Zwischenruf: Vergesst Afghanistan.

Um den schmählichen Auftritt der Bundesregierung beim Thema Afghanistan am (heutigen) Montag zu würdigen, muss man sich mal kurz die Fakten des Bundeswehreinsatzes am Hindukusch vor Augen führen. Mit 862 Soldaten (Stand 21. September) ist es nach wie vor der größte Auslandseinsatz der deutschen Streitkräfte. 725 deutsche Soldatinnen und Soldaten sind in Mazar-e Sharif im Norden stationiert, um die afghanischen Streitkräfte zu unterstützen und zu beraten. Drei Heron-Drohnen können – noch ist ja nicht Winter – die interessanten Gebiete rund[…]

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Taliban vor der Eroberung von Kundus (Update: Bundesregierung ohne Erkenntnisse)

Taliban and Maneuver of Power! #Kunduz pic.twitter.com/3lDUGR21GU — Muslim Shirzad (@MuslimShirzad) September 28, 2015 Die Taliban scheinen (erneut) direkt vor und teilweise in der nordafghanischen Stadt Kundus zu stehen – und diesmal erfolgreicher als noch vor einigen Monaten. Berichte aus Kundus deuten darauf hin, dass die Aufständischen bereits Stadtteile und wichtige Einrichtungen wie das Krankenhaus erobert und die afghanischen Sicherheitskräfte verjagt haben: The Taliban militants have launched coordinated attacks in the central city of northern Kunduz along with Chardara and[…]

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Russland bleibt bei Unterstützung für „legitime Regierung“ in Syrien

Vor seiner für (den morgigen) Montag erwarteten Rede zur Situation in Syrien und zum Kampf gegen ISIS hat Russlands Präsident Wladimir Putin in einem Interview noch einmal klar gemacht, was für ihn Eckpunkte der Politik sind: Russland wird die Regierung des syrischen Präsidenten Bashar el-Assad als die legitime Regierung Syriens weiter unterstützen – und wirbt zugleich für eine Plattform gegen die (ISIS)-Terroristen, in der es eine wichtige Rolle spielen will. Aus der teilweisen Abschrift des Interviews mit dem US-Sender CBS[…]

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Merkzettel: Was war vergangene Woche?

Nach einer Woche Blogpause ist wohl ein Merkzettel nötig, um auch später mal wiederzufinden, was so passiert ist: • Bereits am 16. September hatte die Luftwaffe ein Video der deutschen Eurofighter beim Air Policing im Baltikum veröffentlicht – und einigen Lesern hier war schon damals aufgefallen, dass die Maschinen erstmals mit AMRAAM-Mittelstreckenflugkörpern bestückt waren. Beim Einsatz in Estland im Vorjahr hatte die Bundeswehr noch darauf verzichtet.  Diese ‚Wartime Load‘ hat Luftwaffeninspekteur Karl Müllner dann ein paar Tage später bestätigt:

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Zurück im Funkkreis

Nach einer Woche off (und offline) melde ich mich im Funkkreis zurück… Es ist ja ein bisschen was passiert in der vergangenen Woche, aber – zum Glück – nichts so richtig Schwerwiegendes. Ein Eintrag mit ein paar Merkposten folgt. Die aufgelaufenen Kommentare habe ich mal quergelesen, und ich finde es ein bisschen schade, dass es zu einigen recht unschönen Wortwechseln gekommen ist. Mein Dank gilt dem OvWa, und auch wenn es einige vielleicht nicht gerne lesen: Er hat für die[…]

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Notizzettel: Reserve für die Flüchtlingshilfe

Roderich Kiesewetter hat in seiner Rolle als Präsident des Reservistenverbandes am 20. September die Mitglieder zur Unterstützung bei der Flüchtlingshilfe aufgerufen. Der Text im Wortlaut findet sich hier. Zur Rechtsstellung der Reservistenheißt es wörtlich: Der Generalinspekteur der Bundeswehr ist bereit, großzügig Reservistendienstleistungstage in dieser für uns alle einzigartigen Situation bereit zu stellen. Im Status Soldat erfolgt die Unterstützungsleistung dann im Rahmen einer Amtshilfe der Streitkräfte nach Artikel 35 (1) Grundgesetz. Interessant dürfte sein, wo und wie viele Helferinnen und Helfer[…]

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Vormerken für Mittwoch: Operation Pegasus – Einsatz oder bewaffnete Dienstreise?

Mit zwölf schwer bewaffneten Fallschirmjägern und acht Militärpolizisten an Bord flogen am 26. Februar 2011 zwei Transall-Maschinen der Luftwaffe in die libysche Wüste. Am Rande des beginnenden Bürgerkriegs in dem nordafrikanischen Land holten die deutschen Soldaten 132 Europäer von einem Ölfeld nahe der libyschen Stadt Nafura ab. Probleme gab es nicht, es fiel kein einziger Schuss. Die Mission, Operation Pegasus, war kein bewaffneter Einsatz der Bundeswehr. So sah es jedenfalls die damalige schwarz-gelbe Bundesregierung. Zwar hatten die Soldaten ein beachtliches[…]

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Unterbrechung.

Ich weiß, es passt nie, schon gar nicht in der derzeitigen Lage – aber aus privaten Gründen (nix Schlimmes) bin ich eine knappe Woche weg und mache so lange hier den Laden zu. Wie üblich, muss ich auch die Kommentare alle auf moderiert schalten, allein schon aus rechtlichen Gründen. Aber der OvWa wird in bewährter Weise Stubendurchgang machen (wenn auch aufgrund zeitlicher Verpflichtungen etwas seltener als sonst) und sich um die Freischaltung von Kommentaren kümmern. Übrigens habe ich den OvWa[…]

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Das G36 bleibt noch mindestens zehn Jahre (mit Nachtrag Ministerium)

Das Sturmgewehr G36 wird trotz der vom Verteidigungsministerium erklärten Mängel noch für mindestens zehn weitere Jahre in der Bundeswehr genutzt werden. Die beschlossene Ablösung der Waffe durch ein neues Sturmgewehr ab 2019 werde optimistisch geschätzt sechs bis sieben Jahre dauern, heißt es nach einer Meldung des Spiegels in einer Vorlage für Rüstungsstaatssekretärin Katrin Suder. Dafür würden in der Finanzplanung 630 Millionen Euro veranschlagt, allerdings kämen noch weitere Kosten für Zubehör und Simulatoren hinzu. Unter Umständen auch für Munition – das[…]

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