DroneWatch: Die erste Drohnen-Landung auf einem Flugzeugträger (mit Videos)

Der Einsatz autonomer Drohnen ist ein wenig mehr Realität geworden. Nachdem die U.S. Navy bereits im Mai ein unbemanntes Flugsystem, die Experimental-Drohne X47-B, vom Deck eines Flugzeugträgers gestartet hatte, landetediese Drohne am (heutigen) Mittwoch auf dem Kriegsschiff. Sowohl Start und Landung erfolgten weitgehend autonom – ein weiterer Schritt in der Automatisierung, wie die Navy berichtet:

The X-47B Unmanned Combat Air System (UCAS) demonstrator completed its first-ever carrier-based arrested landing on board USS George H.W. Bush (CVN 77) off the coast of Virginia July 10.  (…)
Today’s demonstration was the first time a tailless, unmanned autonomous aircraft landed on a modern aircraft carrier.
This test marks an historic event for naval aviation that Navy leaders believe will impact the way the Navy integrates manned and unmanned aircraft on the carrier flight deck in the future.

Die Kollegen aus der US-Redaktion des britischen Guardian bringen das auf den Punkt: Today’s landing was a pivotal moment for a development that will give the US military a major advantage in the growing global robotics arms race.

Aus anderer Perspektive: weiterlesen

Zum Nachlesen: Neue Konzeption der Bundeswehr

Zu meiner Schande muss ich gestehen: Erst durch einige Kommentare hier im Blog habe ich wahrgenommen, dass heute eine neue Konzeption der Bundeswehr veröffentlicht wurde (die, nebenbei, schon vor zehn Tagen vom Verteidigungsminister unterzeichnet wurde). Es gibt hier sicherlich ein Interesse an der Diskussion darüber – und so soll das ja auch sein, weil die Berichterstattung in den Medien zunehmend wichtiger wird für die Wahrnehmung der Bundeswehr in der Öffentlichkeit:

In den Auslandseinsätzen sind die Soldaten und Soldatinnen der Bundeswehr oft weit umfänglicher von der Lebens- und Erfahrungswelt der deutschen Bevölkerung entfernt, als dies in früheren Zeiten der Fall war. Gefahr, Entbehrungen, Tod und Verwundung, aber auch die Ermangelung jeglicher Privatsphäre sind soldatische Erfahrungen, die in der Bundeswehr vielfach, in der breiten Gesellschaft hingegen höchst selten anzutreffen sind.
Gleichzeitig blieben unsere Möglichkeiten bisher beschränkt, diese Erfahrungen in die Gesellschaft zu tragen. Mit der Aussetzung der verpflichtenden Einberufung zum Wehrdienst wird die Wahrnehmung der Bundeswehr im täglichen Leben der Menschen zudem deutlich abnehmen. Die Reduzierung des Personalumfangs und die notwendige Schließung vonStandorten können diese Tendenz noch verstärken.
Daher wird ein großer Teil der Gesellschaft die Einsatzrealität und den militärischen Alltag unserer Soldaten und Soldatinnen künftig weitgehend über die Berichterstattung in den Medien und viel weniger aus persönlicher Betroffenheit wahrnehmen. Darauf müssen wir uns einstellen und neue Möglichkeiten erschließen, die Bundeswehr für die breite Öffentlichkeit erfahrbar zu machen. weiterlesen

Neubau in Afghanistan: Fertig zum Abzug der Truppen

Der Abzug der meisten, wenn nicht gar aller ausländischen Truppen aus Afghanistan bis Ende kommenden Jahres ist absehbar. Und da ist es natürlich ärgerlich, wenn ein Millionen teures neues Gebäude genau dann fertig wird, wenn es keiner mehr braucht. Obwohl die örtlichen Kommandeure schon lange davor gewarnt haben.

Nein, die Rede ist nicht von der Erweiterung des deutschen Rettungszentrums in Kundus. Es geht auch teurer, wie der US-Sonderbeauftragte für den Aufbau in Afghanistan (Special Inspector General for Afghanistan Reconstruction, SIGAR) dieser Tage nach Washington meldete:

I was told by senior U.S. military officials that the recently completed Regional Command Southwest (RC-SW) Command and Control Facility, a 64,000 square feet building and related infrastructure with a contract award value of $34 million that was meant to serve as a command headquarters in Helmand to support the surge, will not be occupied. Based on documents provided to SIGAR, it appears that military commanders in Afghanistan determined as early as May 2010 that there was no need for the facility, yet the military still moved ahead with the construction project and continued to purchase equipment and make various improvements to the building in early 2013. weiterlesen