Bundeswehr im Hochwasser: die Hubschrauber

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In der Berichterstattung über den Einsatz der Bundeswehr im Kampf gegen die Hochwasserfolgen wird das Thema Hubschrauber meist recht kursorisch abgehandelt – ich versuche mal ein bisschen was zusammenzustellen.

Wie viele Hubschrauber von welchem Typ eingesetzt werden, habe ich als offizielle Aufstellung bislang nicht finden können. Deshalb greife ich mal auf die Liste eines offensichtlich kundigen Lesers zurück (wird bei neuen Faktenkenntnissen ggf. ergänzt):

• 10 Bell UH-1D
• 8 BO-105
• 3 CH-53
• 3 NH90
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An den Nachrichten des Militärs aus Afghanistan zweifeln selbst die Stars&Stripes

Die Stars&Stripes sind zwar kein offizielles Medium des US-Militärs, aber eine amerikanische Soldatenzeitung, die dem Militär schon recht nahe steht. Da fällt es ein wenig aus dem Rahmen, wenn sich der Korrespondent dieses Blattes in Afghanistan mal die offiziellen Angaben der Presseoffiziere von ISAF und US-Streitkräften vornimmt… und zu einem verheerenden Ergebnis kommt:

When insurgents detonated a truck bomb and tried to storm a major U.S. base in eastern Afghanistan last June, quick-thinking American and Afghan troops stepped in to avert catastrophe, killing all 14 attackers and stopping what could have been a devastating attack while sustaining no casualties.
That was the triumphant message put out by military public affairs officers. The problem was, little of it was true.

Dringende Leseempfehlung: Positive Spin? Some messages from military not entirely accurate

(Foto: Afghan Border Policeman – ISAFmedia via Flickr unter CC-BY-Lizenz)

EuroHawk: Vermerk vom Dezember 2012 legt „bemannte Alternative“ zur Drohne nahe (mit Stellungnahme BMVg)

EURO HAWK®

(Northrop Grumman Pressefoto)

Das Rennen um die Papiere, die eine frühere Information von Verteidigungsminister Thomas de Maizière über das drohende EuroHawk-Debakel belegen sollen, hat aktuell der Kollege Christoph Hickmann von der Süddeutschen Zeitung gewonnen. In der heutigen Ausgabe und online (Link aus bekannten Gründen nicht) zitiert das Blatt ausführlich aus dem vorbereitenden Vermerk für einen Besuch bei der EADS-Tochter Cassidian, den der Minister am 10. Dezember vergangenen Jahres erhielt – dieser Vermerk war bei der Sitzung des Verteidigungsausschusses am vergangenen Montag von der SPD-Opposition erwähnt worden, bislang aber in seinen Einzelheiten nicht bekannt.

Pikant an diesem Vermerk ist, dass de Maizière nach wie vor vehement erklärt, Klarheit über das nötige Ende des Projekts habe er erst mit der ministeriellen Entscheidungsvorlage am 13. Mai dieses Jahres gehabt – während sich nach Darstellung der Süddeutschen bereits in dem Dezember-Vermerk deutliche Hinweise auf die fehlende Zulassungsmöglichkeit der Riesendrohne finden. So enthalte das 38-seitige Papier als Sprechempfehlung die Formulierung, „aufgrund der Zulassungsproblematik und weiterer Unsicherheiten“ sei „derzeit keine Grundlage gegeben, um eine Entscheidung für eine Serienbeauftragung zu befürworten oder gar zu treffen“. Eine Musterzulassung lasse die vorliegende Dokumentation nach den derzeit gültigen Normen nicht zu. weiterlesen