Kein Untersuchungsausschuss zum G36: Linkspartei dagegen

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Zu der Affäre um das Sturmgewehr G36 der Bundeswehr und dessen Präzisionsproblemen wird es keinen Untersuchungsausschuss geben. Die Linksfraktion im Bundestag lehnte einen solchen Ausschuss am (heutigen) Dienstag mit mehr als 90 Prozent ihrer Abgeordneten ab, wie der verteidigungspolitische Sprecher Alexander Neu Augen geradeaus! mitteilte. Die Grünen als zweite Oppositionspartei befürworten zwar einen solchen Ausschuss, ohne die Zustimmung der Linkspartei reichen deren Stimmen aber für die Einsetzung nicht aus.

Grund für die Ablehnung sei vor allem die Befürchtung gewesen, dass die Opposition die Ziele der Untersuchung gegen die Mehrheit der Koalitionsfraktionen Union und SPD nicht hätte durchsetzen können, sagte Neu. weiterlesen

Nach A400M-Absturz: Airbus ruft zu Kontrolle der Triebwerkssteuerung auf

Nach dem Absturz eines Airbus-Militärtransporters vom Typ A400M bei Sevilla am 9. Mai hat die Herstellerfirma alle Nutzer dieses Flugzeugtyps aufgefordert, die Kontrolleinheiten aller vier Propellertriebwerke ihrer Maschinen zu überprüfen. Vor dem nächsten Flug sollten Checks der Electronic Control Units durchgeführt werden, teilte Airbus Defence&Space nach Unternehmensangaben den Betreibern in einer Alert Operator Transmission, einem dringenden Rundschreiben, mit. Nach Informationen von Spiegel Online wurden bei dem Unfall in Spanien durch einen Softwarefehler drei der vier Triebwerke direkt nach dem Start abgeschaltet.

Die Pressemitteilung von Airbus Defence&Space vom (heutigen) Dienstag dazu:

Airbus Defence and Space has today (Tuesday 19 May) sent an Alert Operator Transmission (AOT) to all operators of the A400M informing them about specific checks to be performed on the fleet.
To avoid potential risks in any future flights, Airbus Defence and Space has informed the operators about necessary actions to take. In addition, these results have immediately been shared with the official investigation team. weiterlesen

Helm ab zum Austausch

Wehrpflicht

Die Bundeswehr hat ein weiteres Ausrüstungsproblem: Das zuständige Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr hat einen großen Teil der Gefechtshelme der Truppe vorerst für Einsatz und Schießausbildung gesperrt. Bei den Helmen der spanischen Herstellerfirma Induyco, die einen Großteil der Standard-Gefechtshelme der Bundeswehr geliefert hat, wurden bei Routineüberprüfungen Probleme mit den Halteschrauben festgestellt. Bei allen Helmen dieser Firma sollen diese Schrauben jetzt ausgetauscht werden.

Das Verteidigungsministerium konnte am (heutigen) Dienstag auf Anfrage von Augen geradeaus! noch nicht sagen, wie viele Helme in der Truppe davon betroffen sind, zumal von diesem Hersteller über Jahre geliefert wurde. Vorrangig sollten jetzt diese Schutzausstattungen in den Einsätzen der Bundeswehr ausgetauscht werden.

Nachtrag: Die offizielle Mitteilung dazu auf der Bundeswehrseite: weiterlesen