Drehflügler unter sich

Zwei Drefhflügler der Bundeswehr, die kaum unterschiedlicher sein könnten…

Die „Mikroaufklärungsdrohne für den Ortsbereich“ (MIKADO) des Heeres vor einem CH53 (noch) des Heeres auf der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung bei Berlin (Foto: Bundeswehr/Schulze via flickr unter CC-BY-ND-Lizenz)

 

Protest gegen Anti-Islam-Film: Deutsche Botschaft im Sudan angegriffen

Die Proteste in der islamischen Welt gegen das Anti-Islam-Video aus den USA haben sind (bislang)  in Afghanistan nicht in Gewalt umgeschlagen – dafür aber in der sudanesischen Hauptstadt Khartoum. Da sich die Geschichte gerade erst entwickelt, habe ich dazu eine Storify-Chronik angelegt, die ich fortschreibe: weiterlesen

Abgeordnete lassen sich zu Atomwaffen und Raketenabwehr briefen

Bei dieser Sitzung des Bundestags-Unterausschusses für Abrüstung, Rüstungskontrolle und Nichtverbreitung wäre man als Journalist doch gerne dabei:

Montag, dem 24.09.2012, 09:30 Uhr
Sitzungsort: NATO-Hauptquartier Brüssel
Konferenzraum der Deutschen NATO-Vertretung, D 248
T a g e s o r d n u n g
1 Unterrichtung durch den Ständigen Vertreter der Bundesrepublik Deutschland bei der NATO über den Stand der Umsetzung der Beschlüsse des NATO-Gipfels in Chicago
2 Gespräch zur künftigen Rolle von Nuklearwaffen, zu Abrüstungsinitiativen innerhalb der NATO und zum Stand des Aufbaus einer Raketenabwehr mit
• Botschafter Philippe Errera, Ständiger Vertreter Frankreichs bei der NATO
• Alexander Vershbow, Stellvertretender NATO-Generalsekretär
• General Heinrich Brauss, Stellvertretender Beigeordneter Generalsekretär für Verteidigungspolitik und -planung
• Botschafter Maris Riekstins, Ständiger Vertreter Lettlands bei der NATO
• Nikolai Korchunov, Geschäftsträger a.i., Ständige Vertretung Russlands bei der NATO
• Botschafter Ivo Daalder, Ständiger Vertreter der USA bei der NATO

Leider ist das eine nichtöffentliche Veranstaltung. Aber vielleicht sagt hinterher einer der Bundestagsabgeordneten aus diesem Ausschuss was…

Schießende Holzfäller im Kosovo

Diese Meldung aus dem Kosovo hatte ich am gestrigen Donnerstagabend wegen der späten Veröffentlichungszeit nicht mehr aufgegriffen (nur getwittert):

Am 10. September 18.50 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit wurden deutsche Kräfte während einer gemeinsamen Patrouille mit einer serbischen Grenzpatrouille im Raum Gornja Repa (Nord-Kosovo) vermutlich von illegalen Holzfällern mit Handwaffen beschossen.
Sowohl der deutsche Patrouillenführer als auch der Führer der serbischen Grenzpatrouille bewerteten den Vorgang als Maßnahme der illegalen Holzfäller, um eine weitere Annäherung der Patrouille an die eigene Position zu verzögern.
Nach Einschätzung des serbischen Patrouillenführers ist dies eine bekannte Praxis.
Die Holzfäller sind ausgewichen. Die gemeinsame Patrouille hat ihren Auftrag weiter fortgesetzt und am 11. September gegen 2.30 Uhr ohne weitere Zwischenfälle das Camp Novo Selo erreicht.
Personen oder Material kamen nicht zu Schaden.

Abgesehen von der Frage, warum so was mit gut zwei Tagen Verzögerung öffentlich wird, finde ich daran zwei Dinge bemerkenswert:

Zum einen, und das ist nicht überraschend, ist eine der wesentlichen Bedrohungen für die KFOR-Truppen nach wie vor die (organisierte) Kriminalität im Kosovo. Die auch hinter etlichen scheinbar politisch/ethnisch motivierten Auseinandersetzungen im Norden steht – wer am Schmuggel über die Grenze zwischen Kosovo und Serbien gutes Geld verdient, lässt sich doch ungern das Geschäft von internationalen Truppen kaputt machen.

Zum anderen: Vielleicht habe ich bislang einfach nicht aufgepasst, aber mir war nicht bekannt, dass es gemeinsame Grenzpatrouillen von KFOR und serbischen Truppen gibt. Vielleicht sagt das auch niemand gerne laut, weil das ja als Eingeständnis Serbiens verstanden werden könnte, dass es eine Grenze zwischen Serbien und Kosovo gibt – während nach offizieller serbischer Lesart doch der Kosovo unverändert Teil Serbiens ist? Zum Beispiel hier: According to our Constitution, Kosovo is an integral part of Serbia, and backing down would represent a violation of the Constitution.

Mit Pfeil markiert: Der Raum Gornja Repa (Karte: Openstreetmap.org – Hinweis für Kenner: Openstreetmap kennt den Ortsnamen, G0ogle Maps nicht…)