RC N Watch: Patrouille bei Masar-i-Scharif mit Panzerfaust angegriffen

Relativ nah am Bundeswehr-Feldlager Camp Marmal bei Masar-i-Scharif in Nordafghanistan (und damit auch vergleichsweise nah am Flughafen) ist am (gestrigen) Freitagabend eine deutsche Aufklärungspatrouille der Northern Reaction Unit (NRU) angegriffen worden. Es gab keine Verwundeten. Die Bundeswehr-Meldung:

Am 10. Januar 2014 gegen 19.50 Uhr mitteleuropäischer Zeit (22.20 Uhr Ortszeit) kam es 7 km nördlich vom Camp Marmal bei Masar-i Scharif zum Beschuss einer deutschen Aufklärungspatrouille.
Die deutschen Soldaten wurden vermutlich mit Panzerabwehrhandwaffen beschossen. Die Soldaten haben das Feuer nicht erwidert. Es wurden keine deutschen Soldaten verletzt. Es kam zu keinen Sachschäden.

Überraschend scheint mir der Angriff wegen der Nähe zum Camp Marmal – hat es das in der Entfernung schon mal gegeben?

Die derzeit rund 540 Soldatinnen und Soldaten starke NRU wird derzeit im Wesentlichen vom Gebirgsjägerbataillon 232 aus Bischofswiesen bei Berchtesgaden gestellt. Zur ihr gehören unter anderem zwei Infanteriekompanien und eine Aufklärungskompanie.

(Archivbild: Soldaten der NRU beim Besuch von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen im Camp Marmal am 23. Dezember 2013)

89 Gedanken zu „RC N Watch: Patrouille bei Masar-i-Scharif mit Panzerfaust angegriffen

  1. Man war wohl ganz überrascht so „weit“ vom Camp Marmal überhaupt noch Deutsche zu sehen. Vielleicht durchkreuzte man ja auch nur die lokalen Pläne einiger Leute…
    Da nimmt man eben gern auch mal als Kommunikationsmittel ne Panzerfaust.
    Ortsüblich und angemessen.
    Oder man will gezielt unseren Radius in der Blue Box noch weiter einschränken, um die eigene Bewegungsfreiheit zu erhöhen (Raketentraumziel Camp Marmal).

    Der Duktus der Meldung erinnert jedoch irgendwie an 2006/2007 (Beschuß, Feuer nicht erwidert, kein Personen- oder Sachschaden).

    Und wie damals auch hat man – wieder – begrenzte Reaktionsmöglichkeiten (Dank der tollen Planung der militärischen Führung).

  2. Kurz vor Weihnachten hat man die ObjSKr der Lw abgezogen ! diese hatten die Raumverantwortung in der sogenannten Blue Box ! Aber um der Öffentlichkeit zu zeigen alles ok in AFG wurden diese Kr abgezogen, auch um die zahlen zu verringern ! Das hat man nun davon ! Bin gespannt wenn der erste Hit auf die FSB MeS kommt !

  3. „Überraschend scheint mir der Angriff wegen der Nähe zum Camp Marmal – hat es das in der Entfernung schon mal gegeben?“

    Wo sollen wir denn sonst angegriffen werden?

    Wenn die Blue Box erstmal gechallenged wird……bedeutet dies eine Gefährdung des kompletten Luftverkehrs….

    Vielleicht war es nur ein „Ausrutscher“. Wenn nicht, dann wirds im Frühjahr ungemütlich.

  4. Ja, das gab es schonmal und zwar 2008:
    http://tinyurl.com/l687daj

    Ach was war das damals für eine helle Aufregung „Affenkäfig“.
    Jeder der es damals erlebt hat, wird wohl schmunzelnd daran zurückdenken.

    PS: Ja, es ist eigentlich nicht zum Lachen, aber wie gesagt, „Betroffene“ wissen, was ich meine.

