahren? War das bei den 212 nicht sogar auch ein Argument für den Brennstoffzellenantrieb?

    Edit: Ah ich lese schon – auch die Seebären und klabautermänner sind irritiert…

  6. @Tim
    Das BVG hat in mehreren richtungsweisenden Entscheidungen den Rahmen gesteckt. Insofern ist „das“ abgedeckt, insbesondere wenn das Parlamentsbeteiligungsgesetzt Anwendung findet.
    Alles gut!

  7. @ Closius | 13. November 2015 – 10:27

    „Schade, daß die BW dem eigenen U-Boot den langen Weg ins Einsatzgebiet nicht zutraut, denn diese wäre doch für die Ausbildung viel besser als eine Überführung des U-Bootes“

    Vermutlich wuerde das UBoot auf eigenem Kiel gar nicht im Bestimmungsgebiet ankommen ( Abgasklappen verbrannt, Kuehlwasserkreislaeufe versottet und durchkorrodiert, Rechner und Sensoren waermegeschaedigt, Besatzung ausgelaugt im Zwei-wach-betrieb)
    Typisch der Kotau der Deutsche Marine vor dem BMVg, Einheiten in Seegebiete senden fuer die sie nicht gebaut sind. (Bereits bei F120)

  8. Na ja, vor Somalia bestand schon immer ein Zusammenhang zwischen dem Phänomen Piraterie und der illegalen Fischerei:
    http://diepresse.com/home/panorama/welt/431803/Illegale-Fischerei-profitiert-von-EUEinsatz-am-Horn-von-Afrika-

    Insofern vermag ich da schon einen Begründungszusammenhang zu erkennen: auch wenn die Piraterie „eingedämmt“ scheint, muß man die illegale Fischerei im Auge behalten, damit sich Geschichte nicht wiederholt…….warum man dazu aber ausgerechnet ein UBoot einsetzt, ist mir völlig schleierhaft……..wie sollen die denn hailing oder visit&search durchführen ohne aufzutauchen ? Rechtlich mag das stimmig sein, operativ imho eher nicht. Ist wohl die einzige Möglichkeit, dass die UBootfahrer auch mal „in den Einsatz“ kommen……..na, denn taucht mal schön;-)

  9. Na ja, zu mindestens eine Firma / Konzern wird sich die Hände reiben!!
    Umsatz ist nur durch noch mehr Umsatz zu toppen.

  10. Vielleicht muss man andersherum fragen: Ist’s ein Uboot weil die P3s so viel Ärger machen und nicht zur Verfügung stehen? Klingt alles mehr nach einem Testlauf.

  11. Wie mag die Haltbarkeit sein der für Israel gebauten, noch zu bauenden Boote? Die operieren ja auch dort in den Gewässern? Ob die das warme Wasser vertragen, dafür ausgelegt?

  12. SAVZ ist wohl nur ein Faktor in der Gesamtkostenberechnung für einen solchen U212 Einsatz. Im aufgetauchten Zustand braucht so ein Boot 20 Tage (ohne Zwischenstop) von Kiel nach Djibouti, also 40 hin/zurück. Hinzu kommt die „Belastung“ der Antriebs-Technik (Brennstoffzellen, die ja auch nicht „ewig halten“ – und nachtanken bei einem 212er „fern der Heimat“ ist ziemlich aufwendig).
    Was ist also ökonomischer ? Hin- und Rückfahrt auf eigenem Kiel oder Transit per Dockschiff und dann volle „technisch-logistische Reichweite“ (inkl. human ressource endurance) für den eigentlichen Einsatz……ich denke mal, die Marine hat da gut gerechnet, auch wenn das für den einen oder den anderen „Traditionalisten“ gewöhnungsbedürftig ist. Bin gespannt, was man an Logistik noch nach Djibouti schaffen wird. Das wird bestimmt ein interessanter „Testlauf“, da gebe ich @Ottone völlig recht. Und wenn man eine deutsche Fregatte dabei hat, dann kann man sogar noch ein wenig „ausbilden“ und langweilt sich nicht zu Tode beim Furchen-durch-das-Wasser-ziehen.
    Die SBoote sind damals übrigens auch nicht auf eigenem Kiel in den Golf von Aden gefahren.

  13. @Voodoo

    In der Tat war ich etwas irritiert, weil man seitens BMVg diese „illegale Fischerei“-Begründung geäußert hat. Mumpitz.
    Wenn man die Boote auch mal in einen „mandatierten“ Einsatz bringen will (damit wenigstens ein paar UBootfahrer*innen amagnetische Einsatzmedaillen tragen dürfen) und gleichzeitig die technisch-logistische Belastbarkeit des „tropikalisierten“ Sytems im außenluftunabhängigen SAVZ-Zeitalter außerhalb der Abstützungsstrukturen des Bündnisgebietes erproben will, dann soll man das auch so kommunizieren….dafür hat dann jeder „Profi“ Verständnis.
    Hoffentlich findet ein illegaler Fischer mi seinen Fangnetzen das Uboot nicht schneller als umgekehrt…….;-)

  14. Sei mal dahin gestellt,ob ein U-Boot beim diesem Einsatz Sinn macht…

    Aber ich finde es überhaupt nicht verwerflich, den Kahn huckepack zu nehmen,um Ressourcen zu sparen. Sicher wurde ein zu beiden Fällen eine Kosten-Nutzen-Rechnung aufgestellt und dann die richtige Entscheidung gefunden. Ich kann echt nicht verstehen, wie jeder neue Ansatz gleich auf die Hörner genommen wird.

