Fertigungsfehler beim Eurofighter: Vorerst halbe Lebensdauer, aktuelle Einsätze nicht betroffen

Der Eurofighter, das modernste Flugzeug der Bundeswehr, darf wegen eines Fertigungsfehlers in der Industrie vorerst nur die Hälfte der garantierten Flugstunden in die Luft. Das Herstellerunternehmen habe bei einer Qualitätskontrolle einen Herstellungsfehler an einer großen Anzahl von Bohrungen am Rumpfhinterteil des Luftfahrzeuges Eurofighter festgestellt, teilte die Bundeswehr am (heutigen) Dienstagabend auf ihrer Webseite mit. Der Flugbetrieb der deutschen Luftwaffe sei davon nicht betroffen, sowohl die Einsätze zur Luftraumüberwachung in Deutschland und im Baltikum als auch die Übungsflüge könnten wie gewohnt[…]

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VIP-Flieger der Kanzlerin soll Soldaten aus Afghanistan abholen

Deutsche Soldaten, die seit fast einer Woche auf ihren Heimflug aus dem Afghanistan-Einsatz warten, sollen jetzt mit dem Regierungsflieger der Kanzlerin nach Hause geholt werden. Wie Augen geradeaus! aus dem Einsatzführungskommando der Bundeswehr erfuhr, ist geplant, dass mindestens ein Airbus A340 (Foto oben) am kommenden Freitag einen Teil der rund 150 Soldaten ausfliegt. Eventuell soll auch der zweite A340 der Bundeswehr-Flugbereitschaft eingesetzt werden, zudem eine Chartermaschine.

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Nach dem Crash: Vorsichtiger Parallelbetrieb

Nachdem augengeradeaus.net am (gestrigen) Montag vollständig gecrasht war, wird hier der Betrieb ganz langsam und vorsichtig wieder hochgefahren. Und sicherheitshalber bleibt der Ausweichgefechtsstand unter augengeradeaus.wordpress.com auch noch ein bisschen in Betrieb. Ich bitte um Verständnis, wenn es hier noch mal ruckeln sollte.

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Bundeswehr am Anschlag? Die politische Debatte

Die seit der vergangenen Woche laufende (und ständig mit aktuellen Hiobsbotschaften ergänzte) öffentliche Debatte über Materialprobleme und Defizite bei der Bundeswehr hat die meisten Kenner nicht überrascht, wohl aber die Öffentlchkeit. Deshalb läuft die politische Debatte erst mal ungebremst weiter, dabei geht’s um den Verteidigungshaushalt, kurz- und mittelfristige Maßnahmen und natürlich um Verantwortlichkeiten. Am (heutigen) Montagmorgen zunächst die Aufschläge vom Verteidigungsausschuss-Vorsitzenden Hans-Peter Bartels (SPD) und seinem Fraktionschef Thomas Oppermann sowie Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen; weitere Wortmeldungen dürften im Laufe[…]

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Nächste Panne: Transall für Ebola-Luftbrücke gestrandet auf Gran Canaria

Wenn man kein Glück hat, kommt auch noch Pech dazu: Die Pannenserie vor allem beim fliegenden Gerät der Bundeswehr ist in diesen Tagen ohnehin ein heiß diskutiertes Thema – und dann bleibt auch noch eine Transall der geplanten Ebola-Luftbrücke auf dem Weg nach Afrika liegen. Am Wochenende sei eine der beiden Transportmaschinen bei einem Zwischenstopp auf Gran Canaria wegen eines technischen Defekts gestoppt worden, bestätigte das Verteidigungsministerium auf Anfrage von Augen geradeaus! am (heutigen) Montag. Die Transall sollte in Dakar[…]

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Hoffnungsvolle Töne von Lawrow?

Vor allem fürs Archiv: Zum Verhältnis zwischen Russland und dem Westen, insbesondere den USA, dominiert in Deutschland derzeit eine Formulierung aus einem Interview des russischen Außenministers Sergej Lawrow im russischen Kanal 5 die Berichterstattung, zum  Beispiel bei der Deutschen Welle: Beim ersten Mal ist es misslungen, nun soll ein zweiter Versuch glücken: Russlands Außenminister will den „Sanktionskrieg“ mit dem Westen beenden und die Beziehungen zu den USA neu starten. „Es ist jetzt das nötig, was die Amerikaner wohl ‚Reset‘ nennen“,[…]

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Kaufen oder Leasen? Die Flugzeug-Debatte

Über die grundsätzliche Situation beim Großgerät der Bundeswehr hinaus, jenseits der Aussage von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen, die Bundeswehr könne derzeit ihre NATO-Verpflichtungen nicht erfüllen, beschäftigt die Flugzeug-Afficionados hier eine Äußerung der Ministerin besonders: Aber bis wir über eine voll einsatzfähige A400M-Flotte verfügen, wird es noch Jahre dauern. So lange muss die bewährte, alte Transall fliegen. Aber wir müssen sie entlasten. Deshalb prüfen wir, parallel zusätzliche Transportflugzeuge zu mieten. Die kann man für humanitäre Einsätze nutzen, während die gegen[…]

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Train, Advise, Assist: Auch der künftige Einsatz in Afghanistan ist nicht risikolos

Voraussichtlich am Donnerstag kommender Woche, so meldete es jedenfalls der persische Dienst der BBC, wird Afghanistan nach Monaten der Unklarheit das Bilaterale Sicherheitsabkommen (BSA) mit den USA unterzeichnen – Voraussetzung für weitere Abkommen mit anderen Staaten (wie Deutschland) und damit die Möglichkeit für ein weiteres internationales Militärengagement im kommenden Jahr, wenn die ISAF-Mission ausläuft. Die Rolle der dann deutlich geschrumpften internationalen Truppen in der Resolute Support Mission wird Beratung und Unterstützung der afghanischen Sicherheitskräfte. Im Militärjargon: Train, Advise, Assist. Und[…]

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Offiziell: Deutschland kann NATO-Verpflichtungen wegen Materialproblemen nicht erfüllen

Die Materialprobleme der Bundeswehr, die in den vergangenen Tagen in der politischen Debatte in Deutschland Wirbel machten, werden nun auch zu einem außenpolitischen Thema: Die deutschen Streitkräfte können ihre gegenüber der NATO eingegangenen Verpflichtungen nicht erfüllen. Das hat inzwischen auch Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen eingeräumt. Bei den fliegenden Systemen liegen wir im Augenblick unter den vor einem Jahr gemeldeten Zielzahlen, was wir binnen 180 Tagen der Nato im Alarmfall zur Verfügung stellen wollen. (…) Dahinter steckt der Ersatzteilengpass bei[…]

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