Hilfe für Badakshan: Ein Aufruf an die ehemalige Truppe in Feyzabad

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In der vergangenen Woche wurden in einem abgelegenen Distrikt in der afghanischen Nordostprovinz Badakhshan Hunderte, vielleicht auch Tausende von Menschen nach einem Erdrutsch in einer Schlammlawine begraben – eine der größten, wenn die nicht größe nicht-kriegerische Katastrophe in Afghanistan. Inzwischen gibt es auch internationale Hilfe, aber die reicht bei weitem nicht.

Zwei Deutsche, die sich für das Land am Hindukusch auch nach ihrer aktiven Zeit engagieren, der frühere Grünen-Abgeordnete Winfried Nachtwei und der ehemalige Befehlshaber des Einsatzführungskommandos, Rainer Glatz, haben zur Unterstützung für die Opfer dieser Katastrophe aufgerufen – und wenden sich vor allem an die deutschen Soldaten, die im früheren PRT Feyzabad in Badakhshan im Einsatz waren.

Den Aufruf von Nachtwei und Glatz, auch zu finden auf Nachtweis Webseite, gebe ich hier auszugsweise gerne weiter:

Am 2. Mai gegen 13.30 Uhr begrub ein Erdrutsch Teile des Dorfes Ab-e-Barik im Argo Distrikt in der Provinz Badakhshan unter sich. Als Nachbarn zur Hilfe eilten, wurden diese von einer zweiten Schlammlawine in den Tod gerissen. 300 Häuser wurden völlig zerstört. Die Schätzung der Todesopfer schwankt von 350 bis 2000. Zu den Opfern gehört eine Hochzeitsgesellschaft. Insgesamt seien 1000 Familien betroffen, 700 seien obdachlos. Bereits am Folgetag stellten die Behörden die Rettungsversuche ein. Die Schlammdecke sei mehr als 50 Meter dick. weiterlesen

DroneWatch: Anhörung am 30. Juni, Global Hawk über Deutschland

Die angekündigte politische/parlamentarische Debatte über Drohnen/Unbemannte Luftfahrzeuge/Ferngesteuerte Fluggeräte für die Bundeswehr hat jetzt einen öffentlichen Startpunkt: Am 30. Juni will der Verteidigungsausschuss des Bundestages dazu eine öffentliche Anhörung durchführen. Das haben die Abgeordneten am (gestrigen) Mittwoch beschlossen; welche Sachverständigen bei dieser Anhörung zu Wort kommen werden, haben die Fraktionen zwar schon weitgehend im Blick, eine festgelegte Liste gibt’s aber wohl noch nicht.

Derweil kündigt sich ein neuer Gast im deutschen Luftraum an (oder ist schon da): Ab dem heutigen 8. Mai fliegt in den nächsten Wochen mehrfach eine Aufklärungsdrohne Global Hawk von Sizilien nach Norwegen – und dabei auch über Deutschland. Die in Sigonella stationierte US-Maschine kommt beim NATO-Manöver Unified Vision zum Einsatz, und vor dem jeweils eineinhalbstündigen Überflug über deutsches Gebiet wurden weitgehende Vorkehrungen getroffen – von der Entsendung eines deutschen Offiziers in das Kontrollzentrum der Drohne in den USA bis zur Einschaltung der Datenschutzbeauftragten. weiterlesen