Wie angekündigt: Schnellboot ‚Hyäne‘ geht zu UNIFIL

Schnellboot S 80 HY€NE in Fahrt in der Ostsee

Die Verschiebungen bei der Marine durch den Einsatz im Mittelmeer haben es, wie angekündigt, nötig gemacht: Am UNIFIL-Einsatz vor der libanesischen Küste wird sich die Deutsche Marine demnächst mit dem Schnellboot Hyäne beteiligen. Aus der Mitteilung vom (heutigen) Mittwoch:

Das Schnellboot „Hyäne“ wird am Montag, den 13. Juli 2015 um 10 Uhr, zum UNIFIL-Einsatz auslaufen. Vor der Küste des Libanon wird es die Korvette „Erfurt“ ablösen.
„Das Schnellboot ‚Hyäne‘ und seine Besatzung fungierten als Standby-Einheit für den UNIFIL-Einsatz“, so der Kommandant der „Hyäne“, Kapitänleutnant Martin Pauker (32). „Trotz einer kurzen Vorlaufzeit sind wir gut vorbereitet, um den Auftrag zu erfüllen. Die Besatzung ist hoch motiviert und wird ihren Teil zur Stabilisierung der Lage vor Ort beitragen“, sagt Kapitänleutnant Pauker.

Die Erfurt wird dann in die EU-Antipirateriemission Atalanta am Horn von Afrika weiterfahren. weiterlesen

Augen geradeaus! @work

Journalist Thomas Wiegold bei der Nato Uebung Noble Jump 2015 auf dem Truppenuebungsplatz Zagan bei Swietoszow, 15.06.2015. Copyright: Michael Gottschalk/photothek.net [Tel. +493028097440 - www.photothek.net - Jegliche Verwendung nur gegen Honorar und Beleg. Urheber-/Agenturvermerk wird nach Paragraph13 UrhG ausdruecklich verlangt! Es gelten ausschliesslich unsere AGB.]

Auch wenn, wie die aktuellen Zahlen der Kommentare und der Zugriffe mir zeigen, viele Leserinnen und Leser schon im Urlaub sind… Augen geradeaus! ist weiter aktiv, ob bei Noble Jump in Polen (Foto oben), im Mittelmeer oder am Schreibtisch. Und deshalb trotz Urlaubszeit mal was in eigener Sache:

Ich freue mich über viele positive, ermunternde E-Mails, die mich direkt erreichen. Allerdings gibt es zwei verbreitete Irrtümer, was dieses Blog angeht. Zum einen, dass dahinter eine Redaktion stünde – das zeigen mir die Mails, in denen ich Zuspruch oder Hinweise für euer Team bekomme. Nein, leider: Augen geradeaus! ist nach wie vor eine Ein-Mann-Veranstaltung, mit einem Chefredakteur/Redakteur/Fotograf/Reporter/Social-Media-Manager in einer Person. (Und das wird sich aus verschiedenen Gründen so schnell nicht ändern lassen, auch die guten Vorschläge, daraus einen Verein zu machen, sind aus meiner Sicht so nicht praktikabel.)

Und zum anderen das – etwas problematische – Lob, beispielhaft aus einer Mail: weiterlesen

Bundesregierung fördert Rüstungsindustrie: Mehr ’nationale Schlüsseltechnologien‘

BERGEN 03jun2015 - †bung FALCON VIKING auf dem TruppenŸbungsplatz Bergen/Niedersachsen fŸr die Interim Very High Readiness Joint Task Force (VJTF) im Rahmen der NATO Response Force. Der deutsche Gefechtsverband NRF, im Kern PzGrenBtl 371. - Panzerhaubitze 2000 in einem WaldstŸck

Die Bundesregierung will die deutsche Rüstungsindustrie stärken und für eine europäische Konsolidierung dieses Industriezweigs sorgen, aber zugleich auch mehr so genannte nationale Schlüsseltechnologien als bisher gezielt fördern. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) und Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) legten dafür dem Bundeskabinett am (heutigen) Mittwoch ein Zehn-Punkte-Programm zur Stärkung der nationalen Verteidigungsindustrie vor. Darin spielt mehr Kooperation mit europäischen Partnern eine wichtige Rolle. Im Unterschied zu Vorschlägen der Verteidigungsministerin im vergangenen Jahr sollen allerdings künftig auch Panzer und U-Boote als deutsche Schlüsseltechnologien angesehen werden, die auf Exportunterstützung und bevorzugte Auftragsvergabe rechnen können. Ein wesentliches Vorhaben für eine europäische Zusammenarbeit, die geplante Fusion des deutschen Panzerbauers Krauss-Maffei Wegmann mit seinem französischen Konkurrenten Nexter, stieß allerdings am gleichen Tag auf vehemente Kritik aus der SPD. weiterlesen

Nationale Schlüsseltechnologien in der Rüstung: Jetzt auch Panzer und U-Boote

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Das Bundeskabinett verabschiedet am (heutigen) Mittwoch ein Strategiepapier der Bundesregierung zur Stärkung der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie in Deutschland. Während wir noch auf die Abschlussmeldung aus dem Kabinett (und die Veröffentlichung dieses Papiers) warten, schon mal ein interessantes Detail daraus: Der Streit zwischen dem Verteidigungs- und dem Bundeswirtschaftsministerium über die Frage, was als nationale Schlüsseltechnologie in der Rüstung betrachtet (und deshalb auch gezielt gefördert oder unterstützt) werden soll, ist beigelegt: Panzer und U-Boote sollen künftig auch dazu gehören.

Zur Erinnerung: Im Oktober vergangenen Jahres hatte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen einen Diskussionsentwurf dazu vorgelegt (siehe Grafik oben; ein bisschen größer hier). Darin waren die Bereiche Führung und Aufklärung sowie Schutztechnologien als nationale Schlüsseltechnologien vorgeschlagen worden, die Bereiche Wirkung mit Panzern und U-Booten eben nicht.

Jetzt sieht das neue Strategiepapier vor: weiterlesen

U.S. Army soll um 40.000 Soldaten schrumpfen

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Die U.S. Army soll in den nächsten zwei Jahren um rund 40.000 Soldaten und voraussichtlich 17.000 zivile Mitarbeiter schrumpfen. Die Reduzierung aus Kostengründen bestätigte inzwischen ein nicht genannter Regierungsbeamter dem Sender CBS News; zuerst hatte am (gestrigen) Dienstagabend die Zeitung USA Today darüber berichtet:

The Army plans to cut 40,000 soldiers from its ranks over the next two years, a reduction that will affect virtually all of its domestic and foreign posts, the service asserts in a document obtained by USA TODAY. (…) weiterlesen