Der Minister im OP North – gefilmt mit Helmkamera

Jetzt weiß ich, wofür die Helmkameras der Bundeswehr angeschafft und in Afghanistan ausgegeben wurden…. Auf dem Youtube-Kanal der Bundeswehr gibt’s ein Video zum Besuch von Thomas de Maizière beim kürzlichen Besuch in Afghanistan zu sehen. Nach den Angaben von bundeswehr.de wurde das Ganze mit einer Helmkamera aufgenommen.

(Ich find‘ das ja gut, dass die so was machen. Und jetzt wissen wir auch, wie schnell ein solches Video aufgenommen, geschnitten und freigegeben werden kann, wenn alle wollen: Der Besuch war am 5. März, veröffentlicht wurde das Material am 8. März. Mit allen vorgesehenen Prozeduren und Genehmigungsverfahren, nehme ich an.)

(Apropos Video: Beim Bendler-Blog gibt’s den Preview auf einige Werbevideos für die Bundeswehr, die Studierende der design akademie berlin gedreht haben: Werbung schaffen ohne Waffen)

Abzug mit Schnäppchenpreisen

So langsam bereiten sich ja alle auf den Abzug ihrer Truppen aus Afghanistan vor. Da ist es hilfreich, mal zu schauen, welche Erfahrungen bereits abgezogene Nationen gemacht haben. Zum Beispiel die Kanadier, die einen nicht unerheblichen Teil ihres Materials an die afghanische Armee und die USA weitergegeben haben. Oder gleich zum Sonderpreis an zivile Unternehmen verschleudert haben – die dann Ausrüstung im Wert von fast zwei Millionen kanadischen Dollar für 100.000 bekamen:

Everything must go: Canada takes huge writedown on surplus gear in Afghanistan

(Natürlich werden auch die Kanadier kräftig Geld ausgeben, militärisches Gerät zurückzuholen, sonst hätte der deutsche Verteidigungsminister bei seinem Besuch in Kanada nicht Köln als logistische Drehscheibe anbieten müssen.)