Internationale Marine-Flotille stoppt Piraten vor Somalia

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Wenige Tage nach einem – zurückgeschlagenen – Piratenangriff auf einen Supertanker vor der Küste Somalias und einem versuchten Angriff auf einen Fischtrawler hat eine internationale Marine-Flotille aus Australiern, Südkoreanern, Briten, Niederländern und Luxemburgern in der vergangenen Woche eine Piratengruppe gestellt und neun mutmaßliche Piraten festgenommen. Die Aktion fand bereits am 14. Oktober statt (und darauf gestoßen bin ich am heutigen Sonntag durch einen BBC-Bericht); die Combined Maritime Forces und ihre Task Force 151 (neben der EU-Operation Atalanta und der NATO-Mission Ocean Shield der dritte große Marineverband in der Region) berichtete darüber am vergangenen Freitag:

The Combined Maritime Forces (CMF) Counter Piracy task force, Combined Task Force (CTF) 151, successfully apprehended a group of Somali pirates following recent attacks on two vessels in the Indian Ocean.
The CTF 151 staff embarked on RFA Fort Victoria coordinated the maritime interdiction supported by HMAS Melbourne and ROKS Wang Geon from CTF 151, European Union flagship HMLMS Johan de Witt, and a Seychelles based maritime patrol aircraft from Luxembourg. weiterlesen

Und noch mal Hamburg – also (kleines) Blogtreffen?

Wie in der zurückliegenden Woche werde ich auch in den nächsten Tagen an der FüAk in Hamburg sein – und da mich vergangene Woche schon einige (wenn auch wenige) Leser nach einem Blogtreffen in der Hansestadt gefragt haben: aus meiner Sicht gerne.

Ich hab‘ allerdings keine Ahnung, wie groß das Interesse ist; ob sich das Interesse auf Leute beschränkt, die derzeit (auf Lehrgängen) an der FüAk sind oder darüber hinausreicht? Dienstag, Mittwoch und Donnerstag Abend sind noch verfügbar – vom Biertrinken in CK oder ggf. auch GBK im kleinen Kreis bis zu einer anderen Location mache ich alles mit… Reaktionen bitte vor allem per E-Mail, damit ich das zuordnen und koordinieren kann.

 

Piraten: Mehrstündiges Feuergefecht mit den Iranern im Bab el Mandeb?

IS Sabalan (F-73) 1977

Die Meldung ist ein bisschen merkwürdig, vor allem die Quellenlage: Im Bab el Mandeb. der Meerenge zwischen dem Golf von Aden und dem Roten Meer, sollen iranische Kriegsschiffe in einem mehrstündigen Feuergefecht den Angriff von Piraten auf einen ebenfalls iranischen Flüssiggastanker zurückgeschlagen haben. Das meldet die iranische Nachrichtenseite PressTV:

The Islamic Republic’s naval forces have foiled a pirate attack on the Iranian gas carrier, Bootanon, in the Bab-el-Mandeb Strait, a commander says.“Iranian gas carrier, Bootanon, was crossing the Bab-el-Mandeb Strait when it was attacked by eight pirate boats at the mouth of the Strait,” Iranian Navy’s Deputy Commander for Operations Admiral Siavash Jareh said on Sunday. Jareh added that the country’s 27th naval fleet, however, responded in a timely and rapid manner and succeeded to rescue the LPG ship after a several-hour clash with the pirates. The Iranian commander said the gas carrier did not sustain any damages and continued on its journey under the escort of the naval fleet.
Merkwürdig an der Meldung ist, dass außer in dieser iranischen Quelle der Angriff bislang nirgendwo auftaucht. Die NATO, die in ihren Piraterie-Alarmmeldungen selbst schon verdächtige Annäherungen an ein Fischereiboot verzeichnet, erwähnt den Vorfall nicht. Dabei klingeln gerade bei einem mehrstündigen Feuergefecht um einen Flüssiggastanker, sozusagen eine schwimmende Bombe, alle Alarmglocken. Und der Vorfall soll sich ja nicht irgendwo weit draußen auf See abgespielt haben, sondern in einer Meerenge praktisch vor der Haustür von Djibouti, dem Heimathafen etlicher Marineeinheiten im Antipiraterie-Einsatz, und recht nah an Somalia. Mal sehen, ob da noch mehr kommt.
(Archivbild: Der iranische Zerstörer Sabalan – hier ein US-Foto von 1977, via Wikimedia Commons)

Schließung der deutschen Botschaft in Kabul: Verstimmung zwischen Afghanistan und Deutschland

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Die andauernde Schließung der deutschen Botschaft in Kabul aus Sicherheitsgründen sorgt offensichtlich für Verstimmung zwischen der afghanischen Regierung und Deutschland. Der afghanische Innenminister Omar Daudzai habe den deutschen Botschafter Martin Jäger einbestellt und die von der deutschen Seite genannte Furcht vor Anschlägen als unbegründet bezeichnet, berichtet das Online-Nachrichtenportal Khaama Press am Sonntag unter Berufung auf das afghanische Innenministerium:

The German ambassador to Afghanistan was summoned by the interior ministry of Afghanistan for closing the embassy over security threats. The interior ministry of Afghanistan on Sunday announced that Afghan interior ministry met with the German ambassador in his office over inaccurate security threats against the German embassy in Kabul.
Afghan interior minister quoted in a statement issued by the interior ministry media office said, “The interior ministry of Afghanistan call the security threats against the German embassy as baseless.” weiterlesen