DroneWatch: Deutsche gegen Drohnen? So wie die ARD fragt…

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Fast zwei Drittel der Deutschen, so die ARD am (gestrigen) Donnerstagabend in ihrem Deutschlandtrend (siehe Screenshot oben), sind gegen die Beschaffung bewaffneter Drohnen für die Bundeswehr. Das mag sein. Allerdings sollte man mal einen Blick auf die Fragestellung werfen, die die Kollegen vorgegeben haben – dann erscheint dieses Ergebnis doch in etwas anderem Licht.

Die konkrete Fragestellung findet sich bei infratest dimap, die im Auftrag der ARD unterwegs waren:

Heute ist es technisch möglich, unbemannte Flugkörper, so genannte Drohnen, zu bewaffnen und in weit entfernte Länder zu schicken. Dort können sie sehr präzise militärische Ziele angreifen. Gerade wird darüber diskutiert, solche Drohnen für die Bundeswehr anzuschaffen. Was meinen Sie: Sollte die Bundeswehr solche „Kampfdrohnen“ anschaffen oder nicht?

Da wundert mich ja fast, dass die Ablehnung nur bei 64 Prozent liegt. Übrigens wird derzeit eben nicht darüber diskutiert, ob die Bundeswehr unbemannte Flugkörper anschaffen soll, die bewaffnet in weit entfernte Länder geschickt werden, um dort militärische Ziele anzugreifen.

(Vielleicht sollte die ARD mal so fragen: Heute ist es technisch möglich, Flugzeuge zu bewaffnen und in weit entfernte Länder zu schicken. Dort können sie sehr präzise militärische Ziele angreifen. Sollte die Bundeswehr solche Flugzeuge haben oder nicht? Nach der erwartbaren Ablehnung sollten dann Tornado und Eurofighter verschrottet werden…)

 

82 Gedanken zu „DroneWatch: Deutsche gegen Drohnen? So wie die ARD fragt…

  1. Man könnte nach „militärisch“ auch noch „und zivile“ einfügen, das sollte die Prozentpunkte auch nochmal hochtreiben.

  2. Interessante Umfrage. Am Mittwoch wurde bei RTL Aktuell ganz ähnlich gefragt. Nämlich ob die Bundeswehr mit Kampfdrohnen ausgestattet werden soll. Dort waren 60% dafür. Das ganze kann man sich bei RTL Now unter der RTL Aktuell Sendung vom 02.07.2014 bei Minute 20:10 ansehen. Es handelte sich dabei um eine Zuschauerbefragung.
    Das ist wie ich finde ein recht großer Unterschied. Für eine genauere Analyse bräuchte man natürlich mehr Informationen über Umfrageteilnehmer usw.

  3. Es ist eine neutralere Frage als erwartet, ich lese da nichts was mich motivieren würde mit Nein zu antworten.
    Nach was dort gefragt wird, btw fällt mkn eher unter Marschflugkörper als unter Drohne.

    Sie haben das ferngelenkt vergessen

  4. @CH:
    Zeigt doch mal wieder, dass man keiner Statistik trauen sollte, die man nicht selber gefälscht hat. Leider. Man könnte es auch zusammenfassen unter dem Motto: wie machen ein paar wenige die große Meinung.

  5. Da wundert man sich bei den ÖR, das die „Jugend“ ihre Infos lieber selber aus dem Netz zieht?

  6. Einfach nur hirnrissig diese Fragestellung.

    Das Heer sollte die LUNA so modifizieren, dass die im Notfall als Aerosolbombe gezielt zum Absturz gebracht werden kann ;-)

  7. Ich bin ja mal gespannt, wie lange das BMVg in Anbetracht des § 124 OWiG „Benutzen von Wappen oder Dienstflaggen“ das Bw-Tatzenkreuz (= Hoheitsabzeichen) in der kommerziellen Infratest-Dimap-Grafik und dies im Kontext zu der „hohlen Fragestellung“ hinnimmt? Das wäre doch wirklich mal eine „deftige PM“ des PrInfoStabes-BMVg wert!