  15. Üblicherweise wird über die Russische Marine gelästert, weil sie bei ihren Überseetörns immer einen Schlepper dabei hat. Aber daß die Deutsche Marine nicht mal mehr aus eigener Kraft ins Einsatzgebiet… Ist das wirklich das gewünschte Bild, das der NATO-Staat Deutschland der Welt vermittel will?

    OK, ok, ist natürlich nicht soo schlimm. Immerhin wurden schon Schiffe der Argentinischen Marine bei Auslandsbesuchen wegen ausstehender Rechnungenvon fremden Staaten beschlagnahmt, dieweil andere Einheiten im Heimathafen mangels Unterhalt direkt am Kai gesunken sind.
    Sehen wir also die positive Botschaft: Die Deutsche Marine ist auch in Übersee mit ihrer modernen Technik präsent. Irgendwie halt ist da noch Luft nach oben. Oder Wasser unterm Kiel..

  16. Nicht nur Fischerei, auch Giftmüll im ganz großen Stil. Somalia: Lauter kleine Flammen zum Großbrand.
    Man wünsche diesen Dieben und Schwerverbrechern ein deutsches U-Boot, dem die Fässer Chemiemüll mal auf den Kopf fallen. Oder ein Schleppnetz mit nem riesen Fang ;) / SCNR

    P.S: Wie war das mit der Feuerleitlösung?

  17. Gab es nicht schon einmal einen Transport per Dockschiff (Dockwise?)? Return der S-Boote?

  18. Ich glaube, der Transport der S-Boote mittels ConDock ist in einer meiner alten, oben verlinkten Geschichten erwähnt…

  19. Klabautermann hat da nicht ganz unrecht.
    Natürlich könnte das Boot auf eigenem Kiel da runterfahren, jedoch ist das Dockschiff billiger, deutlich schneller und die Anlagen des Bootes werden für den Transit nicht unnötig belastet. Ergo: Die deutlich sinnvollste Lösung.
    Über die SAVZ und die „Verschwendung“ von Soldatenarbeitszeit auf einem langen Transit reden wir mal lieber erst gar nicht.

  20. Leider muss ich dem Autor des Artikels widersprechen. Das Beobachten von Fischereiaktivitäten vor der somalischen Küste gehört sehr wohl zum Mandat von ATALANTA im Rahmen von secondary supporting activities.
    Ob ein U-Boot hierfür ein adäquates Mittel der Wahl ist möchte ich hier an dieser Stelle allerdings nicht bewerten.

    Auch die deutsche PC3 Oirion, die derzeit im Einsatz ist, steht entgegen eines Kommentarbeitrages zur Vfg.

  21. @judge

    In der Tat, war mir durchgerutscht – im Rahmen der verfügbaren Mittel und Kapazitäten… korrigiere ich oben.

    /edit: Habe den Mandatstext dazu mal nachgetragen. Aber ich hatte ja nicht gesagt, dass es nicht Aufgabe wäre – sondern dass es nicht direkt der Sinn der Atalanta-Mission ist…

  22. Ist das nicht ein bischen Overkill, Torpedos gegen Schlauchboote einzusetzen?

    Auch eine Aufklärungsmission stelle ich mir für Überwasserschiffe durch Radar sowie Drohnen leichter vor. Außerdem sind Fregatten doch einiges schneller und können so eher eingreifen.

  23. Der Transport des Bootes als Huckepack ist nicht zu beanstanden oder außergewöhnlich. Wie oben schon stand sind sowohl die S-Boote als auch schon Mienenjäger auf diesem Weg verbracht worden.
    Gerade ein U-Boot hat nunmal nicht die schnellste Marschgeschwindigkeit und so kann das Material und Personal geschont werden.
    Was genau man mit einem U-Boot bei ATALANTA will erschliesst sich mir aber auch nicht.
    Wobei ein Stempel wie „einsatzerprobt“ sich natürlich besser macht im Verkaufsprospekt.
    Wo gab es das kürzlich doch auch schonmal?

