Wie erklärt man „Jung & Naiv“ Afghanistan?

Wie erklärt man jemandem, der bei 9/11 gerade mal 15 Jahre alt war, warum Deutschland in Afghanistan Krieg führt? Gar nicht so einfach, das in zehn Minuten zu versuchen, in einer neuen Folge des Formats Jung & Naiv – Politik für Desinteressierte (diesmal mehr Bild, mehr Ton, und wir haben uns fast an die Zeitvorgabe von zehn Minuten gehalten):

(Die vorangegangenen Videos mit mir: zu Mali, zu Drohnen.)

NATO und Verbündete planen maximal 12.000 Soldaten für Afghanistan

Die NATO und mit ihr in Afghanistan engagierte Staaten wollen nach dem Auslaufen der ISAF-Mission Ende 2014 mit insgesamt 8.000 bis 12.000 Soldaten am Hindukusch präsent bleiben. Diese Zahl als Grundlage für die weiteren Überlegungen des Bündnisses nannte Verteidigungsminister Thomas de Maizière am (heutigen) Freitag nach einem NATO-Ministertreffen in Brüssel. Wie stark Deutschland in den Jahren ab 2015 in Afghanistan engagiert bleibe, sei aber noch offen.

De Maizière hatte zunächst ein wenig für Verwirrung gesorgt: Die Größenordnung 8.000 bis 12.000 hatte er bei einem Statement in Brüssel als den US-Beitrag zur Trainings- und Ausbildungsmission nach 2014 beziffert; in einer nachgeschobenen Erklärung präzisierte der Minister, damit sei die gesamte internationale Truppenstärke gemeint. weiterlesen

Fregatte „Hamburg“ auf den Weg in den Persischen Golf

Die Fregatte Hamburg der Deutschen Marine ist jetzt als Teil eines amerikanischen Flugzeugträgerverbandes auf dem Weg in den Persischen Golf. Am (gestrigen) Donnerstag (Ortszeit) lief der US-Flugzeugräger Dwight D. Eisenhower aus, und die deutsche Fregatte soll in dem Verband die Flugabwehr koordinieren und sicherstellen. Die Hamburg hatte ursprünglich mit dem Träger Harry S. Truman in diese Übung – oder eher doch Einsatz? – gehen sollen; die Fahrt der Truman war aber vom Pentagon aus Kostengründen abgesagt worden.

Die Kollegen vom Deutschlandfunk haben sich vor dem Auslaufen auf der Hamburg und auch auf dem Flugzeugträger  – noch auf der Truman – umgehört und auch die Frage gestellt, was passiert, wenn der Verband und damit auch das deutsche Schiff in der politisch schwierigen Region rund um den Iran in eine Auseinandersetzung gerät. Die Reportage dazu findet sich

zum Nachhören hier.      

(Foto: Bundeswehr/PIZ Marine via Flickr unter CC-BY-ND-Lizenz)