  5. Passenderweise wurde die Rückverlegung von Großgerät (SPz Marder) zum Jahresende abgeschlossen und die NRU wird zu Ende März 2014 wieder in eine reine QRF umbenannt und umgegliedert (UdÖ 1+2/2014, http://tinyurl.com/lsp9xbm).
    Auf in-extremis-Probleme der ANSF zu reagieren, will man wohl schon im letzten ISAF-Jahr nicht mal mehr deklaratorisch.
    Die Umgliederung geht sicher mit einer weiteren Reduzierung einher – da wird man gemeinsam mit den Verbündeten in der Blue Box – genug zu tun haben.
    Die Fähigkeiten im Bereich mechanisierte Kräfte und Steilfeuer sind ja bereits jetzt schlechter als 2008.

    2006 hat man mit großem Trara eine „gepanzerte Reserve“ (5 Spz Marder) zum Feldlagerschutz nach MeS gebracht (siehe: http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/anschlaege-in-afghanistan-bundeswehr-entsendet-gepanzerte-reserve-1353689.html) – und nun ist nichts mehr da.

    Interessant wäre natürlich wie man in den nächsten Tagen auf den Beschuss reagiert (Verdichtung Lagebild, Ansprache gewisser Kreise oder Vogel-Strauß?).

  6. Sorry vermutlich klingt das naiv, aber warum vernichtet man diese feindlichen Kräfte bei einem solchen Angriff nicht, um zu zeigen „wo der Hammer hängt“?

  7. @ObjSRgtLw:

    Nach offizieller Lesart übernehmen ja andere ISAF-Staaten (Mongolei, Georgien, etc) die Aufgabe in der Blue Box. Unsere Planung ist eben fast ausschließlich logistisch und pseudopolitisch getrieben.
    Wenn man ich mittlerweile den Umfang des deutschen Kontingentes (ca. 3000) und die noch vefügbaren „Reaktionskräfte“ anschaut, dann ist das eigentlich nur noch Realsatire.

  8. @Schwarzwolf | 11. Januar 2014 – 12:32

    Weil man bis Ende des Jahres möglichst keine Trauerfeiern mehr abhalten möchte.

  9. KLE is‘ immer gut …^^ Vielleicht findet sich ja ein lokales Wachschutzunternehmen?

  10. @Der Zeitgeist:
    Bleibt abzuwarten, ob diese Deeskalationsstrategie aufgeht.
    Die militärische Planung hat jedoch für eine wesentliche Lageänderung kaum mehr Mittel vorgesehen.

    Hoffentlich setzt man nun wenigstens Zeit, Energie und vielleicht auch Risiko ein, um zu verstehen was hier, warum passiert ist.

    @Thomas Melber:
    Aber KLE muss eben auch sauber vorbereitet, durchgeführt und nachbereitet werden, sonst ist es – wie allzu oft – eine Märchenstunde beider Seiten.
    KLE kann auch die Botschaft rüberbringen:
    Wer auf uns schießt, hat ein Problem mit uns (siehe Mattis).

  11. @TW
    Key leader engagement – d.h. „gut, daß wir darüber gesprochen haben“ ^^

    @Memoria
    Ja, das war etwas flapsig, KLE ist natürlich wichtig. ‚finde es nur auffallend, daß insb. die Amerikaner bei jedem Zwischenfall immer als erstes KLE ansetzen. Non-verbale Kommunikation ist manchmal zielführender. Und wie das mit dem „Wachschutz“ gemeint ist verstehen Sie …

  12. Angesichts der jüngsten Entwicklungen wirkt der Abzug deutscher Sicherungskräfte noch trauriger. Keiner der Verbündeten hat diesen Schritt verstanden, noch wir selbst. Diejenigen, die jetzt mit der Aufgabe betraut sind, sind auf Dauer nicht durchhaltefähig. Es ist aber auch niemand bereit, die vorhandenen Ressourcen richtig zu nutzen.

  13. @Thomas Melber:
    Das Wachschutzmodell ist in unserer Lage durchaus eine kluge Option.
    Egal wie man es macht, man muss zunächst das Problem verstehen und dann eine Lösung organisieren. Ich befürchte jedoch, dass man das Thema lieber à la Vogel Strauß aussitzt.

    Schicken wir jetzt den interkulturellen Einsatzberater und Feldnachrichten dort hin wo es gestern gekracht hat (nachdem man die Lage vorsortiert hat)?
    Oder eher Angst essen Seele auf?

    Hierfür ist eben Realitätsnähe, Pragmatismus, Flexibilität und Entschlossenheit gefragt.
    Für all das ist das RC-N national und international nicht gerade bekannt.

