Fregatte aus der Ukraine beteiligt sich an NATO-Antipirateriemission

Hetman Sahaidachnyi ship side view

Die Ukraine beteiligt sich mit einer (genauer: ihrer) Fregatte an der Anti-Pirateriemission Ocean Shield der NATO vor Somalia. Für die nächsten drei Monate stehe die Hetman Sahaydachniy zusammen mit NATO-Einheiten zur Bekämpfung der Piraterie vor Ostafrika zur Verfügung, teilte das Maritime Kommando des Bündnisses in London am (heutigen) Donnerstag mit:

 “We are very pleased Ukraine is demonstrating its firm commitment to international maritime security,” said NATO Supreme Allied Commander (SACEUR) General Phillip Breedlove.  “We greatly welcome Ukraine’s dedicated interest to interoperability with NATO, highlighted today by their joining our counter-piracy operations.”
The 3100+ ton, 123m frigate is equipped with numerous weapons systems and a helicopter, and carries a crew of approximately 180 Sailors.  HETMAN SAGAIYDACHNIY is the flagship of the Ukrainian Navy, and includes the embarked commander of the national contingent, Rear Admiral Andriy Tarasov.

Bei aller Freude der NATO über die Verstärkung ihrer vergleichsweise kleinen Antipiraterie-Flotte – die besteht außer der ukrainischen Fregatte noch aus den Einheiten Fridtjof Nansen (Norwegen), Dewert (USA) und Esbern Snare (Dänemark) – meine ich mich zu erinnern, dass die Ukraine schon mal bei der gemeinsamen Pirateriebekämpfung vor Somalia dabei war, allerdings mit der EU-Mission Atalanta, und nicht mit einem Schiff. Oder war das nur in Planung? Jedenfalls soll die Hetman Sahaydachniy nach ihrem NATO-Einsatz auch bei der EU mitmachen, nachdem sie Ocean Shield hinter sich gebracht hat – das hatte jedenfalls das Verteidigungsministerium in Kiew im Januar angekündigt.

(Foto: Stanislavovich via Wikimedia Commons unter CC-BY-SA-Lizenz)

 

 

6 Gedanken zu „Fregatte aus der Ukraine beteiligt sich an NATO-Antipirateriemission

  1. Seefernaufklärer war da mal geplant, klappte aber nie wirklich mit der Stationierung in DJI…

  2. Die Ukraine begibbt sich mit ihrer Fregatte in schwieriges Fahrwasser, denn ihre zunehmende Annäherung an die EU – auch in anderen Politikbereichen – und die NATO ist das allerletzte, was der „lupenreine Demokrat“ in Moskau will. Wenn Kräfte wie Frau Timoschenko demnächst wieder Oberwasser bekommen, muss Putin für seine Schwarzmeerflotte einen neuen Hafen suchen, ab 2017 ist ja vertraglich ohnehin (eigentlich) Schluss.

  3. Daran sollten sich andere Nationen mal ein Beispiel nehmen.
    Die Ukraine setzt 100% ihrer Flotte zur Pirateriebekämpfung ein ;)

Kommentare sind geschlossen.