  24. @Edgar Lefgrün
    Schon die israelischen Dolphin-Boote des ersten Loses wurden m.W. von vornherein für den Einsatz in wärmeren (Mittelmeer-)Gewässern ausgelegt. Die Erfahrungen mit diesen Booten dürften sowohl in die Auslegung der zweiten Generation Dolphin als auch in die Auslegung des 2. Loses 212A (also von U35 und U36) eingeflossen sein.
    Die Bundeswehr weiß derzeit noch nicht, welches Boot sie verlegen will. Wenn verfügbar und stabil einsetzbar, spräche alles für U35. Wenn nicht, muss ein älteres Boot herhalten. Die technischen (Ausfall)Risiken dürften in beiden Fällen sehr unterschiedlich sein.
    Das erste Los 212A kann übrigens selbstverständlich auch im Mittelmeer eingesetzt werden. Am Horn von Afrika ist es allerdings noch einmal wärmer und die Einsatzdauer ist deutlich länger.

  25. Kolumbianische UBoote haben gerade vor ein paar Wochen Huckepack die Reise nach Westindien angetreten. das ist nicht zu beanstanden.

    Aber ein UBoot im Indik/Rotes Meer, fuer ‚Piratenjagd‘ ist es nach dem Marinekutter das ungeeignetste Fzg was man sich denken kann. Wie will man Fluechtige stoppen?

    Logistisch ist der Wasserstoff-Nachschub auch ein kleines Problem. Aber vielleicht helfen ja die Israeli?

  26. Ich nenn es mal einen Interessanter Ansatz der Marine mit einem U-Boot illegale Fischer zu jagen..
    Definitiv ein wichtige Sache aber ob man dafür ein 500mio€ U-Boot braucht?
    Naja aber Sea Shepard wird es sicher freuen ??

    Mal eine andere Frage. Ich habe gerade den pdf-Artikel vom Spiegel gelesen und mich einwenig erschrocken wie schlecht es damals um unsere U-Boote bestellt war.
    Wie sieht das den heute aus? Liegen die immer noch alle in Kiel?
    Und wie viele sind zurzeit einsatzbereit?

  27. Die U-Boote liegen nicht mehr in Kiel, sondern in Eckernförde. Und bei den Booten soll auch eher die (Nicht-)Verfügbarkeit von Besatzungsmitgliedern ein Problem darstellen als die reine technische Verfügbarkeit der Boote.

    Da hier noch einige meinten, die Fahrt nach Süden würde die Brennstoffzellen zu sehr belastet…: Sind die überhaupt für den Transfer notwendig? Das Boot kann ja auch „konventionell“ dieseln und schorcheln (wobei es dann seine Batterien auflädt). Die Brennstoffzellen sind ja nur für den Fall gedacht, dass man die Batterien laden muss, aber nicht an die Oberfläche kann/will…

  28. Bezüglich der tropischen Wassertemperaturen, die neuen beiden U-Boote u.a. U 35 hätte damit kein Problem.
    Tropikalisierung (Eignung für höhere Umgebungstemperaturen See/Luft).
    Für Einsätze in tropischen Gewässern (Tropikalisierung) wurden die U-Boote mit zentral-modifizierten Klimageräten, Wohnraumklimageräten und Umluftkühlsystemen ausgerüstet. Die Druckkörper-Isolierung wurde mit einem neu entwickelten Material verbessert.

  29. @Fussgaenger | 13. November 2015 – 19:27

    Was meine Sie was ‚dieseln‘ in den Gewaessern in dem ‚Verbauungsgrad‘ an Bord (das ist nicht mehr das alte U XVII wo man noch ueberall gut arbeiten konnte) fuer thermischer Verschleiss und fuer Waermeentwicklung auftreten.
    Ich habe nicht umsonst oben die Abgasklappen angefuehrt…Und ja, Brennstoffzelle ist im Normalbetrieb hoechst unoekonomisch…

  30. @Fussgaenger | 13. November 2015 – 19:27

    Mit Kiel meinte ich HDW und nicht den Marinestützpunkt. Mir ist bewusst das das 1. Ubootgeschwader in Eckernförde beheimatet ist, war schon mehrmals dort. War vielleicht einwenig undeutlich formuliert von mir.

    Gut das mit dem Personal ist ein weiteres Problem… Aber das betrifft ja nicht nur die U-Boote..

  31. Die Arbeitszeitrichtlinie kann nicht der Grund sein, denn eine Woche Seefahrt wird wie eine reguläre 41 Stunden Woche abgerechnet. Die Verlegefahrt mit dem Dockschiff kann ich mir nur damit erklären, daß Betriebsstunden eingespart werden sollen.

  32. Hat jemand mal die Dokumentation der Verlegefahrt von U31 nach England zum Manöver gesehen?
    „Abgetaucht mit U-31“ – wenn nicht, den Link gibt’s am Ende.

    Ich verrate mal was so alles passiert ist:

    Das Wetter war recht ‚bescheiden‘.
    Der Signalmast ist erst abgeknickt, dann am Fuß gebrochen und eiert von den Kabeln gehalten vor dem Seerohr rum.
    Beim Diesel gab es Probleme mit dem Dieselfilter, der durch Unterdruck zerstört wurde. Wie der Unterdruck entstand? Das weiß an Board keiner so genau.