    Die Briten fanden beim Abzug aus Basra auch sehr kreative Wege mit Zuckerbrot („lokale Sicherheitsfirmen“) und Peitsche (Festnahme von Personen als „bargain chip“).

  14. Fast 3000 Soldaten in MeS… Das ist eine verminderte Brigade. Wenn man außerhalb der Lagermauern nichts mehr machen kann (oder will) sollte man sich eingestehen dass man es lieber direkt lassen sollte :(

    Und für die nächsten Einsätzen mal überlegen ob wir das nicht flexibler regeln können, unabhängige Btl ohne eigene Logistik. Wir mussten im Kalten Krieg doch auch erstmal auf uns gestellt operieren, 80% Logistik und Stab brauchte man damals nicht.
    (Ja, ich weiß, ein recht großer Teil dürfte zum Flugbetrieb gehören)

  15. Trotzdem ist es interessant zu sehen wie die 3000(+) aufgeteilt sind respektive welche Aufgaben sie haben.
    Wie schon gesagt wurde ist eine nennenswerte Präsenz „draußen“ nicht mehr möglich und auch nicht gewollt. Zumal der COM RC N ja doch kürzlich auch die Lage positiv beurteilt hat.
    Die neuen Battle Space Owner werdens schon richten.

  16. @Memoria | 11. Januar 2014 – 12:42
    Bleibt abzuwarten, ob diese Deeskalationsstrategie aufgeht.
    Die militärische Planung hat jedoch für eine wesentliche Lageänderung kaum mehr Mittel vorgesehen.
    —————————-

    Ich gehe davon aus, dass es eine wesentliche Lageänderung in diesem Jahr gar nicht geben wird. Das wird vielleicht die Ironie daran sein, nämlich dass General Vollmer mit seiner Einschätzung über die Entwicklung 2014 sogar recht behalten könnte.

    Die Aufständischen sind ja nicht blöd, sie werden kaum damit anfangen, die allgemeinen Abreisevorbereitungen z.B. mit komplexen Angriffen auf die Feldlager zu stören. Man will die NATO ja aus dem Land raus haben, da wird man keine Argumente für eine weitere Truppenpräsenz liefern wollen.

  17. Die Battle Space Owner bereiten doch ebenso ihr Ausweichen vor.

    @Zeitgeist
    Raus geht man so oder so, was gibt es denn öffentlichkeitswirksameres, als die ungeliebten Besatzer „rauszuschmeißen“?

  18. @Der Zeitgeist:
    Ja das ist wahrscheinlich. Aber etwas Ärger, um zu zeigen, dass wir geschlagen sind, schaden StratCom-mäßig ja auch nicht. Zumal ja geplant ist bis Ende 2017 in MeS zu bleiben.

    Zudem ist die Schlussfolgerung von GenMaj Vollmer falsch, dass dies Ergebnis der Stärke der ANSF ist

  19. Was mich dabei am meisten ärgert….ich bin unmittelbar vor Ort und erfahre MAL WIEDER davon nach fast 24h aus den Medien.

    Wann bekommt das der Dienstherr endlich auf die Reihe, zuerst mal intern und dann extern zu informieren?

  20. Die Frühjahr Offensive fängt früh an dieses Jahr
    Die wollen wohl klar stellen wer der Herr im Hause ist
    Bundeswehr kann wohl auch nicht mehr so viel tun Pzh200 Fehlen und so weiter .

  21. @Schwarzwolf | 11. Januar 2014 – 12:32

    Zitat: „Sorry vermutlich klingt das naiv, aber warum vernichtet man diese feindlichen Kräfte bei einem solchen Angriff nicht, um zu zeigen “wo der Hammer hängt”?“

    Wir können nicht, da wir mit den Vorbereitungen für unsere Abreise bereits hinreichend ausgelastet sind. ;-))

  22. @Lars
    Der Dienstherr hier vor Ort informiert intern wenn es was zu informieren und vor allem gesicherte Informationen gibt.

