Und noch weniger Truppen in Afghanistan

Eine aktuelle Meldung des Wall Street Journal: U.S. and Allies Cut Plans for Funding Afghanistan’s Forces – die Kernaussage:

Meeting in Kabul last week, the U.S. and its international partners agreed to expand the total number of Afghan police and soldiers to 352,000 by October 2012 from about 305,600 now. The agreed increase is about 26,000 fewer than had been envisaged in a review in January because of funding reductions for the war by the U.S. Congress and concerns that the impoverished Afghan government can’t pay for such a large force in future.

The smaller increase, combined with plans to withdraw 33,000 U.S. troops by 2012, will leave Afghanistan with a much smaller fighting force than previously anticipated to combat the insurgency, which still shows great resilience after 10 years of war.

Unterm Strich: Es wird im kommenden Jahr deutlich weniger Truppen in Afghanistan geben als bisher veranschlagt – die Aufstockung auf 378.000 afghanische Soldaten und Polizisten war in den USA wegen der hohen Kosten ohnehin umstritten. Die Zielgröße 378.000 dürfte vom Tisch sein, die Abzugspläne gelten aber weiter. (Und wenn ich das WSJ richtig verstehe, müssen auch die Deutschen diesem Plan zugestimmt haben, sie sind ja mit Sicherheit einer der international partner.)

Foto des Tages: Auf die Afghanen kommt es an

Soldiers of 2nd Platoon, Hawk Company of 3rd Squadron, 2nd Stryker Cavalry Regiment in the village of Tsapowzai in Maywand district, Kandahar province, Afghanistan, Thursday, April 14, 2011. (Foto: © Simon Klingert)

RC N Watch: Eine Frage der Perspektive….

Die amerikanische Nachrichtenagentur UPI heute unter der Überschrift Bad Day for Taliban in Afghanistan:

The International Security Assistance Force said Saturday was a productive day, topped by a firefight in Kunduz province where several Taliban suspects carrying AK-47 assault rifles were gunned down.

RC N Watch: Der Norden wird (noch) wichtiger

Dass der Norden Afghanistans für den ISAF-Einsatz in den vergangenen Jahren zunehmend Bedeutung bekommen hat, ist nichts wirklich Neues: Je öfter in Pakistan Nachschubkonvois angezündet wurden, um so mehr denken die Planer in Kabul über eine Stärkung der Nachschubroute über die zentralasiatischen Republiken und den Norden des Landes nach. Jetzt scheinen diese Überlegungen einen neuen Schub zu bekommen: U.S. turns to other routes to supply Afghan war as relations with Pakistan fray, berichtet die Washington Post heute.

(Übrigens mit der für mich neuen Zahl, dass 80 Prozent der Nachschublieferungen im Norden über Usbekistan laufen – dann aber auch wieder nicht so überraschend. Und mit eine Erklärung dafür, warum auch die deutsche Regierung alles tut, die Beziehungen zu diesem Land nicht zu beeinträchtigen.)

Ansonsten geht es im Norden unverändert rund, was hier so gar nicht wirklich zur Kenntnis genommen wird – hier eine kleine Auswahl der vergangenen Tage:

ISAF Joint Command Morning Operational Update July 3, 2011
A combined Afghan and coalition security force killed several insurgents during a search for a Taliban leader in Archi district, Kunduz province yesterday.
The leader directs the Archi district attack network, and plans and executes attacks against Afghan government officials and Afghan security forces.
During the search, the Afghan-led security force noticed several individuals, armed with AK-47 rifles, maneuvering in the area. The force pursued the individuals, resulting in an engagement which killed several insurgents. The force discovered a grenade launcher and several grenades on the deceased insurgents. weiterlesen

Leseempfehlung: Der Generalinspekteur im Interview

Im Deutschlandfunk hat Bundeswehr-Generalinspekteur Volker Wieker heute das Interview der Woche gegeben. Empfehle das zur Lektüre – da sind natürlich viele Punkte zu verschiedenen Themen drin. Von denen ich das eine oder andere auch noch aufgreifen werde. Das gesamte, recht lange Interview im Wortlaut hier.