Neu beim US-Militär: Die Kriegsmedaille für Drohnenpiloten

Das dürfte die Diskussion über den Einsatz von Drohnen der USA, aber auch die Debatte über Kampfdrohnen in Deutschland weiter anheizen: Der scheidende US-Verteidigungsminister Leon Panetta hat eine Kriegsmedaille für Soldaten genehmigt, die weitab vom Gefechtsfeld am Krieg beteiligt sind – in erster Linie die Piloten von Drohnen, ferngesteuerten Flugzeugen, aber auch Computer-Krieger.

Die (heutige) Mitteilung des Pentagon zur Stiftung der Distinguished Warfare Medal:

The Department of Defense announced today the creation of the Distinguished Warfare Medal to recognize a service member’s extraordinary achievements directly impacting combat operations.
Modern technology enables service members with special training and capabilities to more directly and precisely impact military operations at times far from the battlefield.  The Distinguished Warfare Medal will be awarded in the name of the secretary of defense to service members whose extraordinary achievements, regardless of their distance to the traditional combat theater, deserve distinct department-wide recognition. weiterlesen

Technisch alles klar für deutsche Luftbetankung im Mali-Einsatz

Die geplante Unterstützung der französischen Intervention in Mali durch die Bundeswehr hat zumindest die technische Hürde genommen: Für die Kraftstoffversorgung von einem fliegenden Tanker der Luftwaffe wurde inzwischen ein Kampfflugzeug der französischen Streitkräfte zertifiziert, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Berlin Augen geradeaus!. Damit ist die Bundeswehr in der Lage, mit einem Airbus A310 MRTT (MultiRoleTransport Tanker) französische Flugzeuge auf dem Weg zu einem Einsatz in Mali oder auf dem Rückweg zu betanken – sobald dafür ein Mandat des Bundestages vorliegt.

Offiziell teilte das Ministerium nicht mit, welcher Kampfjet die technischen/rechtlichen Voraussetzungen nunmehr erfüllt. Nach Informationen von Augen geradeaus! handelt es sich  um die (den?)  Rafale, das modernste Kampfflugzeug Frankreichs (und, zum Beispiel bei internationalen Ausschreibungen, ein Konkurrent des Eurofighters). weiterlesen

Eine Drohnen-Bilanz anderer Art: Die Briten verloren die Hälfte

In der Debatte über unbemannte Flugsysteme, gemeinhin Drohnen genannt, haben die britischen Streitkräfte jetzt eine Bilanz ganz anderer Art gezogen: In zwei Kriegseinsätzen, in Irak und Afghanistan, haben die Briten fast 450 Drohnen verloren – und damit ihre unbemannte Luftflotte praktisch halbiert.

Die Details wurden durch eine Anfrage nach dem britischen Informationsfreiheitsgesetz bekannt, über die Antwort berichtet der Guardian:

Almost 450 drones operated by the British military have crashed, broken down or been lost in action during operations in Afghanistan and Iraq over the last five years, figures reveal.
The Ministry of Defence has disclosed for the first time the five Unmanned Aerial Vehicle (UAV) systems used in the conflicts and the number that have perished due to pilot error, technical faults or the undesirability of retrieving them from hostile areas.

Die meisten der betroffenen Drohnen waren vom Typ Desert Hawk III (siehe Foto oben): weiterlesen

„By the end of next year, our war in Afghanistan will be over“

In der Lage zur Rede der Nation, der State of the Union Address von US-Präsident Barack Obama in der vergangenen Nacht, stand – wenig überraschend – die amerikanische Innenpolitik im Vordergrund. Nur einen vergleichsweise geringen Anteil – gut eine der ausgedruckt elf Seiten seiner Rede – widmete Obama der Sicherheitspolitik (wenn auch seine Worte zu diplomatischen Aktivitäten der USA teilweise zum sicherheitspolitischen Kontext gerechnet werden müssen). Analysen der State of the Union Address gibt es auch in den deutschen Medien mengenweise, im Lauf des Tages werden noch mehr dazu kommen, deshalb nur ein Blick auf den, sozusagen, militärischen Teil seiner Rede:

Den begann Obama mit Aussagen zum Krieg in Afghanistan – und dem Versprechen: Ende kommenden Jahres wird unser Krieg in Afghanistan beendet sein. Aus US-Sicht bedeutet das allerdings etwas deutlich anderes als aus europäischer oder gar deutscher Perspektive. Nach 2014 werde sich Amerika nicht nur mit Training und Ausbildung weiter in Afghanistan engagieren – sondern auch mit weiteren Einsätzen zur Terrorismusbekämpfung, die es uns erlauben, die Überbleibsel von Al-Qaida und ihrer Verbündeten zu verfolgen. weiterlesen