Klassische Risiken: Das Atom

Das passt: Sozusagen in der Serie Klassische Risiken präsentiert die Bundeswehr heute auf YouTube: der Umgang mit dem Atom.

(So, das waren heute zu viele Einträge hier. Die nächsten Tage wird’s ruhiger, ich bin unterwegs.)

Nachwuchswerbung? Demnächst auf Facebook

Es dürfte einer der letzten Briefe gewesen sein, die Karl-Theodor zu Guttenberg als Verteidigungsminister geschrieben hat. Und in diesem Fall hat er ihn hoffentlich nicht selbst geschrieben: Unter dem Datum 28. Februar teilte der Minister dem SPD-Abgeordneten Lars Klingbeil mit, wie sich die Bundeswehr künftig die Nachwuchsgewinnung im Internet vorstellt.

Neben dem üblichen Ministeriumsprech – Aufbauend auf zielgerichteter Informationsarbeit positionieren personalwerbliche Maßnahmen die Bundeswehr in der Phase der konkreten Berufsentscheidung mit einem breiten Marketingmix als zukunftssicheren Arbeitgeber mit vielfältigen Berufs- und Ausbildungsangeboten auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt – kommen die Verfasser des Briefes zu interessanten Aussagen:

Ausgehend von Ergebnissen sozialwissenschaftlicher Forschungsarbeit werden rund 75 Prozent der Kontakte mit der Wehrdienstberatung durch oder über das Medium Internet erzielt. Aktuelle Überlegungen zielen daher auf die Optimierung der Befähigung zur internetbasierten Kommunikation mit Interessentinnen und Interessenten. In diesem Zusammenhang ist die Implementierung eines Forums und einer elektronischen Beratungsfunktionalität auf www.bundeswehr-karriere.de sowie die Schaffung einer Präsenz des Arbeitgebers Bundeswehr auf Facebook eingeleitet. weiterlesen

Keine deutschen Soldaten für Libyen

Klare Ansage des deutschen Außenministers: Selbst wenn es zu einer Flugverbotszone über Libyen kommen sollte, werden sich deutsche Soldaten an deren Durchsetzung nicht beteiligen. Sagte Guido Westerwelle heute morgen im Deutschlandfunk:

Die Frage ist aber, ob wir Deutschland in einen Krieg führen, der dann in Libyen stattfinden würde, auch mit internationaler Beteiligung, und dagegen habe ich mich gewendet. Ich möchte nicht, dass deutsche Soldaten in einen libyschen Krieg hineingezogen werden, und ich werde mich auch nicht daran beteiligen, dass mit deutschen Soldaten in Libyen ein Krieg geführt wird.

Ok. Warten wir ab. Nur für denn Fall, dass es überhaupt ein militärisches Eingreifen im Auftrag der Vereinten Nationen geben sollte, vielleicht von der NATO: Was ist dann mit deutschen AWACS-Besatzungsmitgliedern? Die Frage stellen wir, falls es so weit kommen sollte.

Nachtrag: Jetzt hat sich der UN-Sicherheitsrat für die Flugverbotszone über Libyen ausgesprochen – und Deutschland hat sich als einziges europäisches Sicherheitsratsmitglied enthalten. Die Frage wird gestellt werden, ob Deutschland fit ist für den immer wieder gewünschten ständigen Sitz im Sicherheitsrat…

Der Zeitplan rutscht

For the record: Der Zeitplan für den Umbau der Bundeswehr verschiebt sich nach hinten. Nicht überraschend, weil der neue Verteidigungsminister Thomas de Maizière angekündigt hatte, sich die Zeit zu nehmen, die er brauche.

Gestern kündigte der Minister im Verteidigungsausschuss an, dass die Entscheidung über die künftigen Standorte der Bundeswehr im Herbst und nicht wie bislang geplant im Sommer fallen werde. Das ging angesichts des Hickhacks um den Gorch-Fock-Untersuchungsbericht ein bisschen unter. Heute ist das dafür ein Thema…. Und andere Entscheidungen, wie die endgültige Festlegung der künftigen Truppenstärke, kommen wohl auch etwas später. Der einzig fest stehende Termin: Die Wehrpflicht endet am 1. Juli.

„Die Munitionsansätze machen mich sprachlos“

Dem Bendler-Blogger verdanke ich den Hinweis auf ein sehr interessantes Interview auf luftwaffe.de: Ein Major an der Infanterieschule in Hammelburg, der für die infanteristische Ausbildung der Spezialisierten Infanteristischen Objektschutzkräfte der Luftwaffe zuständig ist, spricht recht offen und ungeschönt über Probleme bei der Ausbildung. Zum Beispiel: Die geplanten zur Verfügung stehenden Munitionsansätze für die Ausbildung im Jahre 2011 machen mich sprachlos, sagt Major Josip Sever. Der ansonsten seine Arbeit ganz offensichtlich der Devise Den Mangel verwalten unterordnen muss. Statt vom Einsatz her denken zu können.

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