Nach Farbattacke auf Bundeswehr-Showroom: Wieder (fast) sauber für die Feier

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Nach der Farbattacke auf den Showroom der Bundeswehr mitten in Berlin am vergangenen Montag sind am (heutigen) Mittwoch die Spuren fast beseitigt – sozusagen rechtzeitig zum offiziellen 60jährigen Bestehen der Streitkräfte der Bundesrepublik Deutschland am Donnerstag. Allerdings bleibt abzuwarten, ob die angekündigten Proteste gegen den Großen Zapfenstreich, der aus Anlass des Geburtstages am heutigen Abend vor dem Reichstag stattfindet, zu erneuten Übergriffen gegen die demonstrative Bundeswehr-Präsenz führen werden…

Dem Showroom selbst hat der Vorfall nicht unbedingt mehr Besucher gebracht (die großflächig zugesprühten Scheiben führten wohl dazu, dass viele Passanten meinten, das Ladenlokal sei geschlossen). Dafür verzeichnete die offizielle Facebook-Seite der Bundeswehr mit dem Eintrag zu der Farbattacke nach Angaben des Verteidigungsministeriums Rekordzugriffe – insgesamt wurde der Eintrag mehr als 1,5 Millionen mal aufgerufen, erhielt mehr als 13.000 Likes und wurde fast 5.000 mal geteilt: weiterlesen

Neues Afghanistan-Mandat: Künftig knapp unter 1.000 Soldaten – aber es bleibt bei Beratung

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Für die Fortsetzung des Bundeswehreinsatzes in Afghanistan will die Bundesregierung eine Erhöhung der bisherigen Obergrenze von 850 auf künftig 980 Soldatinnen und Soldaten vorsehen – und damit knapp unter der psychologisch wichtigen Schwelle von 1.000 deutschen Soldaten am Hindukusch bleiben. Auch künftig soll das Mandat für die Beteiligung an der NATO-geführten Resolute Support Mission aber ausschließlich die Beratung afghanischer Sicherheitskräfte erlauben, erfuhr Augen geradeaus! am (heutigen) Mittwoch aus Regierungskreisen. Ein Kampfauftrag, wie er vor allem von Unionskreisen zur Absicherung von Schutzzonen für abgeschobene Flüchtlinge aus Afghanistan ins Gespräch gebracht wurde, ist damit endgültig vom Tisch.

Die Erhöhung um 140 130 Soldaten (faktisch mehr, weil zum Jahresende der Lufttransportstützpunkt in Termes in Usbekistan geschlossen wird und damit Dienstposten frei werden) begründet die Bundesregierung mit zusätzlichen Anforderungen an die Bundeswehr. weiterlesen