    Die Kühlhaustür gibt den Geist auf…
    In der Kombüse fliegt erst alles an Kleinkram durch die Gegend, irgendjemand lässt den Kommentar ab das es schlimmer sein könnte und was passiert? GENAU!

    Die Schleppleine wickelt sich um die Ausfahrgeräte und ist der Schraube schon recht nahe gekommen…

    Sturmfahrt hin oder her, das ist ein bisschen viel Schwund bei einem 500 Mio. teuren U-Boot.

    Teil 2 von Abgetaucht mit U-31 ist noch Online verfügbar, Teil 1 ist schon gelöscht.
    http://www.ndr.de/fernsehen/Abgetaucht-Folge-2,abgetaucht102.html

    Gegen den 19. November wird es wohl auch gelöscht werden.

  33. Warum kann denn so ein U-Boot nicht aufgetaucht, halbe kraft voraus mit dieselantrieb bei ca 5 Knoten den Weg alleine zurücklegen und gleichzeitig durch Elektrolyse die Brenstoffzellen neu Befüllen? Das funktoniert doch bei jedem anderen *Normalen *schiff auch?

  34. Der Einsatz im Indischen Ozean hat ja sicher nichts damit zu tun, daß in Australien gerade ein Projekt zur Beschaffung von 12 U-Booten läuft, bei dem TKMS mitspielen möchte.
    Honni soit qui mal y pense.

  35. @ Jens Schneider
    U36 „soll“ im 4.Quartal 2015 in Dienst gestellt werden. Ich persönlich habe Zweifel, ob das realistisch ist, nicht zuletzt, weil das Boot bekanntlich immer wieder als Ersatzteilspender für U35 genutzt werden musste, damit letzteres nicht noch weiter aus dem Zeitplan lief.

    @SvD
    Sie machen indirekt auf ein größeres Problem aufmerksam: Auch bei der deutschen U-Boot-Technik und in der Marineindustrie ist schon lange nicht mehr alles Gold was glänzt. Die Probleme mit der deutschen U-Boot-Technik und der Qualität(ssicherung) bei Lieferungen des Haus- und Hofflieferanten HDW/TKMS sind zwar real existierende und öfter auch massiv, werden aber gemeinsam von Nutzer und Hersteller operativ am liebsten wie ein U-Boot „gefahren“: Abgetaucht. (Dazu passt: Auch die KPMG bekam keinen Auftrag, sich mit dem 2.Los Klasse 212A zu befassen.)

    Da Öffentlichkeit und Politik nur selten und bruchstückhaft von Problemen erfahren, kommt es im Blick auf die Lösungen meist zu Kompromissen zwischen Hersteller und Auftraggebner, selten aber muss den (strukturellen) Problemursachen tatsächlich auf den Grund gegangen werden. Der heilsame Rechtfertigungsdruck für die Akteure gegenüber der Öffentlichkeit fehlt.

    Unterschiedlichste Faktoren sind dafür verantwortlich: Die kleine, recht stille Community der U-Bootfahrer, der zu verlierende Ruf eines Herstellers, der so exportabhängig ist, dass seine Existenz weitgehend von Exporten abhängig ist, die Einstufung als nationale technologische Kernfähigkeit, der Nimbus, den es aufrecht zu erhalten gibt und etliches andere mehr. Gegenüber der Öffentlichkeit lässt man lieber gelegentlich durchblicken, dass man einen US-Flugzeugträger im Fadenkreuz des Sehrohrs hatte, als darüber zu berichten, dass technische Probleme aufgetreten sind.

    Unbeachtet bleibt deshalb auch, dass der Hersteller ein ganz normaler wehrtechnischer Betrieb ist, der Fehler macht, mehr und schneller verspricht, als er realistisch leisten kann, um an (Export)Aufträge zu kommen und im Zweifelsfall die Vertragstreue gegenüber Exportkunden wichtiger findet als die gegenüber seinem heimatlichen Auftraggeber (der schon stillhalten wird). Ein simpler Blick auf die Zeitdifferenz zwischen ursprünglich zugesicherten und später realisierten Daten für die Lieferung von Booten zeigt, dass es fast durchgängig erhebliche Verzögerungen gab.

  36. @ONA
    Sage heute Merci.

    Liest sich ja nicht so toll mit unserer U-Boot Industrie.
    Damit dürfte das Geschäft mit Australien ja auch in in weiter Ferne sein.

  37. @ SvD

    Danke für den Link über die Sturmfahrt von U31. Sehr beeindruckend !
    Meiner Meinung nach müsste mit solchen Filmen Werbung für die Bw gemacht werden, anstattt mit der jetzt laufenden Werbekampagne.

  38. @ ONA | 14. November 2015 – 15:46

    Interessanter Diskussionsbeitrag.
    Ich sehe noch einen sehr gewichtigen weiteren Grund. Rüstungsindustrie ist seit längerer Zeit unpopulär. Mit „ich baue U-Boote“ kann man auf kaum einen Sektempfang punkten oder das andere Geschlecht beeindrucken. Im Ergebnis gehen die guten Leute nicht mehr zu Rüstungsunternehmen, die dann halt nur noch zweite Wahl Personal bekommen. So entstehen Abwärtsspiralen und eine Erosion von Kompetenz.

