Afghanistan: US-Geheimdienste befürchten Wiedererstarken der Taliban

Die düstere Vorhersage der US-Geheimdienste, die nach einer deutlichen Verringerung der Truppen aus den USA und anderen NATO-Staaten ein rasches Wiedererstarken der Taliban und anderer Aufständischer befürchten, wurde hier in den Kommentaren schon erwähnt. Damit’s nicht nur aus dritter Hand ist, der Verweis auf den ersten Bericht dazu, aus der Washington Post:

A new American intelligence assessment on the Afghan war predicts that the gains the United States and its allies have made during the past three years are likely to have been significantly eroded by 2017, even if Washington leaves behind a few thousand troops and continues bankrolling the impoverished nation, according to officials familiar with the report. The National Intelligence Estimate, which includes input from the country’s 16 intelligence agencies, predicts that the Taliban and other power brokers will become increasingly influential as the United States winds down its longest war in history, according to officials who have read the classified report or received briefings on its conclusions. (…)
The report predicts that Afghanistan would likely descend into chaos quickly if Washington and Kabul don’t sign a security pact that would keep an international military contingent there beyond 2014 — a precondition for the delivery of billions of dollars in aid that the United States and its allies have pledged to spend in Afghanistan over the coming years.

Der ganze Bericht hier: Afghanistan gains will be lost quickly after drawdown, U.S. intelligence estimate warns

Nachtrag: Zu der Debatte passt die Analyse von Thomas Ruttig für das Afghanistan Analysts Network: weiterlesen

Standorte und Kinderbetreuung: Erwartungen vom Wehrbeauftragten

Der (nach wie vor) neuen Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen steht, wie jedem ihrer Vorgänger und ein wenig auch als Korrektiv im Sinne der Soldaten, der Wehrbeauftragte des Bundestages gegenüber – ob das Verhältnis zwischen dem Regierungsamt und dem Parlamentsbeauftragten eines der Spannung oder eines der Zusammenarbeit ist, zeigt sich ja immer erst ein bisschen später. An diesem Wochenende hat der Wehrbeauftragte Hellmut Königshaus schon mal seine Messlatte gelegt, dafür brauchte er nur in seinen Posteingang des Jahres zu schauen: Bis zum 23. Dezember registrierte Hellmut Königshaus 5061 Beschwerden und damit 17 Prozent mehr als im Vorjahr. Gemessen an der Zahl der Soldaten ist das der höchste Stand seit Beginn der Erfassung 1959, berichtet dpa. Hauptproblem sei die Bundeswehrreform, bei der sich die Soldaten weiterhin nicht mitgenommen fühlten.

Im Interview der Woche des Deutschlandfunks hat Königshaus das noch ein bisschen detaillierter erklärt – zum Beispiel beim Thema Kinderbetreuung: weiterlesen

Jung&Naiv: Der Iran, die Atombombe, die Verhandlungen

Nach länger Zeit haben Tilo und ich mal wieder eine gemeinsame Folge für Jung&Naiv aufgenommen – sogar die Jubiläumsfolge 100. Es ging um den Iran, die Furcht des Westens vor einer iranischen Atombombe und die Verhandlungen darüber.

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