Frankreichs „Operation Serval“ in Mali: Luftangriffe auf Ziele im Norden

(Fotos: Französische Armee)

Zum Einsatz der französischen Streitkräfte in Mali, mit dem am (gestrigen) Freitag die gespannte Lage in dem afrikanischen Land in einen heißen Krieg umschlug, gibt es am (heutigen) Samstag bislang nur spärliche Informationen über den Fortgang der Auseinandersetzungen mit den Islamisten. Dazu gehört vor allem, dass französische Kampfjets Ziele im Norden Malis angriffen, der unter Kontrolle der islamistischen Rebellen ist. Aus Frankreich soll im Laufe des Samstags Verstärkung eingeflogen werden.

Ein paar weitere Kernpunkte der von den Franzosen Operation Serval getauften Mission: Bei den ersten Angriffen zur Unterstützung der malischen Armee kamen Kampfhubschrauber vom Type Gazelle zum Einsatz; ein Pilot kam durch Abwehrfeuer ums Leben. In Paris betonte der französische Verteidigungsminister Le Drian, es sei bislang eine rein bilaterale Aktion Frankreichs und Malis – weitere und vor allem andere europäische Nationen seien nicht beteiligt (damit reagierte der Minister auf die von französischen Medien verbreitete und in Berlin bereits gestern dementierte Meldung, auch deutsche Soldaten seien in Mali im Einsatz. Der Blogger- und Journalistenkollege Nicolas Gros-Verheyde von Bruxelles2 hatte bei der Pressekonferenz ausdrücklich danach gefragt).

Eine relativ detaillierte Schilderung findet sich auf der Facebook-Seite der französischen Armee; unter anderem werden die beteiligten Einheiten genannt. Ich stelle den Text hier mal im Original ein (eine anständige Übersetzung traue ich mir mit meinem Schulfranzösisch nicht zu, angehängt habe ich die Automaten-Übersetzung von Bing):

Le 11 janvier 2013, à la demande des autorités maliennes et de l’ONU, la France a lancé une opération militaire en appui des forces armées maliennes baptisée Serval. Elle a pour but de mettre un coup d’arrêt brutal à l’avancée des groupes djihadistes vers le Sud du Mali et d’assurer la sécurité des 5000 ressortissants français dans le pays. Quelques centaines de militaires sont désormais déployés au Mali.
L’intervention française a débuté dans l’après-midi du 11 janvier par un raid d’hélicoptères d’attaque afin de stopper la progression d’une colonne d’éléments djihadistes faisant route vers Konna, non loin de la ville de Mopti. Cette première action française conduite par des hélicoptères Gazelle HOT et Gazelle canon de calibre 20mm du 4e régiment d’hélicoptère des forces spéciales (4e RHFS) a permis la destruction de quatre véhicules ennemis et a entraîné le repli de la colonne.
Dans la nuit du 11 au 12 janvier, quatre Mirage 2000D du groupement air du dispositif Epervier ont effectué des frappes dans le Nord du pays. weiterlesen

USA verzichten auf Rüstungsprojekt

DeathStar SlashoutGrafik: 1RadicalOne via Wikimedia Commons unter CC-BY-SA-Lizenz)

Auch in den USA ist das Geld für den Verteidigungshaushalt nicht unbegrenzt. Eine Petition an das Weiße Haus für ein neues Rüstungsprojekt, die immerhin mehr als 34.000 Unterschriften erhielt (genauer: die elektronisch von so vielen US-Bürgern befürwortet wurde), wird deshalb nicht dazu führen, dass die amerikanische Luftwaffe einen Todesstern nach dem Vorbild der Star Wars-Filme erhält. Dafür sind allerdings nicht allein die erwarteten Kosten verantworlich: Erklärte Politik der US-Regierung ist es, keine Planeten in die Luft zu jagen.

Die offizielle Antwort des Weißen Hauses auf die Petition:

The Administration shares your desire for job creation and a strong national defense, but a Death Star isn’t on the horizon. Here are a few reasons:

  • The construction of the Death Star has been estimated to cost more than $850,000,000,000,000,000. We’re working hard to reduce the deficit, not expand it.
  • The Administration does not support blowing up planets.
  • Why would we spend countless taxpayer dollars on a Death Star with a fundamental flaw that can be exploited by a one-man starship?

Deutschland dagegen wäre nach einem Bericht zum Bau des Todessterns in der Lage, verzichtet aber angesichts des Streits über Rüstungsexporte.