  39. @Georg

    Teil 1 zeigt erst mal etwas vom Boot und dreht sich eher um das Leben an Board und in Teil 2 kam dann die böse Überraschung mit den Sturmschäden… und das ist ja leider nur die Spitze des Eisbergs.

    Wie die aktuellen Videos aus sehen weiß ich gar nicht, denn außer den Classix trau ich mich kaum was an zu schauen.

    Die Werbevideos vor einem Jahr waren genug für ein ganzes Leben.

    Der Typ im Wald auf seinem Fahrrad, der von seinem Kriegstrauma faselt.
    Die Kampfsportlerin die was davon erzählt, das einem Glassplitter das Gesicht zerfetzen und man das in Zukunft einschränken will… und das Mädchen vom Ponyhof!!
    „Wir können Menschen helfen yeeeehh… und ich reite gern auf meinem Pony yeeehh“

    Das war genug für ein Leben.

    Es gibt auch ne tolle Doku, wie die Marine bei Atalanta einen Frachter absaufen lässt und sich damit rausredet das der ja nicht in Seenot sei und so wieso Geiselbefreiung ja nicht zum Mandat gehört…
    Findet man auch in schlechter Qualität bei Youtube aber nicht von ARD selbst, daher lasse ich das verlinken mal sein.
    „Machtlos vor Somalia“ heißt die Doku und um die Minute 19:30 begreift man das Drama.

    Bei so was frage ich mich dann, wie man das für gute PR halten kann.

    Interessante Dokus, auch zu U-Booten gibt es immer wieder mal, das die Bundeswehr daraus keinen nutzen zieht ist… bezeichnend. Bei so was würde ich mir Nutzungsrechte für den Bundeswehr Kanal einräumen lassen.

    Auf Tauchfahrt mit U33, U25 — Alltag unter Wasser (wieder ausgegraben im Rahmen der Serie „vor 30 Jahren“), U 32 Streng Geheim (findet man bei Spiegel TV – in Spielfilmlänge! ).
    Auch der Discovery Channel war schon für die Serie „Future Weapons“ bei der Marine… In Staffel 1, Episode 2 fängt kurz vor der 13 Minute der Themenblock U-Boot an, Hauptdarsteller ist U-31.

    Und ich lehne mich mal weit weit aus dem Fenster und behaupte das ein „Olli“ das wohl kaum ordentlich rüber bringen kann.

    @Andreas Poggendorf

    Es gibt keinen Fachkräftemangel, das ist eine Erfindung.
    Es gibt genug Arbeitssuchende mit Studienabschluss, teilweise mit exzellentem Abschluss….

    Die Bundesarbeitsagentur spricht von Fachkräftemangel wenn auf eine freie Stelle statistisch nur 3 passende Bewerber kommen. Gibt es also knapp 3 mal so viele Arbeitssuchende Fachkräfte wie Stellen ist das ein Mangel.
    Leuchtet ein oder?
    Nach der Logik ist der Fachkräftemangel erst dann besiegt, wenn sich 4 Bewerber um eine Stelle schlagen.

    Fachkräfte gibt es genug.
    Nur sind die Unternehmen heute nicht mehr bereit Arbeit ordentlich zu entlohnen und erwarten das ein Bewerber direkt zu 100% mitarbeiten oder gar ein Team oder Projekt leiten kann.
    Einarbeitungszeit? Selber die Leute schulen? Ordentlich bezahlen und die viel beschrieene Flexibilität mal auf Seiten des Unternehmens einrichten? Neeee, da schreien wir lieber Fachkräftemangel und schieben die Verantwortung auf den Staat.

    Es gibt halt keinen 25 Jährigen der summa cum laude abgeschlossen und 50% seiner Studienzeit an renommierten Auslandsunis verbracht hat.
    Berufserfahrungen in dem Alter von mehreren Jahren sind auch eher… unwahrscheinlich. Erfahrungen in der Projekt- oder Teamleitung dann erst recht. Und so was wird teilweise für ein Praktikum voraus gesetzt.
    Und dann muss man noch zu 100% fit auf dem Tätigkeitsfeld des Unternehmens sein, der richtige Studiengang reicht da nicht, nein.
    Das man so keine Leute findet ist logisch.
    Wer Personal finden will, findet es auch.

    Manchmal ist die Region allerdings so unattraktiv, das da wirklich niemand hinziehen will.
    Wenn sich im Stadtbild mehrheitlich Beerdigungsinstitute finden und der Netto Discountmarkt den Dorfmittelpunkt bildet, ist das nicht gerade anziehend für junge Leute.

