Deutsche Marine bringt mehr als 400 gerettete Flüchtlinge nach Italien (Zusammenfassung)

Bei ihrem ersten Einsatz zur Rettung von Flüchtlingen im Mittelmeer hat die Deutsche Marine am (heutigen) Freitag 419 Menschen vor der Küste Libyens von ihren nicht seetüchtigen Booten an Bord genommen und bringt sie jetzt in den italienischen Hafen Reggio Calabria. Die Fregatte Hessen nahm nach Angaben des Verteidigungsministeriums 224 Personen auf, der Einsatzgruppenversorger Berlin 195 Menschen.

Diese erste Mission der beiden deutschen Kriegsschiffe hatte ich heute hier, hier  und hier schon aktuell mit Meldungen begleitet; die zusammenfassende Meldung des Verteidigungsministeriums:

Der Einsatzgruppenversorger BERLIN und die Fregatte HESSEN haben nur einen Tag nach Beginn ihrer Patrouille im Seegebiet zwischen der italienischen und libyschen Küste mehr als 400 Schiffbrüchige aus akuter Seenot gerettet. weiterlesen

Gleich zwei Rettungsmissionen deutscher Kriegsschiffe vor Libyen – mehr als 400 Flüchtlinge aus Seenot gerettet

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Bei ihrem Einsatz in der Seenotrettung von Flüchtlingen im Mittelmeer sind die beiden Schiffe der Deutschen Marine am (heutigen) Freitag gleich in zwei Missionen aktiv geworden und haben mehr als 400 Menschen gerettet. Nachdem bereits am Morgen die Fregatte Hessen zur Aufnahme von mehr als 250 Menschen auf einem Holzboot 28 Seemeilen (gut 50 km) vor der libyschen Küste entsandt wurde, wurde später auch der Einsatzgruppenversorger Berlin mit einer Rettungsaktion betraut.

Beide Schiffe waren am Freitagnachmittag (siehe Karte oben mit AIS-Positionsangaben von 16.30 Uhr MESZ) mit der Aufnahme der geretteten Personen beschäftigt, wie das Einsatzführungskommando der Bundeswehr mitteilte. weiterlesen

Flüchtlinge im Mittelmeer: Fregatte ‚Hessen‘ rettet mehr als 200 von Holzboot

Wenige Tage nach Beginn des Einsatzes deutscher Kriegsschiffe zur Rettung von Flüchtlingen im Mittelmeer hat die Fregatte Hessen vor Libyen mehr als 200 in Seenot geratene Menschen aufgenommen, die auf einem nicht seetüchtigen Holzboot nach Europa übersetzen wollten.

Nach Angaben von Verteidigungsministerium und Bundeswehr wurden die Hessen und der Einsatzgruppenversorger Berlin am (heutigen) Freitagmorgen vom Rettungszentrum in Rom alarmiert, dass ein Boot mit vermutlich 200 Personen 130 Seemeilen (rund 250 Kilometer) südlich der italienischen Insel Lampedusa entdeckt worden sei. Die Hessen entdeckte das Holzboot, auf dem sich nach ersten Schätzungen rund 250 Menschen aufhielten. Am späten Vormittag begann die Rettungsaktion, mit der die Flüchtlinge an Bord der Hessen genommen werden sollten.

Die Mitteilung von BMVg-Sprecher Jens Flosdorff vor der Bundespressekonferenz:

 

BPK_Flosdorff_08mai2015     

 

Mehr Einzelheiten vermutlich im Laufe des Tages; bislang scheint auch noch nicht festzustehen, in welchem Hafen die geretteten Flüchtlinge abgesetzt werden können.

Nachtrag: Ein Kommentator wies darauf hin (vielen Dank!), dass beide deutsche Schiffe derzeit via AIS getrackt werden können. weiterlesen

re:publica: Blauhelme und Drohnen

Auf der re:publica in Berlin in dieser Woche habe ich mich für alles Mögliche interessiert, recht wenig aber für Sachen, die mit Verteidigungs- und Sicherheitspolitik zu tun haben. Nun war das auf dieser Internetkonferenz auch nicht so das Thema, obwohl es eine Session gab, die schon sehr in die Richtung ging: Nerds with Blue Helmets? Digital Innovation and Peacekeeping

Blauhelme und, unter anderem, Drohnen – das interessiert hier vielleicht doch auch den einen oder anderen. Deshalb das Video dazu:

(Direktlink: https://youtu.be/0GRrW_AXqTM)

Den BendlerBlogger führte diese Session übrigens zu der Frage, warum nicht die Bundeswehr mal einen Vorschlag für einen Auftritt auf der re:publica macht…

(Archivbild: A UN Unmanned/Unarmed Aerial Vehicles (UAV) is taxiing in at Goma airport following a successful flight during an official ceremony 3 December 2013 – MONUSCO/Sylvain Liechti)

Seenotrettung im Mittelmeer: Jetzt (politisch) geregelt

Update: Die Deutsche Marine hat am (heutigen) Freitag im Mittelmeer gut 200 Flüchtlinge aus Seenot gerettet. Dazu ein gesonderter neuer Thread hier.

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Nachdem Anfang der Woche noch einige rechtliche, politische und verwaltungstechnische Fragen beim Einsatz der Deutschen Marine zur Rettung schiffbrüchiger Flüchtlinge im Mittelmeer offen waren, sind jetzt alle diese Fragen geklärt. Italien habe auf eine entsprechende Anfrage des Auswärtigen Amtes (‚Verbalnote‘) so geantwortet, dass die Abgabe geretteter Flüchtlinge als sichergestellt angesehen werde, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums am (heutigen) Freitag auf Anfrage von Augen geradeaus!. Eine gleiche Zusicherung hätten auch die Briten bekommen, deren HMS Bulwark am (gestrigen) Donnerstag Flüchtlinge von einem überfüllten Schlauchboot gerettet hatte (siehe Foto oben).

Nach Angaben des Verteidigungsministeriums sagte Italien zu, den deutschen Beitrag zur Rettungsaktion – den Einsatzgruppenversorger Berlin und die Fregatte Hessen – zu koordinieren und die Abgabe in einem sicheren Hafen zu ermöglichen – was in der Regel ein italienischer Hafen sein dürfte. weiterlesen