Norwegischer Ex-Ministerpräsident angeblich als NATO-Generalsekretär vorgesehen

Die Meldung kommt, natürlich, aus Norwegen: Der frühere Ministerpräsident Jens Stoltenberg soll als Nachfolger des Dänen Anders Fogh Rasmussen neuer Generalsekretär der NATO werden, wie die Zeitung Aftenposten berichtet:

Jens Stoltenberg, Norway’s former Prime Minister, will become NATO’s next Secretary General. He will most likely be appointed when the organization’s foreign ministers meet in Brussels on April 1-2.
Sources very close to this process confirm to Aftenposten that Stoltenberg will indeed become the next NATO Secretary General. The process of finding a replacement for Anders Fogh Rasmussen is in its final stages, and Aftenposten is told that both British Prime Minister David Cameron and French President Francois Hollande have now declared their support for Stoltenberg´s candidacy.
It was previously known that both US president Barack Obama and German Chancellor Angela Merkel had chosen Stoltenberg for the job. This means that the four most powerful NATO countries are now behind the Norwegian.

Bestätigt ist das noch nicht, aber das ist bei einer solchen Findung ja nicht ungewöhnlich. Bereits seit einigen Tagen wird Stoltenberg in norwegischen Medien als aussichtsreichster Kandidat genannt; nun scheint die Entscheidung gefallen.

(Archivbild: Stoltenberg, damals noch Ministerpräsident, am 30. November 2011 bei einem Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel in Schloss Meseberg – Statsministerens kontor via Flickr unter CC-BY-ND-Lizenz)

Landes- und Bündnisverteidigung: Blick nach Osten? (Update)

Die Auswirkungen der Ukraine-Krise und der russischen Annexion der Krim auf die NATO und damit auch auf Deutschland (und seine Streitkräfte) werden zwar von den Interessierten schon seit Tagen diskutiert (hier auf Augen geradeaus! zum Beispiel nach der Rede des NATO-Generalsekretärs und der Ankündigung mehrer Bündnismitglieder, die Luftraumüberwachung über dem Baltikum zu verstärken) – in der Mainstream-Debatte dürfte dieses Thema aber erst jetzt mit den Äußerungen von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen im aktuellen Spiegel angekommen sein:

Die aktuelle Lage spiegelt klar, dass die NATO nicht nur ein militärisches, sondern auch ein politisches Bündnis ist. Es ist vor allem der demokratische Wertekanon, der hohe Anziehungskraft auf Neumitglieder entfaltet. Deswegen ist die NATO seit den 90er-Jahren gewachsen, nicht weil die Allianz auf Expansion ausgelegt war.
Jetzt ist für die Bündnispartner an den Außengrenzen wichtig, dass die NATO Präsenz zeigt. Denn nur Geschlossenheit gibt die Sicherheit für die diplomatischen Gespräche, die nun geführt werden müssen.

(Update: Komplettes Zitat nach Angaben des BMVg ergänzt)

Was die CDU-Ministerin damit konkret meint, wird sich vermutlich schon bald zeigen müssen weiterlesen