Erste ‚Private Armed Security‘ zum Schutz vor Piraten für deutsche Schiffe zugelassen

Nach langem Vorlauf greifen nun langsam die deutschen Regelungen für den Einsatz privater bewaffneter Sicherheitsmannschaften zum Schutz vor Piratenangriffen auf Handelsschiffen unter deutscher Flagge. Zum 1. November wurde vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) die erste Zulassung nach den neuen Vorschriften mit den schönen Namen Seeschifffahrtsbewachungsverordnung und Seeschifffahrtsbewachungsdurchführungsverordnung erteilt: Die Result Group aus München darf als erstes Unternehmen ihre bewaffneten Sicherheitsteams auf die deutschen Schiffe bringen.

Das ganze hat eine ganze Weile gedauert – die Neuregelung hatte der (scheidende) Parlamentarische Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, Hans-Joachim Otto, bereits im Juli 2011 angekündigt. Aber bis so etwas in deutsches Recht umgesetzt ist…

Die Result Group wirbt auf ihrer Webseite schon damit, dass sie Begleitung von Schiffen in High-Risk-Areas (Golf von Aden, Golf von Guinea, Indonesien) anbietet und ihr Personal  aus ehemaligen Angehörigen internationaler Spezialeinheiten mit langjähriger maritimer Erfahrung bestehe. Aber offensichtlich nicht erst seit ihrer Zulassung durch das BAFA für deutsch geflaggte Schiffe weiterlesen

Mali: Orden für deutschen Oberfeldarzt – und weiter tödliche Unruhen im Norden

EUTM_Mali_Clauss_01nov2013

Der deutsche Oberfeldarzt Michael Clauss, mit der EU-Trainingsmission EUTM Mali als Kommandeur des deutschen Sanitätskontingents im Einsatz in dem westafrikanischen Land, ist vergangene Woche vom malischen Verteidigungsminister Soumeylou Boubeye Maïga mit dem Orden Chevalier de l’Ordre  national du Mali ausgezeichnet worden (Foto oben). Diese Auszeichnung und die Arbeit des deutschen Feldlazaretts und der EU-Ausbilder, darunter deutsche Pioniere, scheinen allerdings derzeit zu den wenigen positiven Nachrichten aus Mali zu gehören.

Am (heutigen) Montag fand in der Hauptstadt Bamako der offizielle Abschied von zwei Soldaten aus dem Tschad statt, die als Peacekeeper der UN-Mission MINUSMA am 23. Oktober bei einem Anschlag in der nord-malischen Stadt Tessalit ums Leben kamen. weiterlesen

Gewalt bei Kommunalwahl im Kosovo: KFOR greift ein

Nach den Angriffen serbischer Extremisten auf Wahllokale bei der Kommunalwahl im Kosovo am (gestrigen) Sonntag hat die NATO-Truppe KFOR eingegriffen, um den Verlauf der Wahl im Norden des Landes sicherzustellen. Die Mitteilung der KFOR vom Montag:

Yesterday, early in the afternoon, as a result of attacks on polling stations in north MITROVICA, KFOR troops rapidly intervened. At the request of EULEX, KFOR troops, pre-deployed in the north of KOSOVO to contribute to a safe and secure environment and freedom of movement during the election, immediately intervened. Within 15 minutes of the EULEX request, KFOR deployed a Quick Reaction Force from the Carabinieri Multinational Specialised Unit (MSU) to MITROVICA north. Within 1 hour, reserve units from the KFOR Tactical Reserve Manoeuvre Battalion (KTM) were also deployed to areas of concern in MITROVICA and reinforced other KFOR units already deployed in the area.
In addition, in the town of ZVECAN, KFOR troops reacted to a disturbance and restored security within the area. Later in the evening, KFOR, as requested by EULEX, provided for a safe and secure environment and freedom of movement on the routes through which the election ballot material travelled to the counting centre.

Ob auch deutsche Soldaten daran beteiligt waren, ist im Moment nicht klar – aber es ist wahrscheinlich: Im Hinblick auf die Wahl war die  deutsche Einsatzkompanie im Camp Novo Selo in erhöhte Bereitschaft versetzt worden. Im Kosovo sind zurzeit 692 deutsche Soldaten im Einsatz.