6.000 Soldaten für die Flüchtlingshilfe: Die Zahlen im Kontext

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Für die neue Daueraufgabe der Bundeswehr, die Hilfe für Flüchtlinge im Inland, hat das Verteidigungsministerium bis zu 6.000 Soldaten zugesagt. In der Zahl ist bereits, das wurde bislang oft nicht klar, der Schichtbetrieb zum Beispiel in Aufnahmezentren mit eingerechnet – es werden also nicht, wie manchmal fälschlich angenommen wird, im Drei-Schicht-Betrieb dann auf einmal 18.000 Soldaten daraus. Und die Zahl 6.000 wird gerne der Zahl der Soldaten in den Auslandseinsätzen gegenübergestellt: Das sind derzeit 2.900, also wird – je nach Standpunkt – hervorgehoben oder beklagt, dass die Streitkräfte doppelt so viel Personal in der Flüchtlingshilfe binden wie bei Auslandsmissionen. Auch das Ministerium selbst stellt das in den Vordergrund, wie dessen Sprecher Michael Henjes in der Bundespressekonferenz am (heutigen) Freitag:

 

BPK_Bw_Fluechtlingshilfe_06nov2015     

 

Nun ist diese Rechnung zwar richtig, aber unvollständig. Denn selten wird aufgelistet, wo die Truppe sonst noch Personal außerhalb ihres normalen Grundbetriebs gebunden hat, zum Beispiel durch internationale Verpflichtungen und Zusagen. Deshalb mal der Versuch einer Übersicht: weiterlesen