    Das größte Problem ist aber das die Alten wie Schrott ausgemustert werden und ihr Wissen mit in die Rente nehmen. Einarbeitung und unternehmensspezifische Ausbildung gibt es ja nicht mehr, was sich dann fatal auf den Wissenstransfer auswirkt.
    So etwas wie ein Arche des Wissens in den Unternehmen gibt es meist auch nicht.

    Was sich ehemalige Mitarbeiter, bei bestimmten Konstruktionsentscheidungen, vor 20 30 Jahren dachten ist heute teilweise nicht mehr nach zu vollziehen.

    Und dann kommt noch die Gier dazu…. Personal ist ja ein Kostenfaktor und je weniger man davon hat, umso besser für den Gewinn.

  40. @SvD | 14. November 2015 – 19:38

    Ihren Kommentar kann ich aus eigenem Erleben und dem von Familienangehörigen Wort für Wort unterstreichen. Die strukturellen Veränderungen (auf Kunden- und Produzenten-Seite) in der maritimen Industrie begannen ca. 1995 mit diesen wundervollen betriebswirtschaftlichen out-sourcing, extended-workbench und distributed-engineering -Konzepten. Der brain-drain, der damals einsetzte erreichte sehr schnell einen Punkt, an dem er nicht mehr reversibel war. Als man dann merkte, dass im internationalen Wettbewerb eine nationale Monopolstellung nicht unbedingt ausreicht um wirklich wettbewerbsfähig zu sein, war es zu spät, um den share-holder-value-maximization-Unfug zu stoppen.
    Wenn man Anfang der neunziger an einer „Werftbesprechung“ teilnahm, da saßen fast nur Ingeneure/Techniker/Operateure am Tisch, zehn Jahre später mehrheitlich Betriebswirte, Kaufleute und „Mäuseschubser“ mit PowerPoint-Diplom etc. Und auch im Bereich der Hochschulausbildung war dieser Trend zur betriebswirtschaftlichen Optimierung nicht mehr einzufangen.
    Die Spar-Groschen der shareholder waren Ausbildung, Entwicklung, Obsoleszenzmanagement und Qualitätskontrolle und auf der stakeholder-Seite war das kaum anders..
    Und dann schaut man sich als pensionierter Klabautermann diese Teil 2 Doku über U-31 an und sieht alle Bedenken, die man schon vor 20 Jahren formuliert hat, bestätigt.
    Es ist schon faszinierend, dass da ein Kommandant – nur um einen Termin zu halten in Sachen Ausbildungskostenverrechnung – sehenden Auges in einen Orkan der Stärke 12 im Englischen Kanal reinshippert und offenbar gar nicht auf die Idee kommt rechtzeitig rechts ran zu fahren und schlicht und einfach zu melden, dass man voraussichtlich drei Tage später kommt, allerdings intakt und einsatzfähig. Auf einzelne Szenen will ich gar nicht eingehen, ich war aber mehr als einmal absolut sprachlos ob der geäußerten „Ahnungslosigkeit“ in vielerlei fachlichen Fragen.

  41. Der U-Booteinsatz bei Atalanta macht aus meiner Sicht Sinn. Nichts ist wichtiger für die Einsatzfähigkeit als Erfahrung zu sammeln. Bei diesem langen Einsatz kann nicht nur die bootsspezifische Ausbildung profitieren, es können auch wichtige Erfahrungen im Rahmen der Einbindung in einen nationalen und internationalen Verband gewonnen werden. Während des Einsatzes wird Atalanta vor Ort von Deutschland geführt. Fregatte, P3C, Versorger und weitere internationale Schiffe sind mit im Einsatz, ein besseres Umfeld kann es eigentlich nicht geben. Allemal besser, als alleine in 3-Tages Übungen die Kümo Aktivitäten im Kleinen Belt auszukundschaften. Die U-Boote der Marine sind mehr denn je Aufklärer. Vorbei die Zeit, wo nur der Torpedoeinsatz die Dahseinsberechtigung für U-Boote war. Und Aufklärung, Lagebilderstellung, Datenaustausch kann am Horn von Afrika genug betrieben werden. Ein weiterer Aspekt ist die Erprobung des Bootes in dem klimatischen Umfeld. Nur durch reale Seefahrt und längeren Einsatz kann man die technische Einsatztauglichkeit ergründen. Wir haben uns die U-Boote für teures Geld beschafft, das Einsatzspektrum mit den Brennstoffzellenbooten erweitert und in ppt Folien dargestellt – jetzt muss auch einmal nachgewiesen werden, dass dies alles möglich und sinnvoll ist. Die Länge des Einsatzes ermöglicht darüberhinaus noch ein oder zwei Besatzungswechsel, was auch wieder dem Gewinn von Einsatzerfahrung zu Gute kommt. In Anlehnung an unseren deutschen Fußballgott bin ich hier der Meinung : „Geht’s raus und fahrt Einsätze“.

