Gefallener KSK-Soldat von afghanischen Verbündeten im Stich gelassen?

Der Tod eines deutschen Soldaten in Afghanistan am 4. Mai war, liest man den aktuellen Bericht des Kollegen Marco Seliger in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, vielleicht auch das Ergebnis von – diplomatisch ausgedrückt – falschem Verhalten der afghanischen Verbündeten. Seliger berichtet unter Berufung auf eine geheime Information von Abgeordneten durch Generalinspekteur Volker Wieker:

Als die deutschen Elitetruppen und die Polizisten in den Wald vorrückten, wurden sie von den Aufständischen beschossen. Die afghanischen Polizisten sollen daraufhin in einer „unkoordinierten Rückzugsbewegung mit Schussabgabe“ teilweise bis zu 700 Meter weit geflüchtet sein, während die KSK-Soldaten das Feuer erwiderten und Luftunterstützung anforderten. weiterlesen

EuroHawk: Hersteller will weitermachen – bis zum kompletten System

EURO HAWK®

Nach der Ankündigung des Verteidigungsministeriums, das Projekt EuroHawk einzustellen und keine weiteren Exemplare der Riesendrohne für die Bundeswehr zu beschaffen, will das Herstellerkonsortium dennoch weiter machen. Northrop Grumman, der US-Hersteller des Fluggeräts, EADS und deren gemeinsame Tochterfirma EuroHawk GmbH kündigten am (gestrigen) Montagabend an, an dem System festzuhalten – bis zur Lieferung des kompletten Systems von wie ursprünglich geplant fünf dieser Drohnen für die deutschen Streitkräfte:

FALLS CHURCH, Va. – May 27, 2013 – EuroHawk GmbH, Northrop Grumman Corporation  and EADS have released the following statement on the Euro Hawk program:
„EuroHawk GmbH, Northrop Grumman and EADS remain fully committed to the Euro Hawk program of record, and the critical capabilities the system will provide the German armed forces and its allies. weiterlesen

EU-Waffenembargo gegen Syrien offensichtlich beendet (Update: EU-Erklärung)

Die Europäische Union hat sich offensichtlich nicht auf eine Verlängerung ihres Waffenembargos gegen Syrien einigen können – unklar bleibt zunächst aber, was das bedeutet. Um 23.48 Uhr am Montagabend setzte Großbritanniens Außenminister William Hague per Twitter die Meldung ab:

Right EU decision tonight. Arms embargo on Syrian opposition ended. No immediate decision to send arms. Other sanctions remain

Andere Meldungen dazu gab es zunächst nicht; schon gar nicht aus einer so hochrangigen Originalquelle (auch vom Twitter-Account des Auswärtigen Amtes nicht).Insbesondere bleibt offen, wie Hagues Aussage zu verstehen ist, dass es keine unmittelbare Entscheidung gebe, nun auch Waffen an die syrische Opposition zu liefern, wie sein Land und Frankreich befürworten.

Mehr Klarheit wird es also vermutlich erst im Laufe des Dienstags geben.

Nachtrag: dpa zitiert den deutschen Außenminister Guido Westerwelle:

Über mögliche Waffenexporte entscheiden künftig die einzelnen Staaten, sagte der deutsche Außenminister Guido Westerwelle am späten Abend in Brüssel.

Update: Die Erklärung des EU-Rates im Wortlaut: weiterlesen

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