  23. @Karlchen:
    Und die offizielle Mitteilung des BMVg für die Öffentlichkeit (s.o.) baut auf keinen „gesicherten Informationen“ auf?
    Oder ist derlei aus Sicht der Führung einfach irrelevant, weil nichts passiert ist?
    Der Text oben erwähnt ja noch einige Ungewissheiten, aber was spricht dagegen dies „nach unten“ genauso weiterzugeben wie „nach draußen“?

    Zumal man ja nicht immer weiß, für wen die Information sehr relevant sein könnte.

  24. Warum reisen wir nicht mit Sack und Pack ab und lassen den Müll, den uns unser Dienstherr (Dienstherrin) zur Verfügung stellt zurück oder Sprengen den Krempel?
    Es ist doch eine Armut und setzt uns der Lächerlichkeit preis, wenn wir uns als Streitkräfte
    vor unseren Gegnern verstecken müssen!!
    Das ist wie auf dem Kirmesplatz, schießen auf den laufenden Keiler.
    Es kotzt mich einfach an!
    Es kommt der Tag, da haben unsere Gefechtsfshrzeuge 5 Rückwärtsgänge und einen Vorwärtsgang.
    Deutschland schafft sich ab!
    Gute Nacht Bundeswehr.

  25. @pepe: wir nehmen die überzähligen leos von den italienern. die haben jetzt schon so ein getriebe…

  26. Na ja, bei EUTM machen wir ja auch nicht mehr mit, weil „zu gefährlich“.

  27. Politik sollte von der militärischen Führung beraten werden. Hoffentlich erfolgt dies mit klaren Worten. Andererseits könnten die Streitkräfte zum richtigen „Buuuhhhhmann“ werden. „Also der Herr Generalinspekteur sagte mir, dass die weitere Reduzierung und der Abbau von jeglichen Fähigkeiten absolut ohne Risiko sei…“

  28. @Happy Pepe:
    Bei 22:20 Ortszeit und Feuer aus der Deckung ist Lage ja auch unübersichtlich. Die Bundeswehr hat es ja aber auch geschafft Dingo 2 mit FLW 100/ 200 aus Kunduz nach Deutschland zu bringen und Dingo 2 mit KMW 1530 weiterhin bei der NRU einzusetzen. Wenn man sowas schon nicht hinbekommt…

  29. @Viva: Der „Herr“, der das behauptet, sitzt in einem wohl beheiztem Büro, läßt sich Kaffee bringen, ließt geschönte Lageberichte, will seine weitere Karriere nicht gefährden und die Soldaten im Einsatz sind ihm sch….egal. Wenn etwas passiert, wird große Trauer und Mitleid ausgedrückt. Oder irre ich mich?
    Anderenfalls wären wir so ausgerüstet und ausgebildet, um
    uns gegen solche Angriffe zur Wehr zu setzen ohne größere Gefahr für Leib und Leben.

  30. OT: Die Bundeswehr wird sich nach Medienberichten aus der Ausbildungsmission für die Streitkräfte Somalias zurückziehen, eine Verlegung nach Mogadishu ist wohl für zu gefährlich erachtet worden.
    Deutschland verlässlich? Hat vdL das nicht kürzlich noch gesagt? Am 09.01.?
    Ich schlage die Wortbedeutung nochmal nach.

  31. Und da steht wo, dass die Entscheidung gefallen ist? Nur mal so als Frage.

    (ganz davon abgesehen, dass es in diesem Thread ziemlich OT ist…)

  32. btt

    für die freunde des gepflegten partisanenkrieges …

    meldung klingt für mich eher so als wären da recht grob ein paar (ja wieviele denn ?) rpgs in die richtung der patrouille gefeuert worden. klingt auch nicht so, als wäre von den Fahrzeugen erkennbar gewesen, was wieviel und woher da etwas eingesetzt wurde.
    klar kann man auch seinen heldenmut beweisen und die neugier befriedigen. fragt sich wofür. der krieg ist verloren. fehlt hier noch jemandem ein dingo wrack für den vorgarten ?

  33. Immerhin war die Patrouille nachts draußen. Allerdings scheint die Militanz die Nachtkampffähigkeiten der Bw nicht allzu hoch einzuschätzen. Man stelle sich einmal einen „richtigen“ nächtlichen Hinterhalt vor, Patrouille angesprengt und Kampferöffnung auf kurze Distanz (< 100m) mit RPG und sMG.

