Bundeswehr rudert (teilweise) zurück: Keine Reservisten in die Asyl-Ämter

Die Bundeswehr rückt von ihrer Planung ab, Reservisten zur Unterstützung des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) in die Asylämter zu schicken. Einen Tag nach dem Aufruf an Reservisten der Bundeswehr, sich freiwillig zur Hilfe bei der Bearbeitung von Asylanträgen zu melden, zog das Bundesamt für Personalmanagement der Bundeswehr (BAPersBw) den Aufruf zurück. An dem Vorhaben, aktive Soldaten zur Unterstützung des BAMF abzustellen, wird nach Angaben des Verteidigungsministeriums aber festgehalten.

Aus der E-Mail an Reservisten, die sich auf den Aufruf gemeldet hatten:

Siegburg, 05.12.2013
Betreff:    Temporäre Personalunterstützung im Rahmen der Amtshilfe bei dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge
Bezug:    Unsere Mail vom 04.12.2013
Sehr geehrte Damen und Herren,
mit meiner Mail vom 4. Dezember 2013 hatte ich Sie darüber informiert, dass eine Unterstützung des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge bei der Bearbeitung von Asylanträgen benötigt wird. weiterlesen

Luftwaffe stellt Airbus-Transporter für Franzosen in Zentralafrika bereit

Nach der Entscheidung des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen, eine französisch-afrikanische Friedenstruppe in der krisengeschüttelten Zentralafrikanischen Republik zu autorisieren, stellt die Luftwaffe Airbus-Transporter für die französischen Streitkräfte bereit. Die A310 der Flubereitschaft würden beim European Air Transport Command (EATC) in Eindhoven gemeldet und könnten von den Franzosen für die Verlegung von Personal und Material nach Afrika genutzt werden, hieß es am (heutigen) Freitag aus dem Verteidigungsministerium. Wie viele Flüge benötigt würden, sei derzeit aber noch offen.

Die deutschen Maschinen sollen nicht direkt in die Zentralafrikanische Republik fliegen, sondern in ein Nachbarland – das dürfte voraussichtlich Kamerun sein, das die französischen Streitkräfte als Basis für die Operation nutzen. Da für die deutschen Soldaten keine Einbeziehung in eine bewaffnete Operation zu erwarten sei, muss über die Transporthilfe auch nicht das Parlament entscheiden.

Eine gute Übersicht zur Lage in der Zentralafrikanischen Republik gibt es bei IrinNews: Central African Republic – A Failed State implodes