Tausend Dollar für eine Kalaschnikow


(Foto: Flickr-User Jonathan Mallard unter CC-BY-NC-SA-Lizenz)

In den Krisengebieten dieser Welt ist der Preis für eine Kalaschnikow, das in der Sowjetunion entwickelte Sturmgewehr AK-47, oft ein Indikator für die Sicherheitslage. Wenn die Menschen befürchten, dass ihre Sicherheit in Gefahr ist, steigt die Nachfrage nach dieser Waffe – und, ganz marktwirtschaftlich, sehr schnell der Preis.

Deshalb ist aus dem Gespräch, dass Reuters-Kollegen mit Ahmad Zia Masood (deutsche Schreibweise habe ich nicht präsent) führten, dem Führer der Nationalen Front in Afghanistan, Vertreter der Nordallianz und quasi Oppositionsführer, das Zitat am Ende für mich eine der wichtigsten Aussagen:

„The price of one AK-47 has gone up to $1,000,“ Masood said. „People are well prepared.“

Dabei geht es doch vor allem um die Erwartungen der Afghanen an den wiedergewählten US-Präsidenten Barack Obama. Auch dafür lohnt sich, natürlich, die Geschichte zu lesen.

Patriot-Batterien an die türkisch-syrische Grenze? (2)

Nach den gestrigen leichten Verwirrungen, ob und wie offiziell die Türkei ihre NATO-Partner um Patriot-Flugabwehrsysteme zur Stationierung an der türkisch-syrischen Grenze gebeten hat, heute ein klein wenig mehr Klarheit. Der türkische Präsident hat sich geäußert:

Turkish President Abdullah Gul confirmed on Thursday that Ankara was in talks with NATO about deploying a defence system on its soil to counter a potential missile threat from Syria.
(…)
Speaking to reporters on Thursday, Gul said Turkey had no intention of going to war with Syria but that it wanted to take steps against any possible threat from its southern neighbor.
„When these type of potential dangers are out there, all the necessary precautions are taken. One of these precautions is to take measures to counter ballistic missiles, medium and short-range missiles,“ Gul told reporters.

Dessen ungeachtet: eine offizielle türkische Anfrage in Brüssel scheint es nach wie vor nicht zu geben.

Interessant ist dabei vor allem, das Gul allein von Schutz vor Raketenangriffen spricht. In anderen Meldungen aus Ankara war auch von der Überlegung einer faktischen Flugverbotszone im Grenzbereich die Rede. Das erwähnt der türkische Präsident offensichtlich nicht.