Und wieder die P8: Ungewollte Schussabgabe

[Hier stand kurzfristig ein Foto der Agentur Getty, die zwar derzeit die Nutzung aktueller Bilder in Blogs gestattet. Nachdem ich gesehen habe, welche Anwaltskanzlei in Deutschland für Getty vermeintliche oder tatsächliche nicht zulässige Nutzung verfolgt, finden Getty-Bilder hier nicht mehr statt.]
Es bleibt merkwürdig: In fast allen Fällen ungewollter Schussabgabe im Einsatz spielt die Pistole P8 eine Rolle (mit ein paar Ausnahmen), darauf hatte ich im vergangenen Jahr schon mal hingewiesen. Am (heutigen) Samstag erneut:

Am 8. März gegen 11.00 Uhr Mitteleuropäischer Zeit (14.30 Uhr Ortszeit) kam es in Masar-i Scharif bei einer Übung zu einer ungewollten Schussabgabe mit einer Pistole P8.
Hierbei wurde ein Frachtcontainer getroffen. Bei diesem Vorfall kam es zu keinem Personenschaden. Derzeit wird der Vorfall vor Ort untersucht.

meldet die Bundeswehr.

In den Kommentaren im vergangenen Jahr sind schon mögliche Gründe genannt worden – vom unachtsamen Umgang mit der Handwaffe bis zum fehlenden Training. Was auch immer die Ursache(n) ist oder sind: Es scheint sich wenig zu ändern?

Ukraine: Lagebeobachtung 8. März

[Hier stand kurzfristig ein Foto der Agentur Getty, die zwar derzeit die Nutzung aktueller Bilder in Blogs gestattet. Nachdem ich gesehen habe, welche Anwaltskanzlei in Deutschland für Getty vermeintliche oder tatsächliche nicht zulässige Nutzung verfolgt, finden Getty-Bilder hier nicht mehr statt.]

Nein, keine Zeichen von Entspannung bei der Lage in der Ukraine, auf der Krim und in internationalen Beziehungen, im Gegenteil. Symptomatisch scheinen mir am (heutigen) Samstag zwei Meldungen:

Aus der Ukraine selbst – Reuters: Fresh confrontations raise tempers on ground in Crimea

The mood darkened in Russian-occupied Crimea on Saturday after overnight confrontations between Russian troops and besieged Ukrainian soldiers raised tensions on the ground in the biggest East-West face-off since the Cold War.

und international: Associated Press Russia may halt US inspections over sanctions

Russia is considering a freeze of U.S. military inspections under arms control treaties in retaliation to Washington’s decision to halt military cooperation with Russia, news reports said Saturday.
Russian news agencies carried a statement by an unidentified Defense Ministry official saying that Moscow sees the U.S. move as a reason to suspend U.S. inspections in Russia in line with the 2010 New START treaty on cutting U.S. and Russian nuclear arsenals and the 2011 Vienna agreement that envisages mutual inspections of Russian and NATO military facilities as part of confidence-building measures.

Zu den auch hier in den Kommentaren immer wieder erwähnten rechten und nationalistischen – um nicht härtere Begriffe zu benutzen – Kräften, die in der Ukraine einen nicht unwichtigen Teil der derzeitigen Akteure stellen: Tilo Jung hat für Jung&Naiv einen Sprecher des Rechten Sektors interviewt: weiterlesen

„Zwischen Welten“: Ohne Hoffnung

ZwischenWelten_Pressepic2A

Zum Glück bin ich kein Filmkritiker. Sonst hätte ich vielleicht wie Spiegel Online (und die Rezensenten anderer deutscher Medien) zu der Einschätzung kommen müssen, dass Feo Aladags Film Zwischen Welten, der vom Afghanistan-Einsatz deutscher Soldaten erzählt, der schlechteste deutsche Beitrag zur diesjährigen Berlinale war. (Die Neue Zürcher Zeitung, interessanterweise, kommt zu einem eher positiven Ergebnis). Nachdem ich den Film gesehen habe, mein Fazit in Kurzform: Bedrückend, aber realistisch. Und ansehenswert.

Natürlich werden Kenner des Einsatzes sehr schnell die Punkte finden, an denen der Film Fiktion ist und wenig mit der Realität zu tun hat. Dass ein Hauptmann und Kompaniechef einen Combat Outpost mit knapp zehn Mann führt, ist ebensowenig realitätsnah wie das wiederholte Bild des geschlossenen Bahnübergangs – rund um Kundus, wo der Film spielt, gibt es keine funktionierende Bahnlinie. Doch jenseits dieser fiktionalen Erzählelemente kommen mir Selbstzweifel des deutschen Offiziers, sein Kampf gegen Militärbürokratie und starre Vorschriften und vor allem die Situation des afghanischen Übersetzers doch sehr wirklichkeitsnah vor. weiterlesen