  42. @Klabautermann
    Leider war/ist dieser Kdt nicht der Einzige, welcher so weichgespült handelt.
    Die „Wie versichere ich mich selbst am besten“ Mentalität ist stark ausgeprägt, komischerweise m.E. nur bei den Bootsfahrern, aber doch noch gibt es ab und zu welche mit „Ars..“., – allerdings zu wenige.
    Leider ist die totale Vernetzung kein Segen, immer und überall per vtc o.ä. erreichbar zu sein führt eben auch zur Abkehr von Auftragstaktik und hin zu Nanomanagement by Admiral.
    Ich habe selbst neulich erlebt, wie ein Admiral ernsthaft fragte, warum ein Boot abwettert und wie lange das noch so gehen soll – vorher war Wetterbrief für das Seegebiet.
    Oder es wird mal in HRO entschieden, ob der KDT einer Fregatte einen bestimmten Liegeplatz nutzen kann oder nicht – genau für diese Entscheidung hat er doch seinen Stern an der Brust, oder?
    Ich hab da keine Fragen mehr.

  43. @Klabautermann: Bei Ihrem jüngsten Beitrag darf ich so richtig mitfühlen. Zu Ihrer Zeit / meiner Zeit war ganz bestimmt operationell und materiell nicht alles besser, eher das Gegenteil. Aber die Fehlerkultur und auch das persönliche Rückgrad waren damals vielleicht und Gott sei Dank von völlig anderer Art! Auch das begründet Zufriedenheit sowie ein wenig Stolz, schließlich hat man zig Jahre seines Lebens in die Bw investiert und will wenigstens für sich selbst etwas „Rendite“ haben.

    Zudem kann man Ihren letzten Satz nur voll unterstreichen und/oder auch ebenso entsetzt sein.

    Ferner gehört der ganze „Freundin-, Nachreise ins Hotel-, Handy- und Schmalz-Scheiss“ besser in die „Praline“ oder ins „Herzblatt“, denn m.M.n. paßt das nicht zu einem „gestandenen“ Captain! In einer durchaus vergleichbaren Situation – „Flucht per 1-mot-HC aus Ägypten“ (Sidi Kerir Terminal nach Friedrichsdorf/Bad Homburg, bei bereits gesperrten unteren Luftraum, kurz vor Dessert Storm 1, als letzter Flieger, mit getricksten Flugplan nach Iraklion, Alternate Zypern, tatsächlich Israel), hätten meine Frau und ich (mein Co dito) uns Solches z.B. in in Tel Aviv (Ben Gurion) oder in Venedig-Teressa (Marco Polo) bzw. im Hotel schlichtweg verbeten (und wir hatten da keine weitere „U-Boot-Crew“ dabei! So etwas ist nur noch peinlich für „Fräulein Captain“ und Diesen selbst)!

    Wenn ich mich damals bei dem Auftrag „Abwicklung der Station Sidi-Kerir, Hubschrauber sicher nach Hause bringen“ an Greti & Pleti & Dummschwätzer gehalten hätte und mir nicht absolut freier Hand (organisatorisch & fliegerisch & luftfahrttechnisch) seitens der Unternehmensführung sicher gewesen wäre, wären wir nie gegen den Wind aus ca. 300 Grad (Erddrehung und Temperaturgefälle) angekommen und der HC würde wohl noch heute (vergammelt) in Sidi Kerier stehen (vgl. https://www.yumpu.com/en/document/view/54625419/d-hoon-modi).
    ——————————————-
    P.S.: Weil wir gerade bei U-Booten sind: Wen http://www.u-434.de/ interessiert der sollte einfach mal zu mir Kontakt aufnehmen. Speziell Gruppen haben U434 und dessen Besucherzentrum Einiges zu bieten (http://www.u-434.de/u-434_news-mehrzweckhaus-bilder.php)

  44. @Vtg-Amtmann:
    es wird langsam Zeit, auch Ihnen einmal in freundlicher Art und Weise
    zu erklären, daß Sie doch bei Ihren „Leisten“ bleiben sollten!

    Sie haben wahrscheinlich Ihre Berechtigung im „Drehflügler“ (obwohl manchmal auch richtig nervend).

    Ihre Kompetenz im Marineumfeld bezweifle ich jedoch sehr!
    Das Sie sich zudem auch bei jeder sich bietenden Gelegenheit versuchen in den Vordergrund zu rücken ist für mich mittlerweile unerträglich.
    z.B.
    “ In einer durchaus vergleichbaren Situation – „Flucht per 1-mot-HC aus Ägypten“ (Sidi Kerir Terminal nach Friedrichsdorf/Bad Homburg, bei bereits gesperrten unteren Luftraum, kurz vor Dessert Storm 1, als letzter Flieger, mit getricksten Flugplan nach Iraklion, Alternate Zypern, tatsächlich Israel), hätten meine Frau und ich (mein Co dito) uns Solches z.B. in in Tel Aviv (Ben Gurion) oder in Venedig-Teressa (Marco Polo) bzw. im Hotel schlichtweg verbeten (und wir hatten da keine weitere „U-Boot-Crew“ dabei! So etwas ist nur noch peinlich für „Fräulein Captain“ und Diesen selbst)!

