Hochwasser und NH90: Jetzt ist der Haken dran

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Die Meldung über den nicht einsetzbaren Außenlast-Haken am NH90 hat ein bisschen Wirbel ausgelöst… und inzwischen ist das Problem auch (vorläufig) beigelegt: Inzwischen sei die Zulassung eines Lasthakens mit Drehwirbel für den NH90 erfolgt, teilte mir gerade eben das Kommando Heer mit.

Für den Hubschrauber wurde – mit leichten Veränderungen – der Haken/Drehwirbel des Marine-Hubschraubers SeaKing zugelassen. Damit darf der NH90 zwar nur 2,5 Tonnen als Außenlast schleppen und nicht die vier Tonnen, die sonst für diesen Helikopter möglich wären. Mit dieser Übergangslösung, so heißt es, könne der NH90 aber bei Bedarf im aktuellen Hochwasser auch zum Transport von Sandsäcken und den so genannten Big Packs eingesetzt werden.

(Archivbild vom 11. Juni: NH90 bei der Landung in Ludwigslust – Foto Innenministerium Mecklenburg-Vorpommern)

EuroHawk: Der SPD/Grünen-Antrag zum Untersuchungsausschuss

EURO HAWK®

(Northrop Grumman Pressefoto)

Zur Dokumentation: Der Antrag von SPD und Grünen, den Verteidigungsausschuss als Untersuchungsausschuss zum Thema EuroHawk einzusetzen – und der geplante Untersuchungsauftrag. Von Seiten der Koalition wird da sicherlich eine Erweiterung des Auftrags kommen, die auch die Zeit vor Juli 2011 und SPD-Politiker wie den Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück einschließt. Abgestimmt wird darüber voraussichtlich am 26. Juni.

Im Wortlaut:

Antrag

der Fraktionen von SPD und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Verteidigungsausschuss des Deutschen Bundestages

Der Verteidigungsausschuss möge beschließen:

Der Verteidigungsausschuss im Deutschen Bundestag konstituiert sich als Untersuchungsausschuss gemäß Artikel 45a Abs. 2 GG.

Der Ausschuss hat den Auftrag, bis zum 31. August 2013 den Umgang der Bundesregierung mit den seit Juli 2011 (Überführungsflug des EURO HAWK Demonstrators nach Manching) offensichtlich gewordenen Problemen beim Entwicklungsvorhaben EURO HAWK, die zum Scheitern des Vorhabens führten, unter vertraglichen, rechtlichen, haushälterischen, militärischen und politischen Gesichtspunkten zu untersuchen sowie die Aufklärungs- und Informationspraxis der Bundesregierung zu diesem Vorgang zu überprüfen. weiterlesen

Mali: Luftbetankung unterm Blauhelm

In der hohen Schlagzahl dieser Tage geht so was schon mal unter: Der Bundestag soll am (morgigen) Freitag ein neues Mandat für den Bundeswehreinsatz in Mali beschließen. Dabei geht es nicht um die EU-Ausbildungsmission, die unverändert bleibt – sondern um die Unterstützung der afrikanischen Streitkräfte und auch der Franzosen (die, aus völkerrechtlichen Gründen, wiederum als Unterstützer der afrikanischen Streitkräfte verstanden werden), unter einem UN-Mandat. Das hatte der UN-Sicherheitsrat am 25. April beschlossen.

Aus dem am 5. Juni vom Bundeskabinett vorgeschlagenen Mandat:

 Der Bundestag wolle beschließen:
1.  Der  Deutsche Bundestag stimmt  der  von der  Bundesregierung am 5.  Juni  2013 beschlossenen Entsendung bewaffneter deutscher Streitkräfte zur Beteiligung an der Multidimensionalen Integrierten Stabilisierungsmission der  Vereinten Nationen in Mali (MINUSMA) auf Grundlage der Resolution 2100  (2013) des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen vom 25. April 2013 durch  Bereitstellung von Fähigkeiten des taktischen Lufttransports, Einzelpersonal  in den Führungsstäben der Mission und Verbindungsoffizieren,  ebenso wie  durch die Bereitstellung von Luftbetankungsfähigkeiten zur  Unterstützung  der in der Resolution 2100 (2013) unter den dort aufgeführten Voraussetzungen autorisierten französischen Kräfte zu. weiterlesen

Bremer Reservisten: Statt zur Ausbildung ins Hochwasser

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Euch alle interessiert der Einsatz der Bundeswehr im Hochwasser…. und nicht zuletzt der Einsatz der Reservisten, auch unter der Fragestellung: Was machen eigentlich die neuen Regionalen Sicherungs- und Unterstützungskräfte?

Dazu eine Antwort aus Bremen:

Am Donnerstag, den 13.06.2013, erfolgt auf Grund der Hochwassergefährdung an der Elbe der erste Einsatz der Regionalen Sicherungs- und Unterstützungskräfte Bremen (RSUKr).
Ursprünglich als Ausbildungswoche im Landeskommando BREMEN geplant, werden die eingezogenen Reservisten nun in den Kampf gegen das Hochwasser eingesetzt. Im Raum Lüchow-Dannenberg werden die 50 Reservisten als Ablösung bzw. Unterstützung der sich bereits im Einsatz befindlichen Kräfte anderer Dienststellen ihren „Dienst am Deich“ verrichten. Rund 70 Kilometer Deichabschnitt gilt es zu sichern und oder zu verstärken. Die RSUKr werden durch aktive Soldaten des Landeskommando BREMEN verstärkt. weiterlesen

RC N Watch: Fünf getötete Taliban bei Kundus

Ein Blick auf die heutige Lagemeldung des ISAF Joint Command zeigt, dass es rund um Kundus weiterhin unruhig bleibt:

An Afghan and coalition security force killed five extremists during an operation in search of a senior Taliban leader in Archi district, Kunduz province, today.
The senior leader is responsible for constructing improvised explosive devices and suicide vests for use in extremist operations. He has also directed and coordinated attacks in Archi district resulting in the deaths of numerous Afghan National Security Force personnel.
During the operation, a group of extremists opened fire on the security force. The security force returned fire, killing five.
The security force also seized one rocket-propelled grenade launcher, three RPGs, four machine guns and ammunition as a result of the operation.

Der Distrikt Archi liegt im Nordosten der Stadt Kundus, und wie in fast der ganzen Provinz werden dort offensichtlich Aufständische wieder zunehmend aktiv. Wie üblich beschränkt sich ISAF auf den Begriff Afghan and coalition security force, so dass nicht eindeutig ist, welcher Nation die Soldaten der internationalen Truppen angehören und ob Deutsche dabei waren.

Nachtrag: Xinhua berichtet von sieben getöteten Taliban:

Seven Taliban militants were killed in Afghanistan’s Kunduz province Thursday when security forces raided a militant hideout, a local official said.