  34. Interessanter ist, das man jetzt schon in den verbliebene gebiete hat
    Wahren die da schon Länger oder erst seit man die anderen Gebiete geräumt hat
    Und was noch vorhanden ist reicht das noch aus oder nicht
    Weil schweres gerät ist auch schon weg aber Marder sind meine ich mal noch unten und Boxer

  35. Spekulation: Nachts dürften nur die wenigen verbliebenen Boxer unterwegs sein, da diese durch die Nachsichtfähigkeit des Fahrers und gleichzeitiger Nachkampffähigkeit operieren können, ohne sich schon Meilenweit vorher anzukündigen. Gleichzeitig passt das hohe Schutzniveau in die Abzugspassivität. Damit wäre es auch leicht erklärbar, warum die INS nicht getroffen haben – sie haben nur auf das Fahrzeuggeräusch geschossen. Gleichzeitig sind schnell aufeinander folgende RPG Abschüsse selbst durch die Wärmebildoptiken der FLW 200 kaum aufzuklären, wenn man gerade in dem Moment in einen anderen Bereich schwenkt. Die INS haben sich wahrscheinlich direkt nach dem Abschuss aus dem Staub gemacht. Hand aufs Herz – welcher Kommandant würde in dieser Situation anhalten und absitzen lassen bzw. versuchen den Feuerkampf aufzunehmen wenn er nicht zumindest eine Idee davon hat, woher der Beschuss kam?

  36. die ganze malaise der deutschen selbstwahrnehmung wird wohl auch durch diese neue Meldung deutlich.

    http://bit.ly/KcmRUM
    warnschüsse!

    demnächst werden dann wohl extrablätter gedruckt wenn jemandem der bleistift abbricht. verletzungsrisiko und so

  37. Jetzt ernsthaft, aber die Meldung über die Warnschüsse liest sich fast wie aus einem Tim & Struppi.

  38. räusper

    wenn von einer Aufklärungspatrouille gesprochen wird, könnte es ein Fennek Spähtrupp gewesen sein. Die suchen aus eigenem Erleben kein Gefecht.

    pi

  39. ‚habe die Meldung über die Warnschüsse auch gelesen. Ernsthaft: welche Alternativen gibt es? Motorradfahrer festnehmen (und wenn er dann flüchtet?)? Bekämpfen? Das Verhalten war lagegerecht und angemessen.

  40. @politisch inkorrekt
    Wirkung von Handwaffen auf geschützte Fahrzeuge. Nun ja. Bisher haben wir ja Glück gehabt.

  41. @Thomas Melber, Stuttgart

    Ich zerschlage nur ungern ihre Fantasien von der Schutzwirkung in unseren geschützten Fahrzeugen.

    Aber:
    Weder ein Fennek noch ein Eagle, Fuchs, Mungo, Dingo oder Enok halten einer RPG 7 stand.
    Im ungünstigen Fall haben auch Boxer und die bereits abgezogenen Marder damit ein Problem.

    Wenn sie also mit 3 dieser Fahrzeuge nachts unterwegs sind und aus vorbereiteten Stellungen mit RPGs beschossen werden – dann sollten sie das Weite suchen. Danach Ordnungshalt und entweder Auftrag fortsetzen oder neu ansetzen.
    Egal wie sie sich entscheiden – im ersten Moment sind sie in der unterlegenen Position und wie markus, d.Ä. richtig feststellt:

    Wozu jetzt, kurz vor Kontingentwechsel noch den Helden spielen?

    pi

  42. @politisch inkorrekt
    Ein kleines Mißverständnis, ich habe mich nicht klar ausgedrückt. Ein Volltreffer mit RPG mit Umsetzung ist fast immer „fatal“, großes Soldatenglück einmal abgesehen (gab es auch schon).

    Ich meine Beschußbilder von AK 47 (!) auf … (sicher VS-NfD oder höher), das sieht nicht gut aus, cal. 50 (also 12,7 mm) hätte penetriert.

    Davon ab: der Einsatz läuft bis zum letzten Tag, ab wann soll man „einstellen“?

    Ansonsten teile ich Ihre Einschätzung in Bezug auf das Verhalten der Patrouille.

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