  8. Nicht überraschend!
    Die deutschen Medien-Verbraucher sind doch von der Presse ohnehin auf anti-Bundeswehr getrimmt worden.
    Beispiel?
    Statt den Unterstützern ein Medium zu geben, oder sogar einen Soldaten zu fragen, dürfen Gestalten wie Arnold ihre Meinungen äußern. Das Für und Wider wird erst gar nicht erörtert. Man muss die Öffentlichkeit nur intensiv genug manipulieren, dann kommen auch die gewünschten Umfrageergebnisse zusammen.

  9. Naja, das ist der Grund, warum ich mich *grundsätzlich* nicht an Umfragen beteilige. Sie werden mit Blick auf ein Ziel erstellt und ich soll nur meine Stimme hergeben, um irgendwas zu rechtfertigen.

    Das ist beliebig steigerbar, zum Beispiel und wenn man dann eine bestimmte Meinung hat, dann ist man in den Augen der Meinungsmacher ein Terrorist. Kann nicht sein? Der Focus hat eine Umfrage unter den Fernsehzuschauern gemacht und ich gehöre zur Gruppe der Terroristen – und das ohne einen Fernseher überhaupt zu haben.

  10. Manipulative Fragen:
    „die Bundeswehr plant die Beschaffung von bewaffneten Drohnen, die auch bei der Suche nach Vermissten und im Katastrophenfall zur Aufklärung benutzt werden können. Sind Sie gegen eine Beschaffung?“
    Bei der Frage möchte ich mal das Ergebnis sehen…..

  11. Man gurgle doch mal nach „Murdoch-Skandal“ und dann stelle man ARD und ZDF die Frage, wieviel Sendungen in-house produziert werden und wieviele an private Produktions-Gesellschaften (wie z.Bsp. RTL oder SPIEGEL-TV) out-sourced sind, bzw. durch gekauftes Agentur- und Free-Lancer-Material einfach zusammen-geschnipselt werden als Bastelübung für Praktikanten……

  12. ARD und ZDF
    Wir machen Meinung

    Aber die meisten deutschen Schlucken es wie z.b Schweiz wohl Süddeutscher Raum klar hinter der Schweiz stand , wurde gegen die Schweiz geschossen wie noch nie

  13. Ist die Formulierung Absicht oder unbewusst gewählt worden?

    Könnte eine Drohne von hier aus Afghanistan aus eigener Kraft erreichen(dann würde ich Ferne Länder für nicht unangemessen halten)

  14. „Heutzutage ist es technisch möglich, Soldaten in fremde Länder zu schicken, um dort Unschuldige zu erschießen. Sollte Deutschland Soldaten haben dürfen?“

    @ThoDan: Ich denke der springende Punkt ist, dass gezielte Tötung (wie durch die CIA praktiziert) von deutscher Seite her rechtlich vollkommen ausgeschlossen ist und von allen Parlamentsparteien strikt abgelehnt wird. Die Frage suggeriert aber, genau das würde mit den Drohnen getan werden. Tatsächlich aber würden Kampfdrohnen für die Bundeswehr die Lücke in der Luftnahunterstützung (CAS) schließen. Sie würden gesteuert von Soldaten im Einsatzraum, die ihre Kameraden bei Patrouillen absichern und ihnen falls nötig Kampfunterstützung geben. Dasselbe tut ein Hubschrauber oder ein Kampfflugzeug, das ist nur teurer, schwerer verfügbar, birgt Gefahren für die Piloten, usw usw.
    An den „fernen Ländern“ würde ich das Problem dieser Formulierung eher zweitrangig festmachen.

  15. @ThoDan: Kann sie aber nicht mangels Zulassung für den „None segrated Airspace“ und wird auch nie die erforderlichen Ein- und Überfluggenehmigungen erhalten. Also „forget or readback all after good morning“! Das Thema wurde bei AG schon 2013 erschöpfend beim EuroHawk „verhackstückt“ und damit ist auch der absolute Nonsens der ARD- bzw. Infratest-Dimap-Fragestellung völlig klar! Oder anders gesagt, das objektive Ergebnis der Umfrage ist, dass 64 % der Befragten der von ARD und Infratest-Dimap betriebenen Volksverdummung auf den Leim gegangen sind. Eigentlich erschreckend?!

