Ausbildung für den Kampf gegen ISIS im Nordirak: Nicht nur in Erbil

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Die Bundeswehr hat die Ausbildung von kurdischen – und inzwischen auch jesidischen – Kämpfern im Nordirak vorübergehend regional ausgeweitet. In den nächsten zwei bis drei Wochen soll ein mobiles Trainingsteam Soldaten des Kaka’i-Bataillons der kurdischen Peshmerga in Melina bei Chamchamal (Dschadschamal) zwischen Kirkuk und Suleymanya für den Kampf gegen die Islamistischen ISIS-Milizen ausbilden, teilte das Verteidigungsministerium den Abgeordneten des Verteidigungsausschusses mit.

Der Einsatz der deutschen Ausbilder und Sanitäter zusammen mit norwegischen, britischen und niederländischen Soldaten soll unter anderem die Ausbildung für Operationen in offenem Gelände und die Instandsetzung von Waffensystemen umfassen. Der Hauptteil der deutschen Ausbildungsunterstützung konzentriert sich aber weiterhin auf Erbil und Umgebung.

(Als Referenz der Text des Mandats für diesen Einsatz hier)

(Karte: OpenStreetMap)

DroneWatch: Zwei neue deutsche Studien zu autonomen (Waffen)Systemen

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Zum Lesen (und vor allem zum Wiederfinden): Zwei in diesen Tagen veröffentlichte Studien zum Einsatz von autonomen Systemen, ob man sie nun Drohnen oder Roboter nennen will, bei Streitkräften:

Robin Geiss, Die völkerrechtliche Dimension autonomer Waffensysteme, veröffentlicht von der Friedrich-Ebert-Stiftung

Marcel Dickow, Robotik – ein Game-Changer für Militär und Sicherheitspolitik?, veröffentlicht von der Stiftung Wissenschaft und Politik

Und eine aktuelle, nicht-militärische Meldung aus diesem Umfeld: Roboter tötet Arbeiter

(Werbehinweis: Das Thema Autonomie spielt auch eine wichtige Rolle in dem Drohnen-Buch vom Zeit Online-Kollegen Kai Biermann und mir.)

(Archivbild 2012: Guardium, eine bislang nur mit Kameras und nicht mit Waffen ausgerüstete Boden-Drohne der Israeli Defence Forces auf Patrouille an der Grenze Israels zum Gazastreifen – Cpl. Zev Marmorstein, IDF Spokesperson’s Unit)

 

Hier parkt der SeaLynx vor dem Hotel

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Wer genau hinguckt (zwischen rotem Zelt und Leuchtturm), sieht einen SeaLynx-Hubschrauber der Bundeswehr, der (am heutigen Donnerstag) vor einem Hotel in Cuxhaven parkt. Na ja, parkt: Durch einen Defekt an einer Hydraulikpumpe gab es Flüssigkeitsnebel im Copckpit, der zur sofortigen Einleitung eines Notverfahrens und eben zur Landung auf einem Parkplatz führte, sagt die Marine. Die Besatzung wurde zwischenzeitlich ärztlich untersucht und ist wohlauf.

Die Maschine – und vermutlich dann auch der Abtranstransport – lässt sich derzeit  via Webcam beobachten.

Nachtrag: Jetzt ist er wieder weg, wie auch die Webcam zeigt – die Maschine ist am Nachmittag gegen 15 Uhr wieder sicher bei ihrem Geschwader in Nordholz gelandet.

(Screenshot von der Webcam, mit freundlicher Genehmigung des Betreibers)

 

Laser gegen Drohnen

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Militärisch ist das System noch im Versuchsstadium, aber die Versuche sind ja auch für den zivilen (Polizei)Bereich interessant: MBDA Deutschland, eine Firma, die für Lenkflugkörper bekannt ist (und auch wesentlich am geplanten neuen Flugabwehrsystem der Bundeswehr beteiligt), hat die Bekämpfung von (Klein)Drohnen mit einem Laser vorgeführt. Innerhalb weniger Sekunden, betont das Unternehmen, wurde bei einem Versuch im Mai eine frei fliegende Mini-Drohne zerstört.

Das Video  (veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung von MBDA Deutschland):


(Direktlink: https://youtu.be/5GTWER1NI5g)

Die Mitteilung des Unternehmens dazu: weiterlesen

Neue US-Militärstrategie: Von Russland bis zu ’nicht-staatlichen Akteuren‘

Secretary of Defense Ash Carter and 18th Chairman of the Joint Chiefs of Staff Gen. Martin E. Dempsey brief the press in the Press Briefing Room at the Pentagon, July 1, 2015.  (DoD photo by Mass Communication Specialist 1st Class Daniel Hinton/released)

Die USA stellen sich militärisch weiterhin auf weltweite Bedrohungen ein – und sehen die Notwendigkeit, als globale Militärmacht künftig schneller reagieren zu können. US-Stabschef Martin Dempsey stellte am (gestrigen) Mittwoch in Washington die neue Militärstrategie der USA vor, ein paar Kernpunkte nach dem Bericht des Pentagon:

The strategy recognizes that the application of military power versus traditional state threats is far different than military power against non-state actors. It also posits that the most likely scenario is prolonged campaigns rather than short, intense battles.
The strategy also states that as a “hedge against unpredictability with reduced resources we may have to adjust our global posture.”According to the strategy document, the U.S. military also must be ready to counter “revisionist states” such as Russia that are challenging international norms as well as violent extremist organizations such as the Islamic State of Iraq and the Levant.

Natürlich werden auch Iran und Nordkorea wegen einer potenziellen nuklearen Bedrohung erwähnt. China, interessanterweise, wird ein wenig anders eingeordnet, und offensichtlich für bedeutsamer als Russland gehalten: weiterlesen