Moderne Zeiten: Santa Claus auf dem Schirm

Tja, seit Jahren weise ich immer wieder Anfang Dezember auf die Aktion NORAD tracks Santa des North American Air Defense Command (NORAD hingewiesen: Mit den Mitteln moderner Technologie folgt die Luftraumüberwachung dem Rentier-Schlitten des (doch sehr amerikanischen) Weihnachtsmannes. Dazu gibt’s eine Webseite, Spiele und wasweißichnoch alles.

Ein Blick allein auf die Video-Trailer der Jahre 2010, 2011 und 2012 zeigt allerdings, dass sich die Zeiten ändern. Das aktuelle Command Video zum NORAD tracks Santa 2013 ist, nun, nicht wirklich weihnachtlich, sondern eher eine militärische Demonstration. Aber sehet selbst:

Ach so, Santa Claus droht übrigens trotz aller US-Militärmacht Ungemach. Wenn er die gleiche Flugroute wie im vergangenen Jahr nimmt, muss er nämlich, so haben die Kollegen von BuzzFeed herausgefunden, durch die neue chinesische Air Defense Identification Zone

 

 

 

 

Doku: Die Inspekteure mit alles zur Bundeswehr

DEU, Deutschland, Berlin, Pullman Berlin Schweitzerhof, 03.12.2013: 10. Handelsblatt Jahrestagung "Sicherheitspolitik und Verteidigungsindustrie" 2013 (2. bis 4.12.2013); Vizeadmiral Axel Schimpf, Inspekteur der Marine,   [Foto: Wolfgang Borrs / EUROFORUM Deutschland SE; Mobilfon: +49 (0)171 5332491; www.borrs.de, info@borrs.de]

Zur Dokumentation: Die Kurzvorträge der Inspekteure von (in der Reihenfolge) Luftwaffe, Heer, Marine und Streitkräftebasis am 3. Dezember auf der Handelsblatt-Konferenz Sicherheitspolitik und Verteidigungsindustrie in Berlin. Bei Marineinspekteur Axel Schimpf habe ich noch die anschließende Fragerunde mit reingenommen – ganz am Schluss (ab 30:45) sagt er auch was zum Sea Lion. weiterlesen

Deutschland prüft Luftransport für Franzosen in Zentralafrika

Die Bundeswehr prüft nach den Worten von Luftwaffeninspekteur Karl Müllner eine mögliche Unterstützung Frankreichs bei einem Einsatz in der Zentralafrikanischen Republik mit Transall-Flugzeugen. Bislang sei ihm zwar keine Anfrage Frankreichs an die Bundesregierung bekannt. Es sei aber natürlich logisch, dass man vorsorglich überlegt, wenn eine Partnernation einen solchen Einsatz beabsichtige, auch wenn keine konkrete Anfrage vorliege, sagte Müllner am Dienstag bei der Handelsblatt-Tagung Sicherheitspolitik und Verteidigungsindustrie in Berlin. Über die Hilfe mit Lufttransport werde derzeit im Ministerium nachgedacht.

Am vergangenen Freitag hatte sich das Auswärtige Amt zurückhaltend zu einer möglichen Unterstützung für französische Truppen geäußert, die in dem krisengeschüttelten afrikanischen Land intervenieren wollen. Trotz der vorsichtigen AA-Bewertung war allerdings da schon absehbar: wenn überhaupt eine deutsche (militärische) Unterstützung oder Beteiligung, dürfte Lufttransport am wahrscheinlichsten sein.

Framework-Nation Deutschland: ‚Wir müssen auch liefern‘

DEU, Deutschland, Berlin, Pullman Berlin Schweitzerhof, 03.12.2013: 10. Handelsblatt Jahrestagung "Sicherheitspolitik und Verteidigungsindustrie" 2013 (2. bis 4.12.2013); Generalleutnant Peter Schelzig,   [Foto: Wolfgang Borrs / EUROFORUM Deutschland SE; Mobilfon: +49 (0)171 5332491; www.borrs.de, info@borrs.de]

Wenn ein Drei-Sterne-General, noch dazu der stellvertretende Generalinspekteur der Bundeswehr, davon spricht, dass Deutschland in einem Anlehnungsmodell künftig bei absehbaren Missionen mit Verbündeten auch liefern muss, dann werde ich natürlich hellhörig: Was meinte Generalleutnant Peter Schelzig am (heutigen) Dienstag bei der Handelsblatt-Konferenz Sicherheitspolitik und Verteidigungsindustrie in Berlin mit seiner Aussage Wir werden zur Kasse gebeten?

Schelzig bezog sich dabei auf das so genannte Framework Nations Concept, das die Bundesregierung in der NATO vorgeschlagen hat (bislang noch nicht in der EU, aber das kann ja noch kommen.)

Offensichtlich meint Schelzig nicht in erster Linie, dass die Bundesrepublik nun in die Kasse schauen muss, bevor sich Deutschland anderen Nationen als Anlehnungsmacht für bündnisgemeinsame militärische Einsätze anbietet – so jedenfalls will er das nicht verstanden wissen. Wohl aber, daraus macht der GI-Stellvertreter keinen Hehl, dass er künftig wenig Spielraum für Deutschland sieht, eine Beteiligung an Einsätzen abzulehnen. Wie auf meine Nachfrage Schelzig und der deutsche Militärische Vertreter bei NATO und EU, Generalleutnant Markus Bentler, erläuterten, muss das ja nicht mehr Geld für den deutschen Verteidigungshaushalt bedeuten: weiterlesen