    Wenn ich mich damals bei dem Auftrag „Abwicklung der Station Sidi-Kerir, Hubschrauber sicher nach Hause bringen“ an Greti & Pleti & Dummschwätzer gehalten hätte und mir nicht absolut freier Hand (organisatorisch & fliegerisch & luftfahrttechnisch) seitens der Unternehmensführung sicher gewesen wäre, wären wir nie gegen den Wind aus ca. 300 Grad (Erddrehung und Temperaturgefälle) angekommen und der HC würde wohl noch heute (vergammelt) in Sidi Kerier stehen“ .

    Da haben Sie ja eventuell etwas tolles geleistet !

    Aber hallo, was hat das den mit der U-Boot – Reportage zu tun?

    Im Kern Ihrer Aussage bemängeln Sie die Führungskultur (xxxxx…..-kultur wird hier oft gebraucht….so ein Quatsch) des Kapitäns.

    M.E. hat der Kapitän genau richtig gehandelt!

    – er hat Sein Boot mit der Besatzung sicher in den Hafen gebracht!
    – er hat die Prioritäten von Schnelligkeit zu Sicherheit gewechselt
    – er hat eine Mannschaft des Vertrauens hinter sich (die Ihm vertraut und der er vertraut!)
    – er muß fachlich nicht alles im Detail wissen, dafür hat er Seine Leute!

    und Rückrat, Rückrat hat er auch gezeigt!!

    „Auch das begründet Zufriedenheit sowie ein wenig Stolz, schließlich hat man zig Jahre seines Lebens in die Bw investiert und will wenigstens für sich selbst etwas „Rendite“ haben.“

    Ohne Worte!!

    „Ferner gehört der ganze „Freundin-, Nachreise ins Hotel-, Handy- und Schmalz-Scheiss“ besser in die „Praline“ oder ins „Herzblatt“, denn m.M.n. paßt das nicht zu einem ……“

    P.S. Warum war eigentlich Ihre Frau dabei?

  45. @Observer: Hier liegt wohl im Grundsatz, im beruflichen Selbstverständnis, aber auch in Stil und Form, wohl doch ein Generationsproblem vor?

    Lesen Sie mal bitte den Kommentare von @klabautermann und @Les Grossmann und legen Sie sich dann bitte mit diesen zum „Captain“ als Nächstes an.

    Und richtig verstehen sollte Sie auch bitte, so von wegen Konjunktiv, statt einfach in einem „Target Fix“ los zu poltern!

    Meine Frau hatte ich natürlich nicht dabei und die wäre auch gar nicht auf die Schnappsidee gekommen hinterher zu fahren. Die war in Kroatien auf der Insel und hat sich exakt über vier Meldungen gefreut: Ankunft in Iraklion, Pescara, Friedrichsdorf und Ankunft des Schiffs auf der Insel.

  46. Das der Kommandant etwas weich gespült ist, das sehe ich auch so.

    In Teil 1 der Reportage, vor dem Auslaufen, ist das zu erwartende Wetter bereits bekannt.
    Ob man da rausfahren muss ist wirklich fraglich.
    Kühlhaus- oder Stauraumtüren in der Kombüse sollten trotzdem nicht auseinander fallen.

    @Klabautermann

    Das Personal nur noch ein Kostenfaktor ist, der stört, ist leider überall so.
    In manchen Familienunternehmen, die von ihrem Knowhow leben, mag das noch anders sein.

    Ich hatte 4 Jahre lang Probleme mit meinem Telefon- und Internetanschluss und das konnte nicht gelöst werden.
    Manchmal habe ich das Gefühl, das selbst die Leute die bestimmte Dinge entwickeln und produzieren letzten Endes nicht mehr richtig mit dem umgehen können, was sie da verbrochen haben.
    Da braucht es schon eine Technikerversion von Sherlock Holmes um damit klar zu kommen, soweit das überhaupt möglich ist.
    Ich hatte dann mal einen Techniker gesprochen, der mir sagte das er nicht mal richtige Unterlagen zu den Geräten in der Vermittlungsstelle und den Endgeräten hat und mit der Verwaltungssoftware alle Probleme lösen und erkennen soll.
    Dann fielen noch so Worte wie Scheiße… Saftladen und Kündigen.

    Ich nutze seit bald 2 Jahren Internet übers Kabel-TV – damit zu Faxen ist wie ein 6er im Lotto.
    Die Post war nicht Hip und Modern aber der Kram funktionierte wenigstens!

    Einen großen Flughafen bauen ist zu kompliziert. So eine Elfphilharmonie in Hamburg? Zu kompliziert. Eine U-Bahn bauen ohne ein Stadtarchiv zu versenken? Zu kompliziert.
    Bei einer Fregatte (F125) vorher wissen was die Verkabelung wiegen wird? Viel zu kompliziert.

    Das könnte man endlos so fortsetzen.

    Das scheint aber keinen groß zu stören.

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