Kleine Blog-Statistik: Prioritäten

Zum Vergleich zwei Einträge von heute – Statistik von 21.20:

ISAF-Mission formal beendet

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Tätowier-Erlass soll abgeschwächt werden

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Da sollte man nicht die Frage stellen, ob der GI nichts Besseres zu tun hat. Der Wichtigkeit nach, die dem Tätowier-Erlass offensichtlich zugemessen wird, handelt er doch genau richtig.

(Ich kann’s dennoch nicht ganz nachvollziehen.)

 

Tätowiert zum Dienst (wenn’s kein Zivilist sieht)

Tattoo_WB

Noch kein Jahr ist er alt, der neue Erlass Das äußere Erscheinungsbild der Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr. Erst zum 1. Feburar dieses Jahrs wurde die  Zentrale Dienstvorschrift A-2630/1 in Kraft gesetzt, die vor allem die zulässigen – sichtbaren – Tätowierungen bei Soldatinnen und Soldaten deutlich einschränkt. Dagegen hatte es in der Truppe ziemlichen Unmut gegeben, auch Eingaben beim Wehrbeauftragten. Und das alles scheint gewirkt zu haben, wie der Spiegel vorab berichtet:

Nach zahlreichen Protesten erlaubt die Führung der Bundeswehr ihren Soldaten in Zukunft wieder grundsätzlich, im Dienst ihre Tätowierungen offen zu tragen. Dies geht aus einem internen Schreiben der Bundeswehr hervor, das dem Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL vorliegt. Demnach hat Bundeswehr-Generalinspekteur Volker Wieker entschieden, dass ab dem 1. Januar 2015 die Regel, Tattoos im Dienst abzudecken, abgeschwächt wird. Die Verpflichtung gelte nicht mehr „innerhalb militärischer Bereiche, militärischer Sicherheitsbereiche, auf Schiffen und Booten der Marine sowie an Bord von Luftfahrzeugen des Bundes“. Lediglich bei Veranstaltungen „mit Außenwirkung/öffentlichem Charakter“ und „bundeswehrfremder Medienbegleitung“ ändere sich nichts. Die ursprüngliche Regel war erst im Februar in Kraft getreten.

Ich suche dann mal nach dem Schreiben. Interessant wäre ja die Frage, in welcher Form die Abschwächung Eingang in den Wortlaut der Zentralen Dienstvorschrift findet.

(Foto: privat via Amt des Wehrbeauftragten)

Nach 13 Jahren: Ende der ISAF-Mission in Afghanistan

Kabul_2002-2_kl

Die internationale ISAF-Schutztruppe in Afghanistan (den vollen Namen International Security Assistance Force sollte man auch erwähnen) hat am heutigen Sonntag offiziell ihre Mission am Hindukusch beendet – nach ziemlich genau 13 Jahren. Ab dem 1. Januar soll die Nachfolgemission Resolute Support die Unterstützung und vor allem Beratung der afghanischen Sicherheitskräfte weiter gewährleisten. Deutschland will sich daran für die nächsten zwei Jahre mit bis zu 850 Soldaten in Kabul und im Norden des Landes beteiligen.

Den zahlreichen Rückblicken auf ISAF (zum Beispiel hier, und mit besonderem Blick auf die Bundeswehr hier) werde ich an dieser Stelle keinen weiteren hinzufügen. Nur einige Anmerkungen:

Die oft so oder ähnlich zu lesende Formulierung Die NATO hat nach 13 Jahren ihren Kampfeinsatz in Afghanistan beendet ist gleich mehrfach, nun, irreführend. weiterlesen

Zum Ende von ISAF: Die deutschen Gefallenen in Afghanistan

Zum offiziellen Ende der ISAF-Mission in Afghanistan: Eine Übersicht über die 35 Bundeswehrsoldaten, die in diesem Einsatz gefallen sind.

(Insgesamt kamen 55 deutsche Soldaten ums Leben; hier die Beschränkung auf die, die durch Feindeinwirkung umgekommen sind.) weiterlesen

ISAF ist Geschichte

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Am heutigen Sonntag beendet die NATO formal die Mission ihrer International Security Assistance Force (ISAF) in Afghanistan; auch wenn die Nachfolgemission Resolute Support eigentlich erst am 1. Januar 2015 ihre Arbeit aufnimmt.

Zu diesem Thema später noch ein paar weitere Einträge; hier die quasi Live-Berichterstattung von ISAF selbst via Twitter von dem Ereignis (Foto: ISAF unter CC-BY-Lizenz): weiterlesen