Europäische Rüstung: „Scherbenhaufen der nationalen Rüstungspolitik“

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Das Bundeskabinett hat in der vergangenen Woche ein Zehn-Punkte-Programm zur Stärkung der nationalen Verteidigungsindustrie beschlossen. Und noch in diesem Monat wird Konkretes zur Fusion der beiden großen Panzerhersteller Krauss-Maffei Wegmann (Deutschand) und Nexter (Frankreich) erwartet. Da kommt eine neue Analyse aus der Berliner Stiftung Wissenschaft und Politik doch passend:

Europa“ ist das zentrale Thema der neuen deutschen Rüstungsstrategie. In meiner jüngsten SWP-Studie zeige ich, dass die vielbeschworene Vision der EU-Staaten von einem europäischen Rüstungssektor droht zur Illusion zu werden. Deutschland steht gemeinsam mit seinen 27 EU-Partnern vor dem Scherbenhaufen ihrer nationalen Rüstungspolitiken.
Will Deutschland den Zugang zur bislang noch leistungsfähigen europäischen Verteidigungsindustrie nicht verlieren, muss es sich zunächst einen schonungslosen Überblick über den Stand und die Zukunftsaussichten dieses Sektor verschaffen. Nur auf dieser Basis kann eine durchhaltbare europäische Rüstungsstrategie entwickelt werden.

schreibt Autor Christian Mölling. Und hier ist das Papier zum Nachlesen:

Der europäische Rüstungssektor – Zwischen nationaler Politik und industrieller Globalisierung

(Archivbild: Französischer Leclerc-Kampfpanzer – Daniel Steger via Wikimedia Commons unter CC-BY-SA-Lizenz)

Der deutsche A400M fliegt wieder

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Erstmals seit dem tödlichen Absturz eines Airbus A400M am 9. Mai bei Sevilla ist die – bislang einzige – Maschine dieses Typs bei der Bundeswehr wieder gestartet. Der deutsche A400M startete am (heutigen) Dienstag vom Fliegerhorst Wunstorf bei Hannover zu einem knapp vierstündigen Testflug, wie die Luftwaffe mitteilte.

Nach dem Absturz hatte die Luftwaffe wie die Streitkräfte anderer Nationen zunächst ein Startverbot verhängt, um die Klärung der Unfallursache abzuwarten. Mitte Juni hatte Luftwaffeninspekteur Karl Müllner den Flugbetrieb grundsätzlich wieder freigegeben, allerdings noch weitere Inspektionen an der Maschine angeordnet.

Nachtrag: Nach rund drei Stunden Flug ohne besondere Vorfälle kehrte die Maschine am frühen Nachmittag nach Wunstorf zurück.

(Archivbild: Testflug des Airbus A400M im Rahmen der Abnahme in Sevilla/Spanien am 10.12.2014 – Bundeswehr/Bender)

Helm wieder auf! (und andere vermischte Meldungen)

Gute Nachrichten für alle Nutzer von Gefechtshelmen in der Bundeswehr (also alle): Die Sperrung des Gefechtshelms eines bestimmten Herstellers ist wieder aufgehoben. Im Mai hatte ja das Bundesamt für Ausrütung, IT und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) verfügt, dass wegen festgesteller Problemen mit Halteschrauben alle Helme der spanischen Firma Induyco überprüft werden müssten (für den Ausbildungsbetrieb wurde das dann gelockert). Jetzt ist klar: Ist doch alles nicht so schlimm mit den Schrauben.

Nach Durchführung von umfangreichen Untersuchungen im Bereich Beschussamt MELLRICHSTADT konnte nachgewiesen werden, dass kein weiterer akuter Handlungsbedarf besteht und die Nutzungseinschränkung somit aufgehoben werden kann. (…) weiterlesen