Bundeswehr-Presseoffiziere bei der taz: „Besser, als wenn die bei Springer vorbeischauen“

Da musste ich doch ein wenig grinsen: Die taz, die tageszeitung, hatte den aktuellen Aufbaulehrgang für Pressestabsoffiziere der Bundeswehr-Akademie für Information und Kommunikation zu Gast in der Redaktion. Die Kollegen haben daraus auch einen Eintrag auf ihrer Facebook-Seite gemacht, und schon ging’s ab. Die Kommentare stehen derzeit bei 60, Tendenz steigend.

12 Kommentare zu „Bundeswehr-Presseoffiziere bei der taz: „Besser, als wenn die bei Springer vorbeischauen““

  • Hans   |   17. Oktober 2012 - 18:03

    Die Kommentare sind ja mit Masse gegen die BW und auch gegen die „Unterstützung“ der taz für die BW…
    Einfach nur traurig wie Unkenntnis über den eigenen Staat, seine Vertreter und deren Aufgaben heute schon existiert.
    Und das ganze wird auch noch gefördert: Einfach mal „weltonline ein bisschen frieden“ googlen…

  • Peter Buch   |   17. Oktober 2012 - 18:29

    Es muss doch Gründe geben, warum nach Ende der Wehrpflicht die Bundeswehr – zumindest bei Teilen unserer Bevölkerung – so in Mißgunst geraten ist. Ist es wirklich nur „nicht verstehen“ oder „egal“, oder steckt wirklich etwas dahinter? Das zu ergründen wäre wichtig, um dann gegen diese Stimmungslage aktiv zu werden. Das hat auch was mit strategischer Kommunikation zu tun.

  • chickenhawk   |   17. Oktober 2012 - 18:48

    Die taz ist ja auch nicht irgend eine Tageszeitung. Sowohl Macher als auch Leser sind – wie soll man sagen – weltanschaulich gebunden.

    Jeder Zeitungsleser wählt sich seine Lektüre mehr oder weniger auch danach aus, ob sie seinen Grundüberzeugungen entspricht und er erwarten kann, dass diese Grundüberzeugungen auch jedesmal aufs Neue bestätigt werden.

    Diese Erwartungshaltung dürfte bei der taz besonders ausgeprägt sein. Falls die taz morgen etwas über den Besuch der Presseoffiziere in der gedruckten Ausgabe schreibt, werden vermutlich gleich 5 – 10 Leser ihr Abo kündigen.

  • JCR   |   18. Oktober 2012 - 0:35

    Um so lustiger ist es, daß die TAZ ja oft eine Intervention in Syrien gefordert hat.
    Wasch den Pelz aber mach mich nicht naß

  • Sascha Stoltenow   |   18. Oktober 2012 - 1:02

    Also ich bin Abonnent.

  • chickenhawk   |   18. Oktober 2012 - 8:18

    In einer Reklame für die taz wurde mal die Referenz eines prominenten taz-Lesers wiedergegeben: »Ich lese die taz als Gegengift zur FAZ.« (offenkundig ein Medienschaffender oder sonstiger Meinungsführer, der täglich mehrere Tageszeitungen liest).

    Dieser Grund ist ja nun auch entfallen, seit Sarah Wagenknecht zu den Autoren der FAZ zählt.

  • Orontes   |   18. Oktober 2012 - 9:26

    Ich finde die Offenheit, mit der die taz-Milieu seine Ressentiments nach außen kommuniziert, ganz bemerkenswert. Aber was man über Jahre kultiviert hat, hält man eben irgendwann für selbstverständlich. So selbstverständlich, daß die eigene Beschwörung von „Toleranz“ und „Weltoffenheit“ zu einem reinen Lippenbekenntnis wird.
    Man vergleiche die Intoleranz des taz-Milieus mit der angeblich engstirnigen Bundeswehr, wo z.B. ein Politiker der Grünen (Herr Nachtwei) ganz selbstverständlich unter Soldaten höchstes Ansehen genießen kann. Wo man in Bundeswehrkreisen Ablehnung äußert (etwa gegenüber einem gewissen vorbestraften Bundestagsabgeordneten), hat dies stets konkrete, individuelle Gründe. Die Bundeswehr ist nicht nur die bessere Friedensbewegung, sondern auch der tolerantere und offenere Diskussionspartner.

  • markus   |   18. Oktober 2012 - 10:32

    @ orontes …

    nun die kommentare in der FAZ oder WELT triefen auch nur so vor galle. bei letzterer noch 2 zacken schärfer, wenn der pöbel von pissnews mal wieder die kommentare raidet.

    überrascht mich alles wenig, sind das doch alles publikationen (inkl. taz). die eine .. ähm, äh… weltanaschaulich recht gefestigte leserschaft haben.

    @ peter buch. die missgunst hat mit der Wehrpflicht nichts zu tun. die Frage ob man soldaten straffrei mörder nennen darf, wurde doch auch schon vor vielen jahren beantwortet …

    @ chickenhawk. wer liest denn heute NICHT mehr als eine Tageszeitung ??? dafür muss man doch nicht in einer der genannten positionene stecken.

  • chickenhawk   |   18. Oktober 2012 - 12:01

    @ markus

    Vor der letzten Bundestagswahl schrieb jemand (ich weiß nicht mehr, wer das war, leider habe ich den Link nicht aufgehoben) über einen Besuch in der Redaktion der Welt. Dort hatten die für das Blatt arbeitenden Journalisten in ihrem Kreis eine Probe-Bundestagswahl abgehalten und das Ergebnis an das schwarze Brett geheftet. Es ergab sich, dass die überwältigende Mehrheit der Welt-Mitarbeiter ihr Kreuzchen bei SPD oder Grünen gemacht hatten.

    Immerhin war das einem Verantwortlichen bei Springer dann doch so unangenehm, dass der Zettel wieder abgenommen wurde.

  • Zivi a.D.   |   18. Oktober 2012 - 21:56

    @Orontes:“ Ich finde die Offenheit, mit der DAS BW-Milieu seine Ressentiments nach außen kommuniziert, ganz bemerkenswert. Aber was man über Jahre kultiviert hat, hält man eben irgendwann für selbstverständlich.“ Und daher stellt sich Orontes jetzt im Kreis auf und klopft jeweils seinem Vordermann auf die Schulter ob seiner moralischen Überlegenheit.
    Spaß am Rande: soviel selbstgerechten Hochmut wie bei Orontes findet man sonst nur beim harten Kern der grün-alternativen Szene und religiösen Fundamentalisten. Das ist kein Schmuck für die Flecktarn-Fraktion.

  • Hans   |   18. Oktober 2012 - 22:07

    @Zivi a.D.

    So viel selbstgerechten Hochmut sehe ich bei Orontes nicht.
    Und wie begründet wurde, haben viele Soldaten weit politisch gefächerte Sympathieträger.
    Bei den Kommentaren der taz-Leser hat man das gefühl, dass die ihrer Zeitung doch nicht so treu sind wenn sie mit der einen Aktion schon Verrat und StOffz-Journalisten in ihrer Zeitung fürchten…

  • Koffer   |   18. Oktober 2012 - 22:35

    also ich weiß nicht! Ich bin ein bekennender und genießender FAZ Leser, aber hin und wieder schaue ich mir auch gerne die taz an, weil die häufig auch Artikel außerhalb des (linken UND rechten) Mainstreams hat und sich auch nicht scheut (trotz eindeutig linker Perspektive) mal politisch inkorrekt zu sein…