  16. @Kommentator
    Pardon, aber wo genau wird hier:

    Dort können sie sehr präzise militärische Ziele angreifen.

    von der ARD suggeriert, dass man mit den Drohnen gezielte Tötungen (im Sinne unschuldiger Personen) ausführen möchte?

    Auch würden sie keine Lücke schließen, wenn diese Lücke bereits von Hubschraubern und Kampfflugzeugen geschlossen wurde – immerhin tun sie ja dasselbe wie bewaffnete Drohnen, wie sie sagten.

  17. @Vtg-Amtmann: Wie von TW schon geschrieben, ist das Ergebnis bei solchen suggestiven Fragen nicht wirklich überraschend. Bedenke, dass Rüstungstechnik im Allgemeinen ein Spezialthema ist, das in Deutschland nicht annähernd das Zentrum des öffentlichen Interesses erreicht. Für die Masse wird das erst interessant, wenn ein Projekt mal wieder zu viele Steuergelder „verschleudert“. Derartige Suggestivfragen kann man idR nur mit Fachwissen im fraglichen Gebiet entlarven, daher sind sie so gefährlich.

  18. @Kommentator

    Die Formulierung träfe mMn eher auf Marschflugkörper zu, eigentlich suggeriert die Frage eher das die Drohnen sehr präzise sind und genutzt würden bzw könnten um militärische Ziele anzugreifen(das wäre für mich ein absoluter Grund ja zu sagen, zu tun was notwendig ist mit hoher Rduzierung von Kollateralschaden)

    Für mich sind aber einige Fragen betreffs der Drohnen nicht ausreichend beantwortet.

    Die „ferne Länder“ könnten suggestiv gemeint sein, oder ungeschickt formuliert sein.

    bzw inwiefern betrachten sie die Formulierung als suggestiv?

    @Vtg-Amtmann

    d.h. eine Drohne könnte bewaffnet in der BRD starten und bis nach Afghanistan aus eigener Kraft fliegen und eingesetzt werden?

  19. @MK20: Mein „Zitat“ über meinem Kommentar war natürlich polemisch und nicht ganz ernst gemeint. Entschuldigung, falls das falsch angekommen ist.

    Die ARD suggeriert nicht, es würden _unschuldige_ Ziele getroffen werden, das ist richtig. Sie suggeriert hingegen, dass Ziele „in weit entfernten Ländern“ quasi selbstständig gezielt und maschinell getötet würden. Dass zwei Drittel diese Vorstellung ablehnen, ist selbstverständlich. Das wäre auch ein harter Verfassungsbruch. Wäre die Erklärung gewesen, dass Drohnen der Bundeswehr dazu dienen würden, die Soldaten in ihren Einsätzen zu begleiten, Konvois etc. zu schützen, wäre das Ergebnis eben anders gewesen. Ohne dass dies explizit gesagt wird, suggeriert die Fragestellung der ARD, die Kampfdrohnen würden von der Bundeswehr quasi zwangsläufig, weil dass ihr einziger Nutzen sei, so wie durch die CIA eingesetzt.
    Ich sage es noch mal kurz gefasst: Nicht ausdrücklich wird diese Verbindung hergestellt, aber die Formulierung suggeriert sie, weil der Laie in Bereich Rüstungstechnik bei Kampfdrohnen als erstes an die CIA und Völkerrechtsverletzung denkt. Bei den Drohnen geht es um das begleiten der Soldaten, nicht um das gezielte hinrichten von Zielen.

    @ThoDan: „Ferne Länder“ suggeriert eben genau das, nämlich dass die Drohne selbstständig von hier bis in den nahen Osten fliegen kann, (zB um dort mutmaßliche Terroristen völkerrechtswidrig hinzurichten). Das geht aber nicht. Da hätten wir als Probleme, selbst wenn die technische Möglichkeit bestünde, das Völkerrecht, das deutsche Grundgesetz und den Fakt, dass die Drohne etliche Lufträume durchqueren müsste (inkl dem deutschen) für die sie keine Genehmigung bekommen würde.

