Kampf gegen ISIS: Die Erklärung von Paris

In Paris kamen am (heutigen) Dienstag Vertreter der Koalition gegen die islamistischen ISIS-Milizen auf Ministerebene zusammen (für Deutschland war Außenminister Frank Walter-Steinmeier angereist). Fürs Protokoll die Erklärung nach diesem Treffen (mit Dank an den Bloggerkollegen von Bruxelles2). Da’esh ist eines der Akronyme, die für den selbsternannten islamischen Staat stehen, und wird von Frankreich überwiegend benutzt (im US-Sprachgebrauch eher ISIL):

Ministerial Meeting of the Small Group of the Global Coalition to counter Da’esh
(Paris, June 2, 2015)

Declaration of the Co-Chairs

1. The Small Group of the Global Coalition to counter Da’esh met today in Paris at the invitation of French Minister of Foreign Affairs and International Development Laurent Fabius, for in-depth discussions on the situation in Iraq and Syria, Coalition operations, the stabilization of liberated areas, the safe and enduring return of refugees and displaced persons, notably victims of ethnic and religious violence, and the protection of cultural heritage.

2. The meeting was co-chaired by French Minister of Foreign affairs and international development Laurent Fabius, Iraqi Prime Minister Haïdar al-Abadi and U.S. Secretary of State John Kerry-remotely from the U.S. and represented in Paris by Deputy Secretary of State Antony Blinken. 24 delegations took part in the meeting (Australia, Bahrain, Belgium, Canada, Denmark, Egypt, EU, France, Germany, Iraq, Italy, Jordan, Kuwait, New Zealand, the Netherlands, Norway, Qatar, Saudi Arabia, Spain, Turkey, the UAE, the UK, the UN (as observer), the US).

3. Daesh offensives in Ramadi, Iraq, and Palmyra, Syria, highlight the urgency to renew and expand our collective endeavor to defeat Dae’sh. weiterlesen

Mangelverwaltung bei der Bundeswehr: neue Begriffe, gleicher Mangel

Mit den Berichten über fehlendes oder defektes Material bei der Bundeswehr hatte auch die Öffentlichkeit in den vergangenen Monaten einen neuen Begriff kennengelernt: Dynamisches Verfügbarkeitsmanagement. Dahinter verbarg sich schlicht, dass der Truppe in bestimmten Bereichen Gerät und Ausrüstung fehlte, eine so genannte Vollausstattung deshalb gar nicht mehr vorgesehen sein sollte und die Einheiten im Normalfall 70 Prozent des nötigen Materials haben, aber bei Bedarf wie Einsatz oder Ausbildung den Rest dazu bekommen.

Nun nahmen Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen, das Ministerium und die Truppe zwar Abschied von einer Einführung des Dynamischen Verfügbarkeitsmanagements. Aber mit dieser Absichtserklärung kommt natürlich nicht über Nacht das Material zur Truppe. Genau genommen noch für einige Zeit nicht.

Deshalb müssen die Streitkräfte jetzt darüber nachdenken – wie sie den weiterhin bestehenden Mangel neu organisieren. Die Streitkräftebasis (SKB) hat dafür in der vergangenen Woche einen Anlauf gemacht und die Weisung Nr. 1 zur Identifikation querschnittlicher Mangelausstattung herausgegeben. Die Highlights: weiterlesen