Offener Thread: Nach der Wahl – wohin geht’s mit Außen- und Sicherheitspolitik?

Eine Stunde nach Schließung der Wahllokale ist noch ziemlich unklar, wie die (Koalitions)Mehrheit im Deutschen Bundestag aussehen wird, wie sich die neue Bundesregierung zusammensetzen könnte, welche Personen künftig  in der Außen- und Sicherheitspolitik, die in diesem Blog ja besonders interessiert, eine wesentliche Rolle spielen werden. Also auch noch ziemlich unklar, was der Wahlausgang für das ganze Feld der Außen- und Sicherheitspolitik bedeuten wird. (Auch wenn, als eine der wenigen Gewissheiten, die obige Wahlkampfforderung der Linkspartei nicht Realität werden wird.)

Deshalb mache ich mal einen Sammelthread auf – um nachzutragen, gerne auch in den Kommentaren, wenn es in einzelnen Punkten Klarheit gibt (z.B. Bundestagseinzug von bekannten Außen- und Sicherheitspolitikern). Ausdrücklich, das als Bitte, geht es dabei nicht um parteipolitische Diskussionen, Jubel/Trauer über das Abschneiden bestimmter Parteien etc. Wäre schön, wenn wir das sachlich halten könnten…

Ein erstes Update: Der Außenpolitiker, Präsident des Reservistenverbandes und Oberst a.D. Roderich Kiesewetter hat offensichtlich den Wahlkreis Aalen-Heidenheim mit 57,6 Prozent als Direktkandidat für die CDU geholt. Der Bundeswahlleiter hat noch nichts veröffentlich, aber Kiesewetter selbst hat das um 20.52 Uhr getwittert, die offizielle Angabe des Bundeswahlleiters hier.

Verteidigungsminister Thomas de Maizière hat den Wahlkreis Meißen für die CDU mit 53,6 Prozent direkt gewonnen. weiterlesen

Hallo Heer, wir müssen reden.

Als Journalist brauche ich einen sehr guten Grund, bereits veröffentlichtes Material zu löschen – sei es Text, seien es Fotos. Eigentlich geht das gar nicht. Heute habe ich einen solchen Grund akzeptiert und aus meinem Bilderset von der Informations- und Lehrübung (ILÜ) 2013 ein Foto entfernt, das zwei Fernspäher zeigt. Statt dessen habe ich es durch das Bild oben ersetzt. Als Entgegenkommen gegenüber jemandem, der sich mir per E-Mail als Abgebildeter vorstellte und – zu Recht – die Befürchtung hatte, dass er auf dem Foto erkennbar und damit identifizierbar ist.

Ich sehe OPSEC-Notwendigkeiten gerade bei einer Einheit wie den Fernspähern, deshalb auch dieses Vorgehen. Allerdings: Die beiden Soldaten habe ich bei einem Fototermin (!) für die Medien aufgenommen, sie waren Teil der (Vor)Übung für die ILÜ-Durchläufe – und damit war und ist gegen ein solches Bild und auch die Veröffentlichung eigentlich nichts zu sagen.

Deshalb, Deutsches Heer, müssen wir mal reden. weiterlesen