USA und Verbündete rufen zu Aktion gegen Syrien auf – ohne Deutschland

Angela Merkel

Was auf dem G20-Gipfel in Petersburg zum Thema Syrien passiert (oder besser nicht passiert), ist ohnehin Aufmacher aller Nachrichtenseiten – deshalb hier nur ein kleiner Aspekt: Eine von den USA vorgeschlagene Erklärung hat das Weiße Haus am (heutigen) Freitag veröffentlicht, und sie trägt die Unterschrift etlicher Verbündeter. Aus dem Text:

We condemn in the strongest terms the horrific chemical weapons attack in the suburbs of Damascus on August 21st that claimed the lives of so many men, women, and children.  The evidence clearly points to the Syrian government being responsible for the attack, which is part of a pattern of chemical weapons use by the regime.
We call for a strong international response to this grave violation of the world’s rules and conscience that will send a clear message that this kind of atrocity can never be repeated. Those who perpetrated these crimes must be held accountable. weiterlesen

RC N Watch: In Char Darrah sind die Taliban wieder an der Macht

Karfreitagsgefecht_Dingo

Der Distrikt Char Darrah in der nordafghanischen Provinz Kundus, nur wenige Kilometer vom deutschen Camp entfernt, war für die Bundeswehr die blutigste Region ihres Einsatzes am Hindukusch. Beim Karfreitagsgefecht 2010 fielen im Dorf Isa Khel in diesem Distrikt drei deutsche Soldaten (Foto oben), unter großen Mühen bemühte sich die Truppe jahrelang, die Aufständischen aus Char Darrah herauszudrängen. Und immer wieder, zuletzt vor wenigen Wochen, geriet dieser Distrikt in die Schlagzeilen, weil – erneut – Bundeswehrsoldaten angegriffen wurden.

Wenige Wochen vor der Schließung des deutschen Camps in Kundus und der Übergabe an die afghanischen Sicherheitsheitskräfte zeichnet sch ab, dass Char Darrah nicht zu den befriedeten Regionen des Nordens gezählt werden kann. Im Gegenteil, wie ein aktueller Blick des Afghanistan Analysts Network zeigt:

Chahrdara, an embattled district in Kunduz province, is a miniature model for all of Afghanistan’s larger conflicts. weiterlesen

Nach 2014 keine Tiger-Kampfhubschrauber mehr in Afghanistan

Bei einer Nachfolgemission für den ISAF-Einsatz in Afghanistan nach 2014 sollen nach den Vorstellungen der Bundesregierung keine deutschen Tiger-Kampfhubschrauber mehr am Hindukusch zum Einsatz kommen. Die derzeitigen Planungen zum Einsatz von 600 bis 800 Soldaten sähen vor allem Ausbilder vor – das wäre dann keine Aufgabe für ein Kampfhubschrauberregiment, sagte der Parlamentarische Staatssekretär im Verteidigungsministerium Christian Schmidt bei einem Besuch am Tiger-Standort Fritzlar, wie die Hessische/Niedersächsische Allgemeine berichtet (Link aus bekannten Gründen nicht).

Unklar ist allerdings bislang nicht nur, ob und in welchem Umfang die geplante ISAF-Folgemission Resolute Support in Gang kommt. Unklar scheint aus deutscher Sicht auch, wie robust die Truppe zum Eigenschutz und gegebenenfalls zur Unterstützung der afghanischen Sicherheitskräfte (ANSF) ausgestattet sein muss, auch wenn sie keinen Kampfauftrag haben wird. weiterlesen

Deutsche Marine auf (erstem?) Hafenbesuch in Georgien

SNMCMG2_PVST_Batumi_Georgia

Unter deutschem Kommando ist am (heutigen) Freitag ein Ständiger Minenabwehrverband der NATO (Standing NATO Mine Countermeasures Group 2, SNMCMG2) im Hafen von Batumi in Georgien eingelaufen. It is an opportunity for NATO to acknowledge and highlight what continues to be a very positive partnership between the Alliance and Georgia, sagte der Kommandeur, Fregattenkapitän Matthias Seipel, nach Angaben des Bündnisses nach dem Einlaufen des deutschen Minentauchereinsatzbootes Rottweil, des deutschen Tenders Mosel und des türkischen Minensuchers Erdemli in Batumi.

Ich bin mir nicht ganz sicher, aber es scheint mir der erste Besuch von Kriegsschiffen der Deutschen Marine in einem georgischen Hafen? Die SNMCMG2 hatte zuvor das Rote Meer besucht.

(Foto: NATO Maritime Command)