Luftangriffe in Syrien: Lagemeldungen 13. Oktober (Nachtrag: US-Briefing)

RAQQA/SYRIA 09oct2015 - Russian Su-34 drops KAB-500 C PGM screenshot from MoD Russia video https://youtu.be/pBEkjj9PL5I

Für die Übersicht, und fürs Archiv, die Lagemeldungen zu Luftangriffen in Syrien vom (heutigen) 13. Oktober:

Die russische Meldung (im englischsprachigen Original):

In the course of the last 24 hours, aircraft of the Russian aviation group in the Syrian Arab Republic have increased the intensiveness of engagement of command centres, materiel concentration and storage areas of the ISIS terrorist organization. weiterlesen

Mängel beim G36: Keine Probleme im Gefecht

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Offiziell wird es erst am (morgigen) Mittwoch mehrere Berichte der Kommissionen geben, die sich im Auftrag des Verteidigungsministeriums mit den Problemen des Sturmgewehrs G36, der Standardwaffe der Bundeswehr, beschäftigt haben. Bereits am (heutigen) Dienstag sind allerdings schon Details aus zwei Berichten durchgesickert. Eine mittlerweile wenig überraschende, dennoch interessante Erkenntnis: Die Kommission zur Untersuchung des Einsatzes des G36-Sturmgewehrs in Gefechtssituationen, geleitet von dem ehemaligen Grünen-Abgeordneten Winfried Nachtwei und dem früheren Wehrbeauftragten Hellmut Königshaus, hat nach Aktenstudium und vor allem nach Befragung von Soldaten keine Hinweise darauf gefunden, dass Mängel bei der Treffgenauigkeit des Gewehrs zu Problemen in den Auslandseinsätzen der Bundeswehr geführt haben oder gar Soldaten gefährdet hätten. weiterlesen

Untersuchung bestätigt: MH 17 von Rakete abgeschossen, Luftraum (fahrlässig?) nicht gesperrt

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Mehr als ein Jahr nach dem Abschuss einer Zivilmaschine über dem umkämpften Osten der Ukraine, bei dem 298 Menschen starben, haben niederländische Experten jetzt offiziell bestätigt, dass das Flugzeug von einer Flugabwehrrakete getroffen wurde. Der niederländische Onderzoeksrat, ein Verkehrssicherheitsgremium, legte am (heutigen) Dienstag seinen Abschlussbericht zum tödlichen Ende des Malaysia Airlines-Flugs MH17 von Amsterdam nach Kuala Lumpur vor. Die Experten vermeiden darin jede Schuldzuweisung oder Aussagen über die Verantwortung für den Abschuss der Maschine. Allerdings verweisen sie darauf, dass die Ukraine den Luftraum über dem Kampfgebiet nicht gesperrt habe, obwohl bereits in den Tagen vor dem MH17-Abschuss die Treffer an ukrainischen Militärmaschinen belegt hätten, dass in dieser Gegend Flugabwehrsysteme installiert waren.

Mit der Aussage, dass der Gefechtskopf einer Rakete die Ursache des Absturzes war, wiedersprachen die Niederländer endgültig den zeitweise – vor allem von Russland – geäußerten Angaben, ein Kampfflugzeug, möglicherweise eine Su-25 der Ukraine, habe die Boeing 777-200 abgeschossen. Aus dem in englischer Fassung veröffentlichten Bericht:

The in-flight disintegration of the aeroplane near the Ukrainian/Russian border was the result of the detonation of a warhead. weiterlesen

Niederlande legen Abschlussbericht zu abgeschossenem Flug MH 17 vor

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Das niederländische Sicherheitsgremium, das den Absturz des Malaysia Airlines Flug MH 17 über der Ukraine am 17. Juli 2014 untersucht hat, hat am (heutigen) Dienstag seinen Abschlussbericht vorgelegt.

Ich vertiefe mich jetzt mal in den Bericht, weise aber schon mal auf die Fundstelle der (englischsprachigen) Veröffentlichung hin:

Dutch Safety Board: Buk surface-to-air missile system caused MH17 crash

Die wichtigste Aussage steht schon in der Überschrift: Es war, sagen die niederländischen Ermittler, eine Buk-Flugabwehrrakete. Was in dem Bericht, nach allem was angekündigt und bislang bekannt wurde, nicht drinsteht: Wer die Verantwortung für den Abschuss trägt.

(Foto mit freundlicher Genehmigung von Jeroen Akkermans)

Wieder Ärger mit dem Eurofighter: Falsche Bohrungen, überspannte Elektronik

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Die Luftwaffe hat erneut Ärger mit dem Eurofighter, ihrem modernsten Kampfflugzeug. Wie bereits vor einem Jahr wurden fehlerhafte Bohrungen an Verbindungsstellen am Rumpf entdeckt, und wie vor einem Jahr setzte die Bundeswehr die Abnahme neuer Serienflugzeuge vorerst aus. Darüber hinaus wurde ein weiterer Fehler in der Bordelektronik entdeckt, der zwar durch den Einbau neuer Teile behoben werden kann, aber die Nachrüstung aller bisher ausgelieferter Eurofighter erfordert.

Über die entdeckten fehlerhaften Bohrungen, einen Fertigungsmangel, hatte das Verteidigungsministerium das Parlament am (gestrigen) Montag informiert. In dem Schreiben, das Augen geradeaus! vorliegt, heißt es unter anderem:

Die Industrie hat die Eurofighter Partnernationen unterrichtet, dass neuerlich ein Fertigungsmangel bei der Produktion des Eurofighter festgestellt wurde. Dieser Mangel besteht im Bereich der Verbindung zwischen dem Seitenleitwerk und dem Rumpf des Luftfahrzeuges. Es wurden Bohrungen nicht spezifikationskonform gesenkt und entgratet. weiterlesen

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