  20. @Kommentator

    Die Formulierung unsere Soldaten zu schützen etc wäre aber auch suggestiv, man kann sie so einsetzen – man kannn aber auch mit ihnen e Gruppe Taliban beim Mittagessen angreifen o.ä.

    Was der Laie denkt – da interessiert mich ihre Quelle, ich bin Laie und denke nicht daran, ich denke hm – Risiken der Technik z.b. hacking – Integration in Zug oder Kompanie.

    Ferne Länder kann suggestiv gemeint sein – oder ungeschickt.
    Also ich bin da vom SPON erheblich mehr Inkompetenz gewöhnt, das wäre noch positiv gewesen für den Spiegel.

  21. Die Frage ist nicht suggestiver als die Ausführungen der Drohnen-Befürworter. Dass bewaffnete Drohnen heute für die Bereitschaft zur Landesverteidigung in Mitteleuropa gebraucht würden, habe ich da noch nicht gelesen.

  22. Wertlose Umfrage. Allein die Wortwahl „Kampfdrohne“ ist eine nicht zulässige, negative Wertung. Und dann auch noch in weit entfernte Länder (…)

    Ich fühle mich an den TV total „Erstwähler- Check“, Kalkofe u.ä. Formate erinnert.

    @ Thomas Wiegold

    Darf man hier im Blog „Verarsche“ sagen?

  23. @Kommentator

    Deshalb macht es ja der CIA für uns.

    “Wir töten auf der Basis von Metadaten“, erklärte der frühere NSA- und CIA-Chef Michael Hayden Anfang April in einer Podiumsdiskussion der Johns Hopkins Universität.
    Die Handynummern, die auf diese Weise als Grundlage für solche außergerichtliche Tötungen dienen können, gibt auch der deutsche Bundesnachrichtendienst (BND) an amerikanische Behörden weiter.

    Der BND hat ja auch nicht selbst gefoltert.

  24. @ThoDan

    Sicherlich wäre es technisch möglich eine Drohne zu bauen, die in der Lage ist eine Strecke in dieser Größenordnung zurückzulegen und dort ihr Ziel zu bekämpfen.

    Was das ganze bei der Reichweite kosten würde ist natürlich schwer zu sagen.

    Wie VtdgAmtmann schon sagte, ist das ganze aus den Gesichtspunkten „Zulassung“ und „Luftrecht“ natürlich eine ganz andere Sache.

  25. @ThoDan

    …..weil der Begriff „Kampfdrohne“ eine autonom kämpfende Waffe suggeriert, und mittllerweile mit „Killer-Roboter“ in der blöd-titti-t(r)ainierten Gesellschaft assoziiert wird……insofern ist die Fragestellung im höchsten Maße sprachpsychologisch manipulativ formuliert, weil erst im letzten Satz, der eigentlichen Fragestellung, auf einmal der begriffliche Sprung von „Drohne“ auf „Kampfdrohne“ erfolgt.

    Don’t bullshit me, plse ;-)

  26. @Klabautermann

    Unterschied zu Kampfpanzer?

    A Kampfdrohne ist der in der Öffentlichkeit Kampfdrohne nun überhaupt nicht, ausser Kampfdrohne wurde mit Kampfroboter verwechselt

  27. @ThoDan: Eine MALE-Drohne -egal ob UAS oder UCAS bzw. unbewaffnet oder bewaffnet wird mangels Zulassung nie von Deutschland nach AFG oder sonst wohin fliegen, bestenfalls kann diese im „Segrated Airspace“ (z.B. Truppenübungsplatz mit eigenem Flugplatz entsprechender Bahnlänge) ihre Platzrunden drehen und dann ist normalerweise „Schluß mit Lustig“. Merken Sie jetzt, welche „Verpopoung“ mit der Umfrage betrieben wurde?

    Ich unterstelle der ARD schlichtweg Vorsatz, für diese Volksverdummung, denn so s_ _.dumm kann ein so reputiiertes Medium wie die ARD nicht sein, daß es aus der monatelangen EuroHawk-Debatte samt Ergebnissen des U-Ausschußes absolut nichts gelernt hätte!

    Und wie bereits gesagt, das Bw-Tatzenkreuz (Eisernes Kreuz) in der kommerziellen Grafik der Infratest-Dimap, wie von der ARD multipliziert, ist in sich bereits und erst Recht im Kontext zur erfolgten „plump-tendenziösen“ Fragestellung, eine bodenlose Frechheit! Aber offenbar ist unsere Bundeswehr der „Watschenbub der Nation“ und das BMVg nimmt dies reaktionslos hin.!?

    Ich habe bereits heute Mittag mit einem maßgeblichen Vertreter des PrInfo-Stabes des BMVg ca 10 Minuten über genau diesen Punkt u.a. als Hptm. a.D. un natürlich mit vollem Namen und Benennung des Wohnorts gesprochen. Den Inhalt dieses Telefonats mit diesem äußerst bemitleidungswerten Kameraden möchte ich aber diesem zuliebe hier besser nicht einstellen. Quo vadis Bundeswehr?

  28. @ThoDan

    „Don’t bullshit me, plse“, übersetze ich für Sie gerne ins Deutsche. Hören Sie bitte auf, mich zu verkackeiern ;-) Sophisterei und Rabulistik verfängt bei mir nicht.

    Die Verwechslung „Kampfdrohne“ mit „Kampf-Roboter“ ist doch wunderbar im 2. Satz angelegt :“Dort können sie sehr präzise militärische Ziele angreifen“.

  29. @klabautermann: So hart wie Sie wollte ich nicht reagieren und auch ThoDan nicht persönlich kompromittieren. Man sollte gerecht bleiben, denn nach meinem heutigen Telefonat drängt sich mir auf, daß es auch im BMVg Menschen gibt, die ganz ähnlich wie ThoDan denken. Und auch das gehört zur Demokratie und deren Toleranz. :-)

  30. @Vtg-Amtmann

    grummelbrummelpolter ;-)) Dann pack ich mein Starkdeutsch eben wieder in Euphemismuswatte und lösche ARD aus meiner TV-Kanal-Liste

  31. @Vtg-Amtmann

    Mir ging es um die technische Möglichkeit, nicht um die ähem politisch-soziale

    @Klabautermann

    Ich verkackeiere sie nicht , ich halte ihre Setzung was Kampfdrohne usw suggerieren soll, für bestenfalls unbegründet und absurd .ansonsteen pls …

    Ich habe Sie NICHT beleidigt und würde es vorziehen Sie würden mich auch nicht beleidigen.

  32. @klabautermann: Humor ist wenn man trotzdem lacht. Nur der Kamerad vom PrInfoStab BMVg hätte wahrscheinlich bei uns Beiden nichts mehr zum Lachen.

  33. @ThoDan: Jetzt darf ich doch etwas deutlicher werden. Was hat die definitive Nichtzulassungsfähigkeit aktueller MALE-U(C)AS bitte mit einem „technisch-sozialem Umfeld“ zu tun? Sind wir hier am Stammtisch beim 5ten Bier, oder beim „Fliegezeug-Forum“, oder bei dunkelroten Rüstungs-Nihilisten, die mit jedem Redeende beweisen, daß Sie noch weniger Ahnung vom Thema als bei Redeanfang vermutet, haben? Oder sind wir in einem ernst zunehmenden und trotz aller unterschiedlichen Meinungen von Ratio geprägten verteidigungspolitischen (das) Blog???

  34. Da hier die Frage nach einer objektiven Fragestellung aufkam, die nicht suggestiv ist. Die wird es nicht geben, darum sind Umfragen ja so heikel. Aber ich hab dennoch eine Formulierung die sicherlich eine andere Verteilung ergeben hätte:

    „Heute ist es technisch möglich, unbemannte Flugzeuge, so genannte Drohnen oder UAV (unmaned air vehicles), ferngesteuert einzusetzen. Dort können sie bei Bundeswehreinsätzen sehr präzise militärische Ziele angreifen ohne die Piloten selbst in Gefahr zu bringen. Gerade wird darüber diskutiert, solche Drohnen für die Bundeswehr anzuschaffen, um nicht grundsätzlich mit konventionellen bemannten Flugzeugen die vom Bundestag aufgetragenen Mandate erfüllen zu müssen. Was meinen Sie: Sollte die Bundeswehr solche ferngesteuerten Kampfflugzeuge anschaffen?“

  35. Deutliche suggestivfrage, da der Eindruck erweckt wird, dass wir grundgesetzwidrige Einsätze planen würden.
    Mein damaligen Statistik Professor würde sich im Grab umdrehen!

  36. @Vtg-Amtmann

    Politisch – Sozial nicht technologisch – sozial.
    Mit Politisch-sozial bezog ich mich auf die legalen und gesellschaftlich akzeptierten Normen für die Nutzung von Drohnen durch Deutschland , von Überflugrechten bis der gesetzlichen Situation in Deutschland.

    Da mir im technischen Bereich das Wissen über die Flugreichweite fehlte um es sicher von der Hand zu weisen, fragte ich

    @drd

    Ja, diese Formulierung wäre erheblich neutraler

  37. @T.Wiegold

    Sie sind ja Gast bei ARD
    also nicht zu böse sein sonst werden Sie noch Ausgeladen
    Wie der Chef bei der AfD der wurde ausgeladen für den Sieg bei den EU Wahlen

  38. Leseempfehlung 2:

    „Wie Big Data den Menschen kategorisiert“ auf FAZ und der klare disclaimer, dass sich insbesondere Deutschland von der US Drohnen-Strategie eineindeutig distanziert hat.

    Somit halte ich „Unterstellungen“, dass Bundestag und Bundesregierung mit der Diskussion um Drohnen-Beschaffung für die BW in die Nähe der US-amerikanischen Strategie rücken für mehr als unredlich.

    I rest my case

  39. @ThoDan: Ich würde die Frage auch nicht so formulieren, dass es hieße „… um die deutschen Soldaten zu schützen“ sondern „bei ihren Aufgaben im Einsatzland zu _unterstützen_“. Denn genau da liegt der Punkt. Sog. „Kampfdrohnen“, um bei dem Begriff zu bleiben, wären eine wichtige Unterstützung für unsere Soldaten im Einsatz. In denselben Einsätzen, die der demokratisch legitimierte Bundestag beschließt. Wenn einem ein Einsatz nicht passt, dann gibt es verschiedene Möglichkeiten: Demos, Petitionen etc aber vor allem das Wahlverhalten. Es geht darum, dass Soldaten, die vom Parlament in Einsätze geschickt werden, dort bestmögliche Unterstützung haben. Weder macht die Drohne den Einsatz alleine, noch gelten für den Drohnenpiloten andere Gesetze.

  40. Der ARD ist kein Vorwurf zu machen. Sie hat eine simple Frage gestellt, die man aber ohne Hintergrundwissen gar nicht wirklich beantworten kann. Den Vorwurf muss man der Regierung machen, die es nicht versteht ihr Volk über anstehende Beschaffungsvorhaben aufzuklären. Das Volk weiß über Drohnen nur das was die täglichen Nachrichten berichten, also über gezielte Tötungen. Das Volk weiß aber absolut nichts über die sonstige Verwendung von Drohnen. Da sehe ich die Regierung in der Pflicht. Information des Volkes ist ein ganz großes Manko in Deutschland. Schon immer gewesen.

  41. Mimi | 04. Juli 2014 – 17:42
    Glauben Sie das Wirklich

    Seit Jahren ist das bekannt das von Personen gezielt Meinung gemacht wird

  42. @Kommentator

    Ich bin nur nicht überzeugt, das Kampfdrohnen ausser gegen einen Low Tech Gegner(Ausrüstung und Können) eine auch nur gute Wahl sind.

    Zur Klarstellung: Taliban beim Essen ist nicht meine Ideallösung, aber die sind wohl kaum funktional, aber keine gegen die ich Einwände haben würde

    @Mimi

    Sicher das sie den Bürger nicht etwas stark abwerten?

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