Radio hören: „Cyberwar und Knobelbecher“

Wer am morgigen Samstagvormittag um kurz nach 11 Zeit und Lust hat, Radio zu hören: Im Online-Talk auf Deutschlandradio Wissen geht’s um Augen geradeaus!, und die Kollegen haben der Sendung den plakativen Titel gegeben: Cyberwar und Knobelbecher.

(Anhören lässt sich DRadio Wissen übrigens hervorragend übers Internet.)

Nachtrag: Die mp3-Datei zum Nachhören

hier     
.

In Libyen gefangen genommene Niederländer wieder frei

Fürs Protokoll: Die drei niederländischen Marinesoldaten, die bei einer Evakuierungsoperation in Libyen festgenommen worden waren, sind wieder frei. Die Besatzung des Lynx-Helikopters der Fregatte Tromp sollte zwei Niederländer an der Küste abholen – und als sie mit ihrem (mit Bord-MG bewaffneten) Hubschrauber landeten, wurden sie festgesetzt…

Die offizielle Mitteilung der Freilassung auf der Seite des niederländischen Verteidigungsministeriums; ein Foto der Soldatin, die zu den drei Festgenommenen gehörte, auf der Seite des Bloggerkollegen von Bruxelles2.

Was den Umgang des Westens mit der Lage in Libyen angeht: Da gibt es nach wie vor keine Einigkeit und keine rechte Vorstellung über das weitere Vorgehen, so scheint es jedenfalls.

Gekaperter Tanker „York“ mit deutschem Kapitän frei

Eine offizielle Bestätigung steht noch aus: Der im Oktober vergangenen Jahres von somalischen Piraten gekaperte Flüssiggastanker York ist möglicherweise gegen Zahlung einer Lösegeldsumme frei gekommen – und damit auch der Kapitän, der bislang der derzeit einzige deutsche Staatsbürger unter den Hunderten von gefangenen Seeleuten war. Die EU-Antipirateriemission Atalanta bestätigte entsprechende Berichte – allerdings sei das Schiff noch nicht endgültig in Sicherheit, so dass es noch einen Rest Unsicherheit gebe, sagte ein Sprecher.

Eine Mitteilung über die Freilassung der York gibt es bislang nur von der Nicht-Regierungsorganisation Ecoterra, die sich auf Schiffsagenten in der kenianischen Hafenstadt Mombasa beruft. Die Piraten sollen für den Tanker, der unter der Flagge Singapurs fährt, wie üblich Lösegeld kassiert haben. Die York soll auch Besatzungsmitglieder der Ras Afrikana an Bord haben, deren Schiff ebenfalls freigelassen wurde, danach aber aus noch ungeklärten Gründen zu sinken begann.

Die Freilassung der York dürfte die Behörden, vor allem die deutschen, aus mehreren Gründen erleichtern: Der Tanker wurde als Piraten-Mutterschiff eingesetzt, zum Beispiel zur Unterstützung der Piraten, die den deutsch bereederten Frachter Beluga Nomination gekapert hatten. Der Kapitän als, wie erwähnt, einzige deutsche Piraten-Geisel. Und: ein Flüssiggastanker, auch wenn er sehr wahrscheinlich derzeit nicht beladen ist, ist nichts, was man in der Hand von Verbrechern sehen möchte.