Lesestoff: Bundeswehr durch Afghanistan-Einsatz auf Augenhöhe mit den Verbündeten

Mal was zum Lesen: Carlo Masala, Professor an der Münchner Bundeswehr-Universität, wirft einen Blick auf die Bundeswehr nach zwölf Jahren Einsatz am Hindukusch. Hier nur der Einstieg seines Fazits:

Zwölf Jahre Afghanistan haben zu gewaltigen Veränderungen in der Bundeswehr geführt, die vor allem von den Soldaten im Einsatz angestoßen wurden. Deshalb verfügt Deutschland heute über eine gut ausgerüstete und hochprofessionelle Armee, die vielfältig einsetzbar ist und auf Augenhöhe mit den Alliierten kooperieren kann.

Hochprofessionell ja, auf Augenhöhe mit den Alliierten vielleicht – aber nicht mit allen, oder doch? Würde mich – in den Kommentaren – interessieren, und ich glaube, Carlo Masala auch.

Das ganze Stück in der aktuellen Ausgabe von Internationale Politik via Webseite der UniBw (wg. dem Leistungsschutzrecht und so).

(Foto: Panzerhaubitze2000 in Kundus – Bundeswehr/Wayman via Flickr unter CC-BY-ND-Lizenz)

Koalitions-Wasserstand: Bundeswehrgröße bleibt, Zivilbeschäftigte mal sehen, NSA später

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Die Koalitionsverhandlungen zwischen Union und Sozialdemokraten über ein mögliches schwarz-rotes Regierungsbündnis scheinen ja nicht nur schwierig. In offensichtlich recht freundschaftlicher Atmosphäre (siehe Foto oben) kam am (heutigen) Donnerstag die Arbeitsgruppe Außen, Verteidigung, Entwicklung unter den beiden Ko-Vorsitzenden Thomas de Maizière (CDU) und Frank-Walter Steinmeier (SPD) zusammen, und da einer der beiden Chef des Verteidigungsressorts ist, fand das heutige Treffen im Gästecasino des Bendlerblocks statt.

Inhaltlich gab es im anschließenden Pressestatement nicht gar so viel Handfestes. Immerhin: Was die Verteidigungspolitik angeht, sind sich beide Seiten einig, dass die Bundeswehr in der derzeitigen Zielgröße von 175.000 bis 185.000 Männer und Frauen beibehalten werden soll. Über die Zahl der Zivilbeschäftigten gibt es offensichtlich noch Diskussionsbedarf  weiterlesen

Wie erwartet: Französisches Regiment in Donaueschingen wird aufgelöst

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Die Befürchtung gab es seit Monaten, seit dem (heutigen) Donnerstag ist klar: Das 110e régiment d’infanterie de Donaueschingen, der einzige in Deutschland stationierte französische Truppenteil der Deutsch-Französischen Brigade, wird im kommenden Jahr aufgelöst. Das teilte das Verteidigungsministerium in Paris offiziell mit:

Les contraintes budgétaires auxquelles la France est soumise, comme l’ensemble des pays européens,impliquent aujourd’hui des choix difficiles quant aux formats de nos forces,conformément aux orientations du Livre blanc sur la défense et la sécurité nationale. Le gouvernement français a donc décidé et annoncé le 30 septembre dernier la dissolution de différentes unités. Un seul cas avait été réservé jusqu’à ce jour pour s’assurer d’échanges préalables approfondis avec nos partenaires allemands : le 110e régiment d’infanterie,actuellement stationné à Donaueschingen, qui sera dissout dans le courant de l’année 2014.

(Die haushaltspolitischen Zwänge, denen Frankreich wie alle europäischen Länder unterliegt, führen zu schwierigen Entscheidungen zum Umfang unserer Streitkräfte, weiterlesen