Militärbeobachter in Freiheit – Steinmeier: „Ein Tag, an dem wir tief durchatmen“

 

(Update: Der Airbus der Flugbereitschaft des Verteidigungsministeriums mit den Freigelassenen an Bord ist nach Medienberichten am Samstagabend gegen 21 Uhr auf dem Berliner Flughafen Tegel gelandet.)

Die ausländischen Militärbeobachter in der Ost-Ukraine, die vor gut einer Woche in Sloviansk entführt worden waren, sind am (heutigen) Samstagmorgen frei gekommen und auf dem Weg nach Berlin. Außenminister Frank-Walter Steinmeier und Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen bestätigten die Freilassung, die nicht zuletzt durch den russischen Sondergesandten Wladimir Lukin zustandegekommen war, in einem gemeinsamen Pressestatement. Das sei ein Tag, an dem wir einmal tief durchatmen können… wir sind weit weg vom Ende der Krise in der Ukraine, warnte Steinmeier dabei. weiterlesen

Debattenhalde: Ukraine & freigelassene Geiseln

Aus gegebenem Anlass: Es gibt offensichtlich ein Bedürfnis, jenseits der Faktenlage – oder über sie hinaus – über die Ereignisse in der Ukraine und auch die Freilassung der Militärbeobachter am Samstag zu debattieren. Das kann dann gerne hier geschehen, damit die Lagebeobachtung für die tatsächlichen Ereignisse frei bleibt.
(Dort schon aufgelaufene Debatten-Kommentare verschiebe ich hierher.)

Lagebeobachtung Ukraine, 3. Mai (Update: Deutsche Geiseln frei)

Die Lage in der Ukraine bleibt nach den Ereignissen am Freitag extrem angespannt – und macht deshalb eine weitere Lagebeobachtung auch am (heutigen) Samstag sinnvoll.

Die wichtigsten Dinge, die es im Auge zu behalten gilt:

• Aus deutscher Sicht: Was tut sich mit den entführten Militärbeobachtern? Letzter Stand war am Freitagabend eine Mitteilung des russischen Außenministeriums, nach der die Geiseln an einen russischen Sondergesandten übergeben werden sollen. Dazu gab es eine Meldung der russischen Nachrichtenagentur RIA Novosti, in der dpa-Fassung:

Die moskautreuen Separatisten in der Ostukraine wollen ihre Geiseln nach russischen Angaben unter Bedingungen freilassen. Die festgehaltenen Militärbeobachter der OSZE sollten in die Obhut des russischen Sondergesandten Wladimir Lukin kommen, der sich derzeit in der Ostukraine aufhalte. weiterlesen