Seenotrettung im Mittelmeer: Deutsche Fregatte nimmt an einem Tag 880 Menschen auf

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An einem Tag haben Kriegsschiffe der EU-Länder mehr als 1.000 Migranten von nicht seetüchtigen Booten vor der Küste Libyens im Mittelmeer gerettet. Allein die deutsche Fregatte Hessen nahm am (heutigen) Freitag 880 Menschen auf, wie die Bundeswehr mitteilte. An Bord des irischen Schiffes Eithne wurden 300 Flüchtlinge genommen; vermutlich bewegen sich die Aufnahmezahlen weiterer Schiffe in ähnlichen Größenordnungen.

Nachtrag 30. Mai: Insgesamt wurden am Freitag mehr als 4.200 Migranten aus Seenot gerettet, wie die italienische Küstenwache mitteilte (hier in der Fassung vom britischen Telegraph):

More than 4,200 migrants and refugees have been rescued in the past 24 hours in the Mediterranean during 22 separate operations carried out by naval vessels and merchant ships.
The operations were coordinated by the Italian Coast Guard from its national rescue centre in Rome and involved 4,243 people being rescued from nine boats and 13 large rubber dinghies.
Seventeen dead bodies were found on one of the dinghies – migrants who had reportedly died of exhaustion, thirst, exposure, or a mixture of all three.

 

Ein Video von der Hessen:


(Direktlink: https://youtu.be/JNqd6FXCGik)

Die Meldung der Bundeswehr in der letzten Fassung vom Freitag: weiterlesen

Der Drehflügler, Juni 2015

Ja, ich weiß, noch ist nicht Juni, aber in diesen letzten Maitagen eröffne ich mal einen neuen Drehflügler-Thread – zumal das Interesse an der Rotorblatt-Off-Topic-Debattenmöglichkeit unverändert groß ist…

In anderen Threads wurde auch schon angerissen, was ich zusätzlich als Aufhänger für diesen nehme und was die Hubschrauber-Experten bestimmt interessiert: Das Deutsche Heer plant, einen zivilen Hubschrauber in Dienst zu nehmen:

Für den SAR-Dienst beabsichtigt das Heer nach 2016 als Nachfolgemodell eine zivile Version des bewährten Hubschraubers EC-135 einzusetzen. weiterlesen

Entführter Deutscher in Nordafghanistan frei – geflüchtet oder befreit? (Neufassung)

Nach fast sechs Wochen in Geiselhaft bei Kundus in Nordafghanistan ist am (heutigen) Freitagmorgen ein Deutscher freigekommen, der für die Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) tätig ist. Das bestätigten das Auswärtige Amt und die Polizeibehörden in Afghanistan. Unklar bleibt allerdings, ob der Mann flüchten konnte oder von afghanischen Sicherheitskräften befreit wurde, ebenso offen ist eine mögliche Beteiligung des Kommandos Spezialkräfte (KSK) der Bundeswehr.

Der GIZ-Mitarbeiter war am 18. April alleine in der Nähe von Kundus unterwegs, als er entführt wurde. Nach eigener Schilderung konnte er seinen Entführern entkommen, teilte der Staatssekretär im Auswärtigen Amt, Markus Ederer, in einem Schreiben an die Obleute in den Bundestagsausschüssen für Auswärtiges und Verteidigung mit. Bundeswehrsoldaten hätten den Mann in Kundus abgeholt und zum deutschen Feldlager Camp Marmal bei Masar-i-Scharif gebracht, wo er ärztlich untersucht wurde.

Dagegen meldeten sowohl die afghanische Nachrichtenagentur Pajhwok als auch die Nachrichtenagentur Associated Press, der Entführte sei von der Polizei befreit worden: weiterlesen

Fregatte ‚Hessen‘ nimmt an einem Tag 590 Migranten im Mittelmeer an Bord (Update)

Pictured: 369 migrants crammed into a heavily overcrowded wooden hulled boat which was located in the waters just north of Libya.  They were led to safety from their stricken boat to Landing craft from HMS Bulwark, which can be seen here in the background. The Fleet Flagship has once again played a leading role today [28 May] in an international rescue of hundreds of migrants from their stricken craft in the Central Mediterranean. This afternoon HMS BULWARK recovered 369 migrants crammed into the heavily overcrowded wooden hulled boat which was located in the waters just north of Libya. The ship dispatched 5 of its landing craft to rescue the migrants from their unstable Ôdouble-deckerÕ craft, 50 of whom were small children. All 8 of BULWARKÕs specialist landing craft have been converted into rescue boats, loaded with lifejackets, medical facilities and emergency supplies for this search and rescue mission Ð codenamed ÔOperation WEALDÕ.  A total of 5 ÔSafety of Life at SeaÕ or SOLAS incidents have been conducted concurrently today by UK, Italian, German and Irish naval units operating together in the area.

Kriegsschiffe mehrerer EU-Länder, darunter die deutsche Fregatte Hessen, haben am (heutigen) Freitag erneut hunderte von Migranten von nicht seetauglichen Booten im Mittelmeer vor der libyschen Küste gerettet.

Allein die Hessen nahm bis zum Freitagnachmittag 376 Personen an Bord, wie das Verteidigungsministerium in Berlin mitteilte.

Update: Die Fregatte Hessen hat am heutigen Tag 590 Schiffbrüchige an Bord genommen, davon 78 Frauen und 15 Kinder, teilte die Bundeswehr am Freitagabend mit.

Bereits am (gestrigen) Donnerstag hatten die deutsche Fregatte, das britische Flaggschiff HMS Bulwark und Schiffe aus Irland und Italien hunderte der Flüchtlinge gerettet.

Die Hessen hatte am Nachmittag Kurs auf ihren fünften Seenotfall genommen, nachdem die Besatzung im Laufe des Tages schon vier Schlauchboote mit Migranten entdeckt hatte. Von einem Boot wurden 100 Personen, von einem weiteren 69 Menschen an Bord der Fregatte genommen. Auch die Schiffe anderer Nationen waren im Dauereinsatz: Allein die irische Eithne nahm am Freitag 300 Menschen an Bord.

Am Vortag hatte die deutsche Fregatte 166 Menschen aufgenommen, die dann mit Landungsbooten auf das britische Flaggschiff HMS Bulwark gebracht wurden: weiterlesen

Bei Kundus entführter Deutscher freigelassen (Update: AA-Bestätigung)

Ein vor einem Monat bei Kundus in Nordafghanistan entführter Deutscher ist wieder frei. Das berichten afghanische Journalisten (siehe Tweet oben) am (heutigen) Freitag. Der Mitarbeiter der Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) war nach bisherigen Informationen von Aufständischen im Distrikt Char Darrah entführt worden und wurde von seinen Entführern freigelassen. Eine gewaltsame Befreiung scheint es nicht gegeben zu haben. Das Auswärtige Amt bestätigte mehrere Stunden nach der Veröffentlichung des obigen Bildes und meiner Anfrage die Freilassung. weiterlesen