Lebenszeichen von entführtem Deutsch-Amerikaner aus Somalia

Vom Journalisten Michael Scott Moore, ein Deutsch-Amerikaner, der auch für Spiegel Online arbeitet und der im Januar in Somalia entführt wurde, war lange Zeit nichts zu hören. Die Webseite SomaliaReport hat nun vor kurzem ein Lebenszeichen von ihm veröffentlicht – ein Video, das ihn in der Hand seiner Kidnapper, möglicherweise somalische Piraten, zeigt. Damit soll vermutlich Druck ausgeübt werden für die Zahlung von Lösegeld – unklar bleibt allerdings, auf wen genau (und wer sich für Moore mit seinem deutschen und seinem US-Passs in erster Linie verantwortlich fühlt):

Somalia Report: Video of American Hostage Michael Scott Moore

 

Afghanistan-Abzug bis Ende 2014? Na ja.

Nach dem NATO-Gipfel am vergangenen Wochenende hat sich Thomas Ruttig vom Afghanistan Analysts Network mal die Gipfelergebnisse im Hinblick auf Afghanistan ab 2015 angeguckt. Seine lesenswerte Analyse:

The spin from Chicago is working. Many media reported that the war in Afghanistan will be over and Western troops gone by 2014. Apparently, they did not get President Obama’s full message that was much more subtle: that the war ‘as we know it’ will be over. It will change its character and the new NATO mission will be smaller and less visible while western governments hope that less visibility will get the war in Afghanistan off the front pages. But don’t be fooled, says Thomas Ruttig, a Senior Analyst at AAN, there is no full NATO withdrawal and war will not be over just because you do not read about it anymore.

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„Smart Power“: Diplomaten und Kommandosoldaten Hand in Hand

Gerne greife ich den Hinweis in einem Kommentar hier auf: US-Außenministerin Hillary Clinton hat am vergangenen Mittwoch beim Special Operations Command Gala Dinner in Tampa, Florida eine interessante Rede gehalten. Smart Power nannte die Ministerin den Ansatz, die Arbeit von Militär, vor allem Spezialkräften, mit der Arbeit von Diplomaten und Entwicklungsexperten zu verzahnen – vor allem im Einsatz gegen Al-Qaida und andere, von den USA als terroristische Bedrohung angesehene Gruppierungen. Ein Ansatz übrigens, den Clinton offensichtlich nicht auf die USA beschränkt sehen will – ausdrücklich erwähnte sie in ihrer Rede das NATO Special Operations Forces Coordination Center bei der Notwendigkeit, to build an international counterterrorism network that is as nimble and adaptive as our adversaries.

Übrigens begrüßte die US-Außenministerin Vertreter von 90 Nationen bei diesem Ereignis (da sind dann mit Sicherheit auch Bundeswehr-Vertreter dabei gewesen – das NATO-Zentrum wird doch nach meiner Erinnerung von einem deutschen Oberst gemanagt?).

Aus Clintons Rede (hier in voller Länge nachzulesen):

For my part, first as a senator serving on the Armed Services Committee and now as Secretary of State, I have seen and admired the extraordinary service and sacrifice of our men and women in uniform. So we have made it a priority to have our soldiers, diplomats, and development experts work hand-in-hand across the globe. And we are getting better at coordinating budgets and bureaucracies in Washington as well. weiterlesen