RC N Watch: Blutige Anschläge in Afghanistan – auch in Kundus

Weniger als zwei Wochen vor der Präsidentenwahl in Afghanistan gab es am (heutigen) Dienstag im ganzen Land blutige Anschläge, die nach den bisherigen Meldungen den Taliban zuzuordnen sind. Der Aufsehen erregendste anschlag ereignete sich in der Hauptstadt Kabul: dort wurde ein Büro der Unabhängigen Wahlkommission angegriffen. Weitere Angriffe gab es in den Provinzen Kunar und Khost.

Der Anschlag in Kabul (und in geringem Maße die in Kunar und Khost) dominieren die Berichterstattung; deshalb ein gezielter Blick auf Kundus, im Norden Afghanistans (und formal im unter deutschem Kommando stehenden ISAF-Regionalkommando Nord). Dort gab es eine Bombenattacke während eines Buzkashi-Spiels, die offensichtlich dem örtlichen Milizenkommandeur Mir Alam galt. Noch sind nicht alle Einzelheiten klar; hier was bisher bekannt ist: weiterlesen

Attraktivität der Bundeswehr: Fitness je nach Aufgabe?

Muss die Bundeswehr für alle Soldaten (und Soldatinnen) gleiche Anforderungen an die körperliche Leistungsfähigkeit stellen – egal ob sie bei der Kampftruppe unterwegs sind oder vor allem am Computer im Einsatz? Muss sie nicht, findet Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen. Die Ministerin in der Rheinischen Post*:

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hat eine Überprüfung der Eignungsmerkmale für die Bundeswehr angekündigt – als eine Möglichkeit, die Bundeswehr als Arbeitgeber attraktiver zu machen. „Beispiel körperliche Fitness: Es stellt sich die Frage, ob jeder einzelne Soldat und jede einzelne Soldatin, gleich welche Aufgabe sie im Riesenkonzern Bundeswehr ausfüllt, tatsächlich einen langen Marsch mit schwerem Gepäck bewältigen können muss“, sagte von der Leyen der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“ (Dienstagausgabe). „Da müssen wir eher danach gehen, was eigentlich eine moderne, hochtechnisierte Armee braucht“, betonte die Ministerin. Fitness sei immer gut, ein moderne Armee brauche aber ebenso die Fähigkeit zum vernetzten Arbeiten, soziale Kompetenzen, eine moderne „Unternehmenskultur“ und ausgeprägtes Technikverständnis, betonte von der Leyen. „Für Menschen, die das bei der Bundeswehr einbringen wollen, dürfen wir nicht unnötige Hürden aufbauen.“

Das dürfte, vermute ich, zu ähnlich engagierten Kommentaren wie beim Thema Anzugordnung führen…

Nachtrag 26. März: In der Bundespressekonferenz beantwortete Oberstleutnant Uwe Roth vom Presse- und Informationsstab die Nachfrage nach dem Hintergrund der Ministerinnen-